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EPP meldet sich mit Brandanschlag in Kurusu de Hierro zurück

Kurusu de Hierro: Vier militante Kämpfer der selbsternannten Paraguayischen Volksarmee attackierten gestern Abend die Estancia „Ypotí“ in Kurusu de Hierro, San Pedro und nahmen dabei Geiseln mehrerer Familien, unter ihnen Kinder. Die Eindringlinge forderten, dass die Abholzung der Bäume in der Zone ein Ende findet und das Lebensmittel im Wert von 10.000 US-Dollar an mindestens zwei Indianergemeinden verteilt wird. Danach brannten die die Estancia nieder und erschossen diverse Tiere.

Etwa gegen 18.30 Uhr begann der Überfall der sich etwa 1 km vom Stadtkern ereignete. Bis zum nächsten Polizeikommissariat sind es rund 10 km.

Die Estancia gehört dem Deutschbrasilianer Mauricio Möller und wird von dem Paraguayer Silvio Ayala administriert.

Die Angreifer waren alle in typischer EPP Manier mit Uniformen aus dem militärischen Bereich gekleidet sowie stark mit Gewehren und Schrotflinten. Obwohl die Geiseln gut behandelt wurden mussten sie sich viele Vorträge über die EPP Ideologie anhören. Später wurde einem der Angestellten ein Schreiben der Gruppe ausgehändigt worin gewarnt wird vor Schäden die sie der Natur antun und den Folgen wenn sie nicht die Forderungen erfüllen.

Ähnliche Forderungen stellten die Terroristen schon bei der Attacke auf die Estancia “Amanda” in Paso Barreto, am 13. Juli 2011.

Die Lebensmittel sollen genau in den Indianergemeinden (Nueva Fortuna, Paso Itá) verteilt werden wo Mitglieder der EPP, wenn auch nur aus dem logistischen Flügel, beheimatet sind.

Die Uniformierten gaben den Administratoren acht Tage Zeit die Forderungen in die Tat umzusetzen. Danach mussten alle das Haus verlassen welches daraufhin angezündet wurde. Zwei auf dem Grundstück befindliche Motorräder wurden ebenso angezündet um eine Verfolgung zu unterbinden.

Vor ihrer Flucht erschossen sie einige Kühe. Auf ihrer Flucht zurück in die Berge von San Pedro verminten sie mit Granaten den Weg.

Die Attacke auf die Estancia war der achte Schlag der terroristischen gruppe in der Zone.

(Wochenblatt / Abc)


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12 Kommentare zu “EPP meldet sich mit Brandanschlag in Kurusu de Hierro zurück
  1. Beobachter schrieb am :

    Ich glaube ich bin im falschen Land aufgewacht. Sind wir jetzt in Afrika oder wo?

    Heute brennen sie die Estancia nieder und morgen werden die Besitzer auch gleich dabei erschossen!

    Leute, in welchem Land leben wir?

    • 9mm schrieb am :

      Was schreibe ich immer, lest ein paar meiner postings und dann fragt euch: “Ist 9mm wirklich so ein Extremist, oder bloß Realist?”

      Solange die Überfälle so problemlos funktionieren, werden die weitermachen. Hätten sie 1-2 Mann verloren pro Überfall, weil die Leute bewaffnet und geistig abwehrbereit sind, dann gäbe es bereits keine EPP mehr.

      • Torsten schrieb am :

        Hallo 9mm .
        Du hast in allem Recht .
        Ein Junkie versuchte es mit einem Messer.
        Ich hielt ihm meine Pistole unter die Nase .
        Als der Sicherungshebel klickte gab er Fersengeld .

        • sukowsky schrieb am :

          ———-Aber wenn der andere schneller zieht!————
          Denke mal die Verteidigung mit einer Schusswaffe, muss jeden Tag bis zur Vergasung geübt werden. Es ist so wie beim Fallschirmspringen man muss instinktiv wissen, wo die Reißleine sitzt. Sitzt die Waffe nicht am Körper, ist es meistens zu spät zur Gegenwehr.
          Nicht daran zu denken die Scherereien mit den Justizbehörden.
          Die Hinterbliebenen, mit einem cleveren Rechtsanwalt, wollen möglicherweise viel Geld sehen.
          Es ist wohl ­besser die Knete auszuhändigen. Kommt meistens billiger und ist viel weniger nervenaufreibend.

