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Dokumentarfilm “Raising Resistance” zeigt Situation von Campesinos in Paraguay auf

Asunción: Wenn Geronimo, ein paraguayischer Kleinbauer auf seinem Stück Land sich umblickt, sieht er nichts weiter als Sojaanpflanzungen. Die Pflanzen, gentechnisch verändert, können nur dann wachsen, wenn andere Pflanzen durch die Pesitizide vernichtet werden. Die Anbauflächen nehmen Jahr für Jahr zu. Gentechnisch verändertes Soja kann nur durch die Vernichtung aller anderen Pflanzen wachsen. Die Regierung, die zumindest kleine Steuern erhebt erfreut sich an der ausländischen Investition, die allerdings auch Schattenseiten mit sich bringen. Die Bauern müssen sich selbst helfen.

Der Film “Raising Resistance” – “Erhöhter Widerstand”, produziert von Bettina Borgfeld und David Bernet erzählt vom Kampf der Kleinbauern Paraguays gegen die immer größer werdende Übermacht. Dabei werden die Konsequenzen und Folgen des Sojaanbaus auf die Zivilisation aufgezeigt. Ein getroffenes Werk was die Verdrängung von Menschen, Pflanzen und Kulturen passend und zeitgemäß wiedergibt.

Am heutigen Abend feierte der Dokumentarfilm seine Berlin-Premiere im Kino der Hackeschen Höfe. Nach dem Film laden der Hauptdarsteller Geronimo Arevalos sowie Harald Ebner, Mitglied des Bundestages (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) zu einer Diskussion ein.

(Wochenblatt / www.hoefekino.de / www.raising-resistance.com )

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16 Kommentare zu “Dokumentarfilm “Raising Resistance” zeigt Situation von Campesinos in Paraguay auf
  1. Thomas schrieb am :

    Gentechnisch manipulierte Pflanzen machen abhaengig von einem einzigen Saatgutlieferanten, der Firma Monsanto. Klar, dass dies fuer die Welternaehrung sehr gefaehrlich ist. Das Saatgut ist in der Regel viel zu teuer. In Indien und anderen asiatischen Laendern haben sich deswegen bereits viele hundert Bauern das Leben genommen.

    • Christian schrieb am :

      @Thomas Monsanto ist nicht der einzige Saatgutlieferant von Gentechnisch modifizierten Pflanzen !
      Wie dies in Asien ist , mit der Preisskala kann ich nicht beurteilen , aber in Suedamerika kostet Gensaatgut , Soja , Maiz , Baumwolle genau soviel wie anderes Saatgut !

      • Thomas schrieb am :

        In Indien und sonstwo haben sich die Bauern frueher das Saatgut selbst gezogen. Das geht jett nicht mehr. Ich habe vier jahre in Indien gelebt und viele jahre in anderen asiatischen laendern.

        • Christian schrieb am :

          @Thomas
          Hallo , warum ist die eigene Saatgutvermehrung in Indien nicht moeglich ? Um was fuer Pflanzen handelt es sich dort ?
          Die Vermehrung von Saatgut ist hier ohne Probleme moeglich (Soja) , bei Maiz theoretisch auch , das macht aber ja bei Hybridsaat aber auch keiner .
          Bei Baumwolle halte ich die Saatgutvermehrung fuer sehr arbeitsaufwendig .

  2. Hans schrieb am :

    Das Problem ist nicht nur die Genmanipulierten Samen , viel schlimmer ist das Weltweite Samenmonopol wo seit 2004 in Kraft ist. Erst dieses Samenmonopol ermoeglicht Monsanto Weltweit Samenproduzenten aufzukaufen und die Genmanipulierten Samen mit grossem Gewinn zu verkaufen.
    Uebrigens wussten Sie dass Deutschland das erste Land auf der Welt war wo im ersten Jahr vom Samenmonopol schon ueber 200 Landwirte mit hohen Geldstraffen belegte weil sie eigener Samen ohne Deklaration weglegten?
    Heute gehoert jeder Samen ob es sich um Salat, Gurken oder Soja handelt demjenigen wo das Monopol in der Hand hat und nicht mehr dem Gaertner oder Landwirt, soweit sind wir heute!!!

    • Christian schrieb am :

      @Hans
      Saatgut selbst nehmen ist in BRD schon immer kostenpflichtig gewesen , ab einer bestimmten groesse der Betriebe ! Bei kleinen Betrieben wurde dies meist nur nicht geahndet ! Schon in den 60 Jahren mussten meine Eltern/Grosseltern fuer die eigenen Saatkartoffeln Abgaben zahlen ! Deshalb haben sie dann auch nur noch selten selbst Saatgut gemacht ! Ausser bei speziellen Sorten , die es nicht mehr im Handel gab , oder deren Patent abgelaufen war .

