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Der Euro im außereuropäischen Ausland

Asunción: Paraguay ist ein gutes Beispiel was bei Euro Kursschwankungen außerhalb der EU passiert. Die Einwohner Europas hören und lesen viele negative Nachrichten jedoch spüren sie derzeit nicht so den schwachen Euro, wie die Personen die im außereuropäischen Ausland leben.

Die Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise hat die Gemeinschaftswährung zuletzt unter Druck gebracht und den Eurokurs fallen lassen. Am vergangenen Montag wurde ein neues 15 Monatstief erreicht. Wer profitiert von dem schwächeren Euro? Nicht alle in Paraguay lebenden Europäer haben durch den veränderten Kurs Nachteile erlitten.

Ist ihr Geld in Guaranies oder US-Dollar angelegt wirkt sich das in Zeiten eines schwachen Euro positiv aus. Sind sie Geldempfänger aus Europa dann hat es negative Folgen, zu den allgemein angestiegenen Preisen in allen Bereichen.

Die Anzahl der europäischen Urlauber im außereuropäischen Ausland dürfte in diesen Zeiten ebenso wenig steigen, da nur ein starker Euro einen guten Tauschkurs verspricht.

Die Einziger Nutznießer dieser Situation sind Rückwanderer, die sich ihre Guaraní Geldeinlagen auszahlen lassen. Sie erhalten neben ihren über 10% Zinsen noch rund 30% durch den Eurokursverfall.

(Wochenblatt)

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9 Kommentare zu “Der Euro im außereuropäischen Ausland
  1. Thomas schrieb am :

    Dem US-Hyperkapitalismus wurde der Euro auf dem Wege zur Weltherrschaft unbequemer. Also muss er weg. Deshalb sind alle Rettungsschirme und sogar die generationenlange Verknechtung des deutschen Steuerzahlers zugunsten unvernünftig handelnder und unsinnig “wirtschaftender” Südstaaten der EU sinnlos, zwar nicht für das Hyperkapital, aber für die angebliche Rettung des Deutschland von Frankreich aufgezwungenen Euros. Die gesamte Weltwirtschaft hängt am US-Dollar. So sind ca 90 Prozent der Devisenreserven der Europäischen Zentralbank US-Dollars. Ghadaffi und Saddam Hussein hatten keine Lust mehr, sich dem US-Dollar-Diktat zu unterwerfen und bekamen dies zu spüren, im wahrsten Sinne des Wortes. Die monetäre Halsstarrigkeit ist eines der Hauptgründe, warum der Iran auf der Abschußliste der US-Imperialisten und ihrer Mitläufer steht, allen voran Großbritanniens. Die USA und das damit eng verflochtene Großbritannien sind ausserordentlich stark verschuldet. Trotzdem sind ihre Währungen gegenüber dem Euro stark. Hier haben wir den indirekten Beweis dafür, dass alles insziniert ist, ermöglicht und erleichtert durch unvernünftiges Wirtschaften etlicher Länder wie Griechenland, das die enormen Zuwendungen der EU dazu nutzte,sich phantastische Gehaltserhöhungen für unproduktives Personal sowie Renten zu genehmigen, anstatt die Wirtschaft anzukurbeln, die Infrastruktur auszubauen usw. Kriminell, wenn die meinungsmachenden Medien der Länder, die geliehenes Geld verprassen auch noch frech werden und verlangen, dass Frau Merkel eingesperrt werden soll, wenn Deutschland weiteres Geld nur mit Auflagen verbunden hergeben will, obwohl jeder weiß, dass diese Auflagen und Versprechungen kaum eingehalten werden, wie gerade Griechenland wieder beweist. Deutsche Politiker, die das eigene Land mit Hinweis auf die Vergangenheit weiter in den Schuldensumpf und Knechtschaft treiben wollen, kann ich nur als Landesverräter und Volksbetrüger verachten.

    • 9mm schrieb am :

      Hallo Thomas,

      man sieht du denkst über das Zeitgeschehen etwas nach.
      Dazu passend möchte ich dir folgendes Zitat von Herrn Schäuble als Gedankenfutter servieren.