  2. wc_ente schrieb am :

    und was lernen wir daraus ??? ein strössner fehlt hier.

    früher wurde gesagt…in paraquay passiert dir nichts, ein ruhiges land…und heute ????

  3. Jon Donson schrieb am :

    Kontrollorgane fehlen, welche die Einhaltung der Gesetze, die Politiker und Beamten kontrollieren, die Polizei ist dafür nicht geeignet. Die Gesetze sind vorhanden in Paraguay, doch niemand muss sich daran halten weil niemand die Einhaltung kontrolliert.
    Sind die Indianergemeinden (Nueva Fortuna, Paso Itá) den nicht selbst fähig sich einen Acker zu bestellen und ein paar Rinder zu züchten?

  4. sukowsky schrieb am :

    ————-Jaco sagt Soko Weichei zu Soko————–
    Mein lieber Jaco, sie haben es nicht ernst gemeint mit dem Weichei. Wenn sie, wie ich, im Einsatz in Afghanistan war, würden sie anders schwätzen. Weiß wohl wie es ist von Afghanen beschossen zu werden, da ist so ein kleiner Krimineller in Paraguay eine wahre Erholung.
    Sage trotzdem mit ihren Tauro oder wie das Ding heißt, fallen sie eines Tages auf die Schnauze, meinen sie nicht auch?

    • Torsten schrieb am :

      Suko . Ich kannte einen sogenannten Afghanistan Kämpfer .
      Er erzählte viele Geschichten . Theoretisch war er Spitze . Er erzählte von seiner guten Abschussquote usw.
      Er war der Grösste . Es sei ganz einfach gewesen, diese unvorsichtigen Leute abzuknipsen ..! Der Mann kam nach Paraguay . Kaufte sich ein Haus in Caacupe . Als der Klausi eines schönen Abend mit seiner Freundin beim Essen sass ging das Licht aus . Da begab sich der grosse
      Bundeswehr Sniper zum Sicherungskasten am Tor und wurde
      …. abgeknipst .
      Fazit : Keine faulen Geschichten erzählen .
      Der Mörder ist bekannt . Nur.. das interessiert in diesem Land niemanden . Er war ja nur ein Gringo !!

  5. Jon Donson schrieb am :

    Kampfsport zu betreiben ist extrem billig in Paraguay. Trage meine Waffe also immer bei mir. Einem Junkie mit Messer werde ich es ihm sonst wohin stecken.
    Was ist aber mit Frauen und älteren Menschen? Finde es richtig wenn diese eine Waffe besitzen, denn Muskelkraft und Technik reicht nicht aus.. Klagen von Hinterbliebenen eines Opfers können mich mal, denn niemand wird behaupten, dass ich grundlos angegriffen hätte und einen Taugenichts ausrauben wollte.. Eine Möglichkeit sich gegen Einbrüche während der Abwesenheit zu schützen wäre es einen ausgedienten PC gut versteckt mit Webcam am Laufen zu lassen und die Videos nach x Stunden zu überschreiben, grosser Datenspeicher vorausgesetzt.. Auch habe Sie die Möglichkeit eine Lichtschranke in Ihr Heim einzubauen, welche bei Aktivierung über ein GSM-Modem eine SMS an x Personen, zB. Nachbarn oder an Sie selbst versendet.. Bin grundsätzlich gegen Waffen, aber eine zu besitzen um sich nötigenfalls zu beschützen finde ich nicht unangebracht. Aber nur keine übertriebene Paranoia. Die allermeisten Paraguayer sind sehr hilfsbereit und freundlich, mehr als ich es von Europa her gewohnt bin.

  6. sukowsky schrieb am :

    —-Torsten, da haben sie etwas falsch verstanden—–
    Afghanistan muss man nicht immer in Verbindung bringen mit der Bundeswehr. Bin kein kein Soldat gewesen, Gott sei Dank! War im Einsatz von landw. Projekten als Ingenieur und auf Reisen durchs Land war es eben mulmig, bleigefährlich (habe noch heute Alpträume). Übrigens bei uns war das Waffentragen verboten!
    In Paraguay ist ja bekanntlich Schweigen Gold und nicht groß auffallen und vor allem fernhalten von zwielichtigen Damen. Meinen sie nicht auch? Paraguay ist für mich schon eine Erholung. Zumindest kann ich ruhig schlafen und brauche keinen Taurus Revolver als Beruhigungsmittel.

    Halte mich an folgendes, “wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus” oder Ursache und Wirkung.

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