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Beweisvideo für Treffen zwischen venezolanischen Kanzler und paraguayischem Militärkabinett vorgelegt

Asunción: Die paraguayische Regierung legte heute ein Video aus der Überwachungskamera des Präsidentenpalastes vor, indem man den venezolanischen Kanzler, Nicólas Maduro, mit hochrangigen Mitgliedern des Militärkabinetts sehen kann. Bei dem Treffen, so heißt es, soll Maduro den Uniformierten Order gegeben haben, Fernando Lugo um jeden Preis zu schützen damit dieser trotz Verfahren gegen ihn weiterregieren kann.

Vor zwei Tagen schon entschied die Staatsanwaltschaft, dass gegen den Venezolaner Nicólas Maduros wegen Einmischung in nationale Belange ermittelt werden soll.

Der besagte Filmmitschnitt wurde von der neuen Verteidigungsministerin María Liz Garcia an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dafür hatte sie die Rückendeckung des Präsidenten Franco.

Das Video was auch eine Audiospur besitzt ist aussagekräftig genug.

„Die zuständigen Institutionen bekommen es und wissen was sie damit machen. Ich bin keine Richterin und werde auch keine Meinung darüber äußern“, erklärte sie.

Das Treffen fand am 22. Juni 2012, eine Stunde vor dem Urteilsspruch des Senats gegen den damaligen Präsidenten Paraguays im López Palast statt.

Kurz nach dem Bekanntwerden des besagten Videos entschied die venezolanische Erdölgesllschaft PDVSA, erneut ihre Kraftstofflieferungen nach Paraguay aufzunehmen. Eine paraguayische Antwort darauf gibt es bis jetzt noch nicht. Die nationalen Erdölreserven reichen ohne neue Lieferungen  bis 23. September 2012.

(Wochenblatt / Abc / Última Hora)


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12 Kommentare zu “Beweisvideo für Treffen zwischen venezolanischen Kanzler und paraguayischem Militärkabinett vorgelegt
  1. Beobachter schrieb am :

    Man glaubt es kaum. Erdöl gibt es zur Zeit jede Menge am freien Markt zu kaufen und noch dazu zu besserer Qualität als das von Chavez. Soll der doch sein Öl verkaufen wohin er will. Paraguay soll sich um neue Lieferanten umschauen. und kein Öl mehr aus Venezuela importieren. Man behandelt Paraguay wie ein Kind. Das Problem dabei ist, dass viele private Interessen dahinter stecken und diese in PY meistens vor den nationalen Interessen stehen.

    Hat nicht Präsident Franco bei Amtsantritt gesagt, dass die Freunderlwirtschaft bei ihm endlich der Vergangenheit angehört. Etwas mehr als eine Woche später macht er seine Schwägerin und seinen Cousin zu Aufsichtsräten in Itaipu mit einem Monatsgehalt von Gs. 60.000.000,-. Man sieht wieder einmal, glauben kann man keinen Politiker etwas.

    • Deserver schrieb am :

      Hat doch Vor- und Nachteile. Immerhin könnte man in Erwägung ziehen, dass man nur der eigenen Familie trauen kann und er deshalb die Posten mit denen besetzte, damit diese besser unter seiner Kontrolle, weniger korrupt sind. Oder aber er denkt nur an den Wohlstand seiner Leute als Hintergrund. Vielleicht auch beides? Ich wage mir da kein Urteil zu bilden, aber es ist Schade, dass letztendlich immer die Familie zuerst profitiert, egal welcher Grund dahinter steht, und genau zu solchen negativen Eindrücken verführen kann.

      Aber mal zu Venezuela. Was hätte Chavez davon gehabt, wenn Lugo sich militärisch geweigert hätte sein Amt zu verlassen? Kann mir einer die möglichen Folgen kurz zusammenfassen?

      • Hans E schrieb am :

        Ich könnte mir vorstellen, dass Ihre erste annahme zutreffend ist. Noch hat Präsident Franco nicht viel Rückhalt. Was liegt also näher, als denen zu vertrauen, die man er besten kennt? Das ist nunmal die Familie.
        Das ist nicht viel anders als in der Wirtschaft – da sieht auch Jeder zu, dass möglichst viele Familienmitglieder in einem Betrieb arbeiten.
        Hoffen wir also, dass es diese Gründe sind und er nicht nur möglichst viel Profit aus seinen 13 Monaten schlagen will.

      • 9mm schrieb am :

        “Kann mir einer die möglichen Folgen kurz zusammenfassen?”

        Ganz einfach. Destabilisierung von Paraguay und ein guter Grund das Stimmrecht im Mercosur befristet auszusetzen, damit Venezuela inzwischen Veto-frei beitreten kann.

        Sie sehen, der gute Mann hat alles bedacht.
        1) Wird Lugo abgesetzt, schreit er laut und bekommt seinen Beitritt.
        2) Wird Lugo vom Militär beschützt und nicht abgesetzt, behält er seinen amigo, schreit aber trotzdem wegen der Unruhen und bekommt seinen Beitritt.

    • Siggi schrieb am :

      < Man glaubt es kaum. Erdöl gibt es zur Zeit jede Menge…

      Naja, der Iran will ja auch nach dem Embargo sein Öl los werden. Da schippern nun viele randvolle Tanker unter exotischer Flagge über die Weltmeere.

  2. Arlette schrieb am :

    Aufsichtsräten in Itaipu mit einem Monatsgehalt von Gs. 60.000.000,- ???
    Dies in einem Land von der Durchschnitt 5.200 USD im JAHR verdient ???
    Solche Monatsgehälter kenne ich aus der Schweiz, wo der Durchschnitt 6.500 SFr im MONAT verdient.

