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Europaparlamentarier verschaffen sich einen ersten Eindruck

Asunción: Die Delegation von acht Abgeordneten des Europaparlaments befindet sich seit gestern in Paraguay. In der vergangenen Woche hörten sie, vorbereitend zur Reise, einen Vortrag von Mario Sandoval, EU-Botschafter Paraguays in Brüssel.

Bei dieser Gelegenheit sagte der Der EU-Generaldirektor für Entwicklung und Beziehungen zu afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten, Christian Leffler, „dass Paraguay mit der Suspendierung aus dem Mercosur in eine Situation der Mehrdeutigkeit abrutscht“, die vor Ort näher analysiert werden müsste, um zu wissen wie man damit umgehen kann.

Die Europäische Union möchte die Situation nur kritisch bewerten. Von Seiten der Staatengemeinschaft des alten Kontinents sind keinerlei Sanktionen zu erwarten.

Obwohl die Gruppe nur einen Beobachterstatus hat, erklärte die spanische Euroabgeordnete María Muñiz des sozialistischen Flügels bei dem vorab Treffen, „dass die paraguayische Situation eine grobe Zerstörung der Verfassungsordnung wäre“.

Ebenso denkt der Euroabgeordnete Jürgen Klute, dessen Besuch Paraguays in den bolivarischen Medien in Kuba und Venezuela viel Zuspruch findet. Er äußerte sich folgender Maßen zu dem Thema: „Die Legitimität und Anerkennung des Landes in der Region stehen auf dem Spiel“.

Beide Parlamentarier formen Teil der Gruppe die von dem spanischen Sozialist Luis Yáñez-Barnuevo geleitet wird. Dieser sagte im Vorfeld, dass keine weiteren Aussagen zur Paraguay Situation von der EU getätigt werden, bis der Endbericht der Beobachterreise vorliegt. Am kommenden Mittwoch reisen die acht Abgeordneten wieder nach Brüssel.

Bei dem Treffen der acht Entsandten mit dem paraguayischen Botschafter in Brüssel, erklärte Leffler, „dass die Aufnahme Venezuelas in den Mercosur