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Anschlag auf Olimpia Fußballfan – jetzt reden die Täter

Asunción: Eine Woche ist es her, dass auf dem Nachhauseweg vom Stadion zwei Cerro Porteño Fans auf einem Moped herumfahren, um die Olimpia Fans zu suchen und sie zu ärgern.

Dabei wurde Gabriel Elías Franco Giménez (16) in den Kopf geschossen. Nach Zeugenaussagen wurden zwei Männer auf einem Moped gesehen. Ohne genauere Daten begann die Staatsanwaltschaft Überwachungsvideos auszuwerten auf der Suche nach den möglichen Tätern.

Nach der Veröffentlichung der Videobänder im Fernsehen konnten sie identifiziert werden und nun begann eine Hetzjagd auf die Delinquenten, die alle Fußballfans zu Sammelaktionen vereinten zum Wohl von Gabriel Franco. Soziale Netzwerke waren hierfür die Plattform.

Einen Tag später stellt sich Víctor Antonio Arzamendia Alderete, der Schütze, mit einer für Paraguay typischen Geschichte. Er meinte unter Drogen (Marihuana) gestanden zu sein und könne sich nicht mehr an das Geschehene erinnern. Mit dem Anhängsel „Wenn sie mir nachweisen können das ich das war, werde ich mich dafür verantworten, sagte Víctor Antonio Arzamendia Alderete (20) während er hinter Gittern schmort.

Die ganze Woche änderte sich der Gesundheitszustand von Gabriel Elías Franco Giménez nicht. Sein Vater empfängt das Fußballteam von Olimpia, einige V.I.P.s und bedankt sich im Namen seines Sohnes.

Vorgestern dann wurde Carlos María Samaniego (29), der zweite Flüchtige in General Resquín, Provinz San Pedro, verhaftet. Kurz nachdem er in Asunción eintraf wurde ihm seine Lage klar und er begann seine Version der Geschichte zu erzählen, die viel mehr der Wahrheit gleicht als die des Beifahrers.

“Caballito” wie Samaniego auch genannt wird, erklärte dass sie am vergangenen Wochenende diverse Runden mit seinem Moped gefahren sind bis sie eine Gruppe fanatische Olimpia Fans sahen. „Ich wusste nicht dass er eine Waffe dabei hatte. Das einzige war das ich einen Schuss hörte sehr nah an meinem Ohr“, erinnert sich der ebenfalls Verhaftete. Samaniego fügte hinzu gesehen zu haben wie kurz nach dem Knall Franco zu Boden ging und seine Freunde ihm versuchten zu helfen. „Ich fragte Víctor was er gemacht hat“, sagte Samaniego. Víctor antwortete ihm: „Ich habe ihm ins Bein geschossen“. „Ich wusste nicht, dass es ein Kopfschuss war“, sagte der Fahrer des Mopeds.

Nach dem Attentat flüchteten Carlos María Samaniego und Víctor Antonio Arzamendia Alderete von dem Unglücksort.

„Ich beschleunigte das Moped und wir fuhren einige Runden aber weg von da. An der Straße 5ª Avenida habe ich Víctor abgesetzt”, erklärte er. In einen handfesten Streit gerieten die beiden als er ihn absetzte wegen der vorangegangenen Tat.

Samaniego, fuhr danach in sein Haus und ertschied sich zu verstecken, weil ihn die Polizei suchen würde. „Ich versteckte mich weil ich nicht zurück ins Gefängnis wollte“, sagte der Ex Insasse Samaniego. Zwei Mal war er schon hinter Gittern, einmal wegen Raub und einmal wegen Drogenbesitz.

Sichtlich erschüttert sagte Samaniego, dass es ihm das Herz zerriss als er den Vater des Angeschossenen, Eliseo Franco sah. Mich nahm es sehr mit den Vater von ihm so zu sehen.

Samaniego versicherte, dass er sich bewusst sei was ihn erwartet und dass er sich verantwortet was ihm als Strafe zu Teil wird. „Ich weiß das ich zurück ins Gefängnis muss, hoffentlich bekomme ich nicht so viele Jahre“, erklärte er. “Caballito” klärte darüber auf, dass die Version von Víctor Arzamendia, der versichert sich an nichts mehr zu erinnern, nicht stimmt.

„Das ist eine Lüge, er wusste was er machte. Aber es ist passiert und wir können nichts mehr daran ändern, schloss er ab.

(Wochenblatt / Abc)

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