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Abgeordnetenhaus beschließt Entlassung des Gouverneurs von Misiones wegen Veruntreuung

Asunción/San Juan Bautista: Das Abgeordnetenhaus hat heute bei seiner Sitzung dem Vorschlag zugestimmt, den liberalen Politiker, Víctor Hugo Pereira aus seinem Amt zu entlassen, nachdem bestätigt werden konnte, dass dieser für das Verschwinden von 2,4 Milliarden Guaranies (rund 400.000 Euro) zuständig war. Die Fehlbeträge wurden unter seiner Führung zwischen 2008 und 2010 registriert. Seit über einem Jahr wurde für ihn ein Amtsvertreter eingesetzt, da er im Mittelpunkt einer Untersuchung stand.

Die administrativen Unregelmäßigkeiten des Gouverneurs überschreiten jedoch die 9 Milliarden Guaranies. Das Untersuchungs bzw. Entlassungsgesuch wurde anfangs an das Innenministerium gerichtet, welches es an das Abgeordnetenhaus weiterreichte.

Die Kommission für verfassungsrechtliche Angelegenheiten, die von Carlos Liseras (ANR) präsidiert wird, entschied sich für die Entlassung, nachdem sie den Abschlussbericht studiert hatte.

Pereira wurde von Mitgliedern des Provinzrates angezeigt, die als erstes den Fehlbetrag feststellten. Während einer von Fernando Lugo angeordneten Untersuchung kam das ganze Ausmaß seiner Vetternwirtschaft und Veruntreuung zum Vorschein.

Mit der Entlassung von Víctor Hugo Pereira, der Fernando Lugo noch zustimmen muss, wird vorübergehend der Gouverneursposten von Atilio Aquino besetzt, der bis dato der Präsident des Provinzrates war.

(Wochenblatt / Última Hora / 970AM)

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Kommentare

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3 Kommentare zu “Abgeordnetenhaus beschließt Entlassung des Gouverneurs von Misiones wegen Veruntreuung
  1. Karel schrieb am :

    Wie gut im Staatsdienst gewesen zu sein, strafrechtliche Konsequenzen keine. Also für die Veruntreuung von rund 400.000 Euro würde ich mich auch gerne nur entlassen lassen, dann habe ich wenigstens Zeit mit dem Geld Champagner und Chikas zu geniessen.

  2. Asuncion45 schrieb am :

    Es ist gut, daß das System in dem wir leben mehr und mehr entlarvt wird. Es wird klar, daß es für den Einzelnen nicht ausreicht, wählen zu gehen und dann die da oben machen zu lassen. Die sogenannte Demokratie und der Kapitalismus auf dem dieses System beruht, ist in Frage zu stellen, wenn solche Ergebnisse sich ständig wiederholen. Dieses System erzeugt Gier nach Geld und Macht und die Beteiligten korrumpieren sich. An die Stelle von Geld und Macht müssen wieder Werte gestellt werden, nur dann hören solche Machenschaften auf.

  3. Bretagne schrieb am :

    Eigentlich erstaunlich, dass toleriert wird, dass dem Land geschadet wird. Sicherlich hat es schon Tote gegeben, wenn am Stammtisch eine schlechte Meinung über das Land geäussert wurde. Geht es aber um viel Geld, welches dem Land und Volk gehört, passiert wenig.
    Ich habe mit einer Paraguayerin über den Mindestlohn in Paraguay gesprochen und sie sagte mir, dass 75% der Paraguayer diesen in etwa monatlich verdienen. Ich frage mich nun, wie sich nebst dem Lebensunterhalt Auto, Haus etc. geleistet werden kann, mit ca. 1.6 Mio Guaranies monatlich?

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