      • Skorpi schrieb am :

        Patent auf Saatgut abgelaufen? Krass. Dachte immer, dass Gott diese Patent habe!
        Man nehme zwei Äpfelbäume und ein Bienenstock und schon lasse man den neuen Baum patentieren.
        Man merkt, ich komme nicht vom Fach, aber krass finde ich die Gier nach Geld und Macht. Und essen werden auch die nächsten Generationen müssen. Gott wollte keinen Cent dafür, die Kirche nur eine kleine Spende, aber die neuen Götter an der Wall Street sind da nicht so bescheiden.

        • Christian schrieb am :

          @Skorpi
          Na ! Das die Arbeit entlohnt wird , halte ich fuer richtig ! Denn die Sucht von Saatgut ist ein sehr teures und langwieriges Verfahren ! Denn die von “Gott” entstandenen Urpflanzen , werden schon Jahrhunderte nicht mehr in der LDW benutzt !

  3. Asuncion45 schrieb am :

    Diese Entwickliung ist für Welternährung ein Desaster. Wenige Hersteller von Saatgut bestimmen künftig, wer zu essen haben wird und wer verhungern darf.
    Mit dem genmanipulierten Samen verkauft Monsanto das Pestizid Roundup. Die Nahrungsmittel und Roundup führen zu einer Zerstörung des menschlichen Erbgutes (DNA), verursachen das Non-Hodkins Lymphom (=malignes Lymphom), zerstören das hormonale Gleichgewicht bei Kindern, verringern das Testosteron, endokrine Unterbrechung und führen zu Leberkrebs, Meningitis, Unfruchtbarkeit, Hautkrebs sowie Nierenschädigung. Außerdem haben Langzeitversuche gezeigt, daß die Ernteerträge geringer ausfallen als bei herkömmlichem Saatgut. Es würde der paraguayischen Regierung gut anstehen, wenn sie ihr Verbot des Anbaus von genmanipuliertem Saatgut endlich in die Realität umsetzte. Sie würde der Zukunft der Menschen dieses und anderer Länder einen großen Gefallen tun.

  4. David Bernet schrieb am :

    Es geht nicht um Gentech oder Nicht-Gentech. Vielmehr um eine konfliktreiche wirtschaftliche und technische Entwicklung, wie sie in vielen Agrarstaaten auf dem ganzen Planeten stattfindet.
    In der Frage, was gut und was schlecht ist, was richtig, was falsch, treffen immer unterschiedliche Wahrheiten und Rationalitäten aufeinander – deren Zusammenstoss zeigen wir in diesem Film.
    David Bernet, Regisseur

  5. Skorpi schrieb am :

    Wozu der Mist, es gäbe ja genug Nahrungsmittel für alle auf der Welt. Nur, in St. Moritz frisst die Dekadenz eben für drei.

  6. sukowsky schrieb am :

    ———Gentechnik Fluch oder Segen————-
    Die Saatgutvermehrung in Deutschland ist schon Jahrhundertjahre alt und begann mit den Händlern, die sich dann spezialisierten und schließlich zu Saatzuchtgesellschaften wurden. Mit der Zeit entstanden gesetzliche Verordnungen, wie die Vermehrung zu entstehen ¬hatten z. B. zertifiziertes Saatgut.
    Dabei wurden die verschiedenen ¬Pflanzensorten geschützt d. h. man durfte keinen eigenen Nachbau betreiben. Auf Deutsch gesagt von der eigenen Ernte durfte man für die nächste Saat nichts einbehalten. Der Landwirt war gehalten bestimmtes zertifiziertes Saatgut zu kaufen und hatte so die Gewissheit, dass sein Saatgut ohne Krankheitsbefall war. Mit der Zeit wurden die Züchtungen auf Ertrag, Krankheitsresistenz, Wachstumsdauer, Geschmack usw. gezüchtet.

    Heute ist die wissenschaftliche Forschung so weit gediehen, dass man mit der Manipulierung der pflanzlichen Gene, d. h. die ursprüngliche Eigenschaften der Pflanze wurden verändert und das hat Einfluss auf sämtliche Lebewesen in der Umwelt bis hin zum Menschen. Eine kaum sichtbare stetige Veränderung zum Guten oder Schlechten.

    Monsanto ist hier Marktführer und lässt sich seine Forschungsergebnisse weltweit patentieren bis hin zu wild wachsenden Pflanzen in den tiefsten Urwäldern überall auf der Erde. Eine gefährliche Entwicklung. Solange Geld gekoppelt ist an Macht oder umgekehrt fließt es dahin wie der Rió Paraná in den Rió de la Plata mündet.

    Möglicherweise durch Genmanipulierung kann bei Verdoppelung, bis hin zur Verdreifachung der Weltbevölkerung die Ernährung der Menschen sicher gestellt werden. Heute Genmanipulation ein Fluch, Morgen ein Segen? ■

    • Christian schrieb am :

      Heute Genmanipulation ein Fluch, Morgen ein Segen?

      Weder Fluch , noch Segen ! Ich denke , man sollte es als Option sehen !!

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