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Eine Revolution im Ybytyruzú

Colonia Independencia: Das Naturreservat des Ybytyruzú, welches in den letzten 12 Jahren schrecklich abgeforstet wurde, hat begonnen sich wieder zu erholen, nachdem ansässige Bewohner die „Lunge Guairás“ wiederaufforsten.

Der Naturpark Ybytyruzú, etwa 20 km von der Stadt Villarrica entfernt gelegen, wird von seinen Einwohnern wieder aufgeforstet, welche mit eigenen Pflanzen der Natur zu dem altbekannten Pflanzenreichtum verhalfen wollen.

Der große Reichtum von Fauna und Flora in diesem Teil des Landes wurde stark reduziert während der letzten 12 Jahre. Von 30.000 Hektar blieben noch ungefähr 24.000.

Der Hauptgrund dafür ist die illegale Abholzung ohne jegliche Kontrolle, womit sich eine Geld verdienen lässt und welche viele Komplizen im ganzen Land hat.

Laut der Aussage eines Zeugen werden die dicken Stämme aus dem Wald gezogen um Holzkohle herzustellen, welche bis nach Deutschland exportiert wird. Somit sind unter anderem auch Deutsche mit ihrer Nachfrage an der Abholzung in Guairá schuld.

Durch diese Realität haben die eigenen Einwohner die Vereinigung „Ökoverein des Ybytyruzú“ gegründet und im Stillen damit begonnen die betroffenen Zonen zu bepflanzen.

Francisco Benítez, Einwohner von Itá Azul und Vizepräsident der „Asociación Ecológica del Ybytyruzú“, informierte die Tageszeitung Abc darüber, dass die Flüsse und Bäche das Fehlen der Bäume bemerken und stetig mehr austrocknen, was zur Verkümmerung anderer Pflanzen führt.

Befragt wer denn die Verantwortlichen für die Abholzung seien, versicherte Benítez: “Die großen Produzenten sind die, die am meisten zerstören und nicht wiederaufforsten. Zum Beispiel der Bach Joveré ist einer der Wasserwege, der am meisten unter der Abholzung leidet weshalb mit seiner Vertrocknung im nächsten Jahr zu rechnen ist, informierte er.

Am letzten Wochenende schenkte die Organisation “Refopa“ eine Ladung Baumsetzlinge nativer Spezies und einige Exoten um die Arbeit der Einwohner zu unterstützen. An der Einweihung nahm auch der Minister für Umwelt, Oscar Rivas, teil, welcher das Verhalten der Bürger in den höchsten Tönen lobte.

Schwieriger Zugang in die Zone

Francisco Silvero, Präsident der ökologischen Vereinigung des Ybytyruzú signalisierte gegenüber Abc, dass den Bauern der Zone es an besseren Wegen oder großen Lkws fehlt, um ihre angepflanzten Produkte verkaufen zu können. „Wir bitten nur um Lkws“ sagte Silvero auf die Frage, wie die Regierung helfen könne.

Diese Initiativen der Einwohner lassen hoffen, dass es mehrere kleine Helden mit großen Herzen gibt, die einen Luxusartikel besitzen, ein Gewissen.

(Wochenblatt / Abc / Fotos: Jan Päßler)

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