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Drei Richter kündigen Stunden bevor sie entlassen wurden wegen zweifelhafter Entscheidung

Asunción: Obwohl drei Richter sechs Drogendealer vor Monaten freigelassen haben wegen angeblichen Verfahrensfehlern, wurde erst jetzt der Druck so hoch für die Rechtschaffenden zu kündigen, Stunden bevor der Gerichtshof sich von ihnen trennen wollte. Ihre Akten wurden nun der Staatsanwaltschaft übergeben, womit die Ermittlung erst richtig in Fahrt kommt.

Der Rat der Magistrate entschied in einer außerordentlichen Sitzung sich von den drei Richtern María Doddy Báez, Silvio Reyes und Enrique Alfonso Gastó zu trennen.

Die Drei haben schon am Morgen des gestrigen Tages Wind von der Sache bekommen und kündigten, um ihr Gesicht zu wahren.

Schlussendlich wurden sie wegen schlechter Ausübung ihrer Arbeit aus dem Amt entfernt, alle Mitglieder stimmten dafür. Eine ähnliche Entscheidung gab es zuvor noch nie.

Der Staatsanwalt César Quintana bat schon seit längerem, eine Untersuchung gegen die drei verdächtigen Richter einzuleiten.

Vom Dienst wurden damals auch die Staatsanwälte Jorge Noguera und Javier Ibarra freigestellt, weil sie die Verhafteten ohne Übersetzer befragt hätten und somit für die besagten Verfahrensfehler zuständig waren. Obwohl Ibarra die Strafe über sich ergehen liess, kam im Gerichtsprozess heraus, dass die Brasilianer des Spanischen mächtig sind und somit kein Übersetzer notwendig gewesen wäre.

All dies begann mit der Beschlagnahmung von 117 kg Kokain in der Estancia „Cuatro Filhos“ in Yby Yaú, Eigentum des Drogenschmugglers Jarvis Chimenes Pavão, Vater des mittlerweile Freigelassenen José Martínez Mendi Pavão.

Am vergangenen 14. September ließen die drei Richter Mendi Pavão, Rafael Novaes Chimenes, Bonifacio Coronel, Clemente Benítez, Mariano Pérez und Manuel López frei und beschuldigten die Anti-Drogen Staatsanwälte einer schlechten Handlungsweise bei der Befragung.

Somit spazierte der Sohn des größten Drogendealers von ganz Brasilien trotz eines Drogenbesitzes von 117 kg frei aus dem Gerichtssaal und war binnen Stunden wieder in Brasilien untergetaucht.

(Wochenblatt / Abc)

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