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Campesinos verlassen besetztes Land wegen angekündigtem Kauf durch die Regierung

Teixeira

Aguerito: Die Regierung versprach das 7.900 Hektar große Grundstück von Ulisses Rodrígues Teixeira noch vor Jahresende zu kaufen, woraufhin die landlosen Bauern ab heute das Gelände verlassen werden.

Die Führer der landlosen Bauern akzeptierten das gemachte Angebot vom Generalstaatsanwalt der Republik, Enrique García und dem Gouverneur der Provinz San Pedro, José Paková Ledesma, während einem Treffen der zwei Parteien am gestrigen Samstag.

Das Angebot beinhaltet ein 1/3 der 22.000 Hektar in der Provinz San Pedro. Der Rat des Institutes für ländliche Entwicklung (Indert) billigte diese Transaktion, wie er am Samstag bekannt gab. Damit kam der Staat zu 100% den Forderungen der bewaffneten Campesinos nach, was in kurzer Zeit zu erneuten Wunschäußerungen führen dürfte.

Die Führer der Landbesetzer informierten ihre Mitstreiter über das Angebot des Staates und somit beginnen die Räumungen des zukünftig staatlichen Geländes. Neun Tage lang wurden die polemisch anmutenden Ländereien besetzt.

Genau wie die Regierung baten auch die Landbesetzer Teixeira darum, das gemachte Angebot bis Ende des Jahres aufrecht zu erhalten und nicht wie anfangs gesagt bis zum 9. Dezember.

Die Landbesetzer zogen sich glücklich und animiert zurück aus der Schule wo das Treffen stattfand. Die entsandten Polizisten begannen keine Räumungsaktion, wie angekündigt.

Die Landreform wurde damit ein ganzes Stück vorangetrieben und trotzdem mit einem bitteren Beigeschmack für Beobachter. Daran erkennt man wie autoritär diese Regierung ist die mit Viehdieben und Landbesetzern verhandelt und wie einfach man seine Forderungen durchgesetzt bekommt.

Der brasilianische Geschäftsmann Ulisses Rodrígues Teixeira wird somit nur 1/3 seines Grundstückes verkaufen und trotzdem zum damaligen Kaufpreis von der ganzen Fläche (14.100 Hektar mehr) noch 3 Millionen US-Dollar verdienen.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Campesinos verlassen besetztes Land wegen angekündigtem Kauf durch die Regierung”

  1. Christiane sagt:

    Der Satz – “Daran erkennt man wie autoritär diese Regierung ist die mit Viehdieben und Landbesetzern verhandelt und wie einfach man seine Forderungen durchgesetzt bekommt.” – ist doch wohl als Witz gedacht, oder? Unter Autorität verstehe ich aber etwas anderes. Die Regierung ist antiautoritär aber niemals autoritär. Sie ist erpressbar und damit eine Witzfigur für die Bevölkerung. Normalerweise sollten die Politiker diese Versprechung aus eigener Tasche zahlen und nicht den Steuerzahler dafür bluten lassen!

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