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Der Preis für betrunkenes Fahren

Asunción: Wer trinken kann, kann auch zahlen! So scheint es zumindest bei der Straßenpolizei Paraguays. Da die Situation nicht mehr anders in den Griff zu bekommen ist, scheint diese Methode nicht ganz sinnlos. So manchem mag sie schon vor dem Tod gerettet haben. Was für wenig Geld gekauft werden kann, wird teuer wenn kein Chauffeur angeheuert wurde.

Die Straßenpolizei hat eine Skala, die den Alkoholgrad mit einem Strafbetrag gleichsetzt. Wenn die Höchstgrenze überschritten wird gibt die Polizei das Delikt an das Öffentlichkeitsministerium (eine Mischung aus Landratsamt und Staatsanwaltschaft) ab. Folgende sind die aktuellen Sätze:

Ein Alkoholgehalt von 0,001 bis 0,20 mg pro Liter Atem kostet mindestens 10 Tagessätze, was 441.870 Guaranies sind.

Ein Alkoholgehalt von 0,21 bis 0,80 mg pro Liter Atem kostet mindestens 15 Tagessätze, was 812.000 Guaranies sind.

Ein Alkoholgehalt ab 0,81 mg pro Liter Atem kostet mindestens 20 Tagessätze, was 1.083.000 Guaranies sind.

Es wird darauf hingewiesen, dass wenn man bei einem Alkoholtest durchfällt das Auto des Fahrers stehenbleibt. Dem Verkehrssünder werden hierzulande fünf Tage gegeben, um die Strafe zu zahlen oder Einspruch einzulegen. Danach kann das Fahrzeug abgeholt werden.

Erklärung:

Mit einem handlichen Alcotest-Gerät, welches bei polizeilichen Kontrollen oder bei Unfallaufnahmen in der Regel auf der Straße eingesetzt wird und in welches man hineinpustet, kann ermittelt werden, welche Alkoholkonzentration der Betroffene im Körper hat. Als Maßeinheit dient die Alkoholmenge in Milligramm pro Liter Atemluft (mg/l). Dabei entsprechen z. B. 1,0 mg/l Atemalkoholkonzentration 2,1 mg/g Blutalkoholkonzentration (= 2,1 Promille). Der genaue Alkoholgehalt − sollte er zu hoch sein − wird dann auf der Polizeistation entweder mit einem weitaus aufwändigeren Atemalkoholmessgerät oder von einem Arzt durch eine Blutalkoholmessung (mit einer geringen Blutabnahme bei dem Betroffenen) festgestellt.

(Wochenblatt / Wikipedia)

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Ein Kommentar zu “Der Preis für betrunkenes Fahren
  1. Miguel schrieb am :

    Bei allem Wohlwollen ,aber man sollte die Kontrollen nicht nur auf Alkohol beschränken.

    Unbedingt sollte auch auf Drogen – Haschisch – Marihuana – Crack – uns so weiter kontrolliert werden und auch entsprechend hoch sanktioniert werden.

    Ganz sicher werden prozentual mehr Drogenvergehen auffallen als Alkoholvergehen.

    Ich schätze den Drogenmißbrauch weit gefährlicher ein als den Alkoholmißbrauch im Straßenverkehr.
    ” Ein Alkoholsünder hat immer noch einen Rest an Reaktionsvermögen aber Drogenkonsumenten sind einfach zu, die merken ja noch nicht einmal wenn es gekracht hat !”

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