      Wolfgang Schäuble: “Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.”

      @Michael64
      Zu bedenken gebe ich, daß ohne die Rettungsschirme viele Banken wie zB die Deutsche Bank ihre Forderungen gegen Griechenland/Irland/Portugal etc. hätten abschreiben müssen und dann sind sie mausetot.

      Da die Deutsche Bank allein aber schon so riesig ist, daß sie eigentlich nicht rettbar ist (societe general oder unicredits und andere ebenfalls), kann man die Möglichkeit nicht ausschließen, daß ohne die ständigen Rettungspakete es vielleicht gar keine Rente nach Paraguay mehr gäbe. Schon mal in die Richtung nachgedacht?

  2. Ramon schrieb am :

    Es ist immer empfehlenswert lokale Einnahmen zu erzielen um seinen Lebensstandard im Lande wenigstens teilweise bestreiten zu koennen. Bei einem Zusammenbruch des Euros kann es leicht wieder zu Devisenbewirtschaftung kommen, wie ebenso bei Schwierigkeiten im Lande des ausser – europaeischen Wohnsitzes. Wenn auch in PY weniger Gefahren bestehen werden die Rentner in Argentinien
    ihre Ueberweisungen in lokaler Waehrung zum offiziellen Devisenkurs abgerechnet, der natuerlich wesentlich unguenstiger ist.

  3. Michael64 schrieb am :

    Sehe den Sinn bzw. Informationsgehalt dieses Artikels nicht ganz.
    Wechselkurse schwanken, das ist ja nichts neues.
    Und was genau wirkt sich für einen in Paraguay lebenden Europäer positiv aus, der sein Geld in Guarani angelegt hat? Dem ist doch der Wechselkurs völlig egal, ob der Euro nun steigt oder fällt, er hat doch gar keine Euros und braucht auch keine !??
    Und wer Geld aus Europa in EUR empfängt, tut das hoffentlich auf ein EUR-Konto und hat genug Reserven, um Wechselkursschwankungen auszugleichen und wieder etwas zu warten bis der Euro wieder steigt (wie z.B. heute).
    Wer das vor seiner Auswanderung nicht einkalkuliert hat, dass sich der Wechselkurs ständig ändert, hat da einen Fehler gemacht.

    Natürlich ist es gerade für die deutschen Auswanderer die Rente o.ä. beziehen zur Zeit nicht so eine angenehme Situation, aber das lässt sich ja nun nicht ändern und man darf sich bei der Politik für ihre ganzen Rettungsschirme für die Banken bedanken…

  4. Walter Rene schrieb am :

    Die USA haben eine gigantische Staatsverschuldung von 104 % des BIP, während die EU inklusive der verschuldeten Südstaaten Greece, Spain, Portugal, Italy eine Gesamtverschuldung von 87 Percent haben.
    Die USA haben zur Zeit rund 16 Billionen US-Dollar schulden. Der US-Dollar ist klar überbewertet. Die amerikanischen Ratingagenturen, lenken die Aufmerksamkeit auf Europa um von der Schuldenentwicklung der USA abzulenken. Angela Merkl ist mit ihrem Konsolidierungskurs auf dem richtigen Weg, um die Verschuldung der EU in den Griff zu bekommen. Margret Tatcher ist ein Beispiel, daß London damals durch deren Sparpolitik profitiert hat.

  5. Gamsbart schrieb am :

    passiert genau das was ich schon vor 20 Jahren vorhergesagt habe, deswegen bin ich auch schon seit 14 Jahren hier und habe mein Geld schoen in Guarani!!! Neueinwanderer der letzten Jahre roecheln jetzt, haetten aber mal schoen auf die Ratschlaege anderer hoeren sollen und zu guten Wechselkursen ihre ganzen Euros hertransferieren sollen und in Guarani wechseln. Aber die meisten geben ja von sich das sie dem Guarani und Paraguay nicht trauen…… ha ha ha – der Guarani ist seit Jahrzehnten einer der stabilsten Waehrungen und das Wirtschaftswachstum von Paraguay pro Jahr ist hoeher als das von Deutschland in 10 Jahren!!! So wem kann man dann also nicht trauen?????? Jetzt muessen diese Schlaumeier eben damit leben das Merkel & co. pleite gehen wird, die anderen sinds ja schon zum groessten Teil und der euro weiterhin steil nach unten faehrt……..