  3. heinzi schrieb am :

    Das Video ist ja der Hammer. Ich würde es nun allen Mercosur-Delegierten schicken und einen Antrag stellen, Venezuela wieder auszuschließen oder zumindest zu suspendieren – wegen Verletzung der Regeln des Mercosur. Das Video muss an die OAS, gebt es den Delgierten der EU mit nach Hause, damit die Welt endlich mal begreift, wie Caracas Öl als Mittel der politischen Erpressung einsetzt. Der Undemokrat ist doch hier wohl Chavez. Argentinien, Brasilien und Uruguay – was habt Ihr Euch hier nur eingebrockt!!! Kopiert es und setzt es in YouTube, Facebook und Twitter. Die Welt soll wissen, was hier abgeht.
    Ich würde Chavez so die Maske vom Gesicht reißen – bei der nächsten UN-Vollversammlung zum Beispiel. Der schreckt ja vor nichts zurück. Sind die dumm, haben die die Kameras nicht bemerkt?

    • Hans E schrieb am :

      Stimmt, das ist eine Sauerei sondersgleichen. Mich wundert es allerdings ebenso wie Sie, dass die Kameras nicht bemerkt wurden (oder bemerkt sein wollen).
      Es ist doch wohl davon auszugehen, dass der Prädidentenpalast Venezuelas ebenfalls kameraüberwacht ist.
      Oder ist es ein Fake? Datums- und Uhrzeitangaben kann man ja auch fälschen.

    • Albert schrieb am :

      Den Delegierten der EUdSSR mit nach Hause geben…?
      Ausgerechnet den Totengräbern Europas? Diese Leute sind vom gleichen Abschaum wie der gefeuerte Kommunist Lugo.
      Der Ex Pfaffe kann froh sein, wenn er nicht wegen Hochverrates in den Knast kommt.
      Aber eben , die Sozialistische Internationale, nimmt für sich die Demokratie in anspruch. Wie wenn die EUdSSR eine Demokratie wäre. Wohl aber das 4. Reich.
      Als neuster Raubzug will das Gesindel in Brüssel, die Verfügungsgewalt über die Sparbücher, der Bundesdeutschen.
      Der Hosenanzug wird es wie immer absegnen.
      Was sie glauben das nicht?
      Gehen Sie unter: Koppverlag Online ins Internet.

  4. RexSalvator schrieb am :

    Nicht nur in der politischen Krise, ist es wichtig und ist rechtens, daß die Gerichte von Paraguay gegen den venezolanischen Außenminister Nicolás Maduro, wegen eines direkten Eingriffes in die nationale Souveränität des Landes vorgehen. Dieser soll laut paraguayischen Verteidigungsministerin María Liz García de Arnold kurz vor der Amtsenthebung des ehemaligen Präsident Fernado Lugo das Militär von Paraguay zur Meuterei aufgefordert und hatte dabei internationale Hilfe versprochen haben. Der Auswärtige Ausschuß des Abgeordnetenhauses von Paraguay hatte Maduro bereits am Mittwoch, den 27 Juli 2012, zur unerwünschte Person erklärt.

    “Es hat sich voll bestätigt, daß der venezolanische Außenminister und der Botschafter von Ecuador, Julio Prado, das militärische Kabinett des Präsidenten der Republik besuchten. Dabei wurde die militärische Führungsriege aufgefordert, zu reagieren”, teilte Jose Lopez, Sprecher eines Ausschusses des Abgeordnetenhauses am Montag mit und berief sich dabei auf die Worte eines Kommandeurs der Streitkräfte. Demnach erfolgte das Treffen eine Stunde vor der Urteilsverkündung des Kongresses. Das Video ist ein Beweis dafür.

    Maduro und Prado sollen strafrechtlich verfolgt und ein internationaler Haftbefehl gegen Außenminister Venezuelas beantragt werden.

  5. Che schrieb am :

    Wie verlogen kann man nur sein. Lugo etwas absprechen, aber Franco zugestehen.

    Wann kapiert man endlich, daß man mit Geld nicht Alles machen kann? Momentan haben einige Wenige das Geld und die Macht – aber es kommt der Tag, wo sich das Volk das nicht mehr gefallen läßt! Hier meinen immer noch Einige sich als Obermenschen aufspielen zu müssen um alte Zustände wieder herzustellen. Die Zeiten der allmächtigen Herrenmenschen sind vorbei – kommt mal runter von Wolke 7!

    Es geht nur Miteinander und Mitarbeiter sind keine Leibeigene …

  6. Py-er schrieb am :

    Die kolumbianische Kanzlerin Holguín, die bei dem Treffen im Präsidentenpalast anwesend war, sagte, daß sie ihrerseits keinen Beweis dafür sehe, daß der venezolanische Außenminister Maduro privat Kontakt zu militärischen Führern aufgenommen hätte. Wörtlich sagte sie: “Er (Maduro)war dort, wo wir alle waren”. Für spanischsprechende hier nachzulesen:http://www.telesurtv.net/articulos/2012/07/04/maria-angela-holguin-asegura-que-no-vio-al-canciller-venezolano-reunirse-con-militares-paraguayos-2272.html

    Und ich denke, Kolumbien ist bzgl.Linkstrend ziemlich unverdächtig.
    Gut recherchierte Artikel finden sich auch im Nachrichtenportal amerika21.de

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