  6. Asuncion45 schrieb am :

    bei der Dikussion ist außer acht geblieben, daß die Stanley Morgan Bank (Rothschild läßt grüßen!) den Griechen durch verdeckte Kredite in den Euro “geholfen” hat, damit durch Entzug dieser Kredite zum gegeben Zeitpunkt der Euro gekippt und dabei viele Milliarden verdient werden. Immerhin sollte man bedenken, daß das gesamte Geld der sogennanten Rettungsschirme nicht den verschuldeten Ländern und ihren Bevölkerungen sondern deren Banken überwiesen wird. Diese Banken gehören aber alle den gleichen angloamerikanischen Hochfinanzfamilien, die damit die Welt beherrschen. Wie es hätte richtig gemacht werden müssen, kann man am Beispiel Islands ablesen. Die haben die ausgesaugten Banken bankrott gehen lassen, die Schulden der Bevölkerung beglichen und nun Sonderfahnder eingesetzt, um die Bänker aufstöbern, die für diese Schuldenkrise verantwortlich sind und sie anschließend ins Gefängnis zu setzen. Einer der Akteure sitzt bereits für 5 Jahre.

  7. Michael64 schrieb am :

    @9mm
    Ja, die ganzen Rettungsmilliarden waren selbstverständlich völlig alternativlos, wie Merkel immer sagte, weil sonst wäre ja alles zusammengebrochen…
    Sorry aber das ist einfach Quatsch!
    Anstatt die Banken zu retten, hätte man auch einfach die Gläubiger der Banken retten können. Anstatt riesige Banken weiter wachsen zu lassen wie in den letzten Jahren passiert, hätte man sie in verschiedene Bereiche zerschlagen können, und wenn dann z.B. ein kleiner Teil wie die Investmentsparte pleite geht, hat das keinen grossen Einfluss mehr auf die restliche Wirtschaft.
    Man könnte auch z.B. auf die Idee kommen und die Zockerei mit den Finanzwetten untersagen können, auch das ist nicht passiert.
    Es gab genug Lösungsmöglichkeiten, die keinen Zusammenbruch verursacht hätten und zudem deutlich billiger für die Steuerzahler gewesen wären, aber da hat man ja nichtmal drüber nachgedacht. Selbst jetzt, vor 2 Wochen, hat der Bundestag wieder in einer Sondersitzung entschieden, Spanien 100 Milliarden für ihre Banken zu geben (30 von D), weil sie so hohe Abschreibungen auf ihre Immobilien vornehmen müssen. Wozu bitte das ganze? Man hätte auch einfach die Kredite der Hauskäufer auflösen und teilerfüllen können, das hätte weniger gekostet, niemand wär zwangsvollstreckt worden, aber dafür hätten die Banken natürlich keine Zinsen mehr kassiert und tausende Menschen in der Bevölkerung hätten einen Vorteil gehabt, anstatt eine handvoll Grossbanken, und sowas darf natürlich nicht sein…

    Griechenland wird zu Tode gespart, weil man sie auf keinen Fall aus dem Euro lassen will – nicht weil wir ja so hilfsbereit sind und den “guten” Freunden helfen wollen, nein weil die Banken weiterhin dicke Zinsgewinne einstreichen müssen und vor allem Griechenland mit einer Rückkehr zur eigenen Währung die sie abwerten können ganz schnell aus der Wirtschaftskrise rauskommen würde und in ein paar Jahren wieder gut dastehen würden – eine Horrorvision für die EU, denn wenn so ein Vorbild Schule macht, würden natürlich auch andere Südstaaten austreten.

    Es gab viele Lösungen, es gibt immer noch einige, aber alternativlos fliesst das Geld nur noch in eine Richtung…Milliarden jede Woche, aber nur an die Banken, glaubt jemand das spanische Volk würde sich über die “Rettungsschirme” freuen? Oder das griechische? Definitiv nicht, denn unten kommt nicht 1 Cent an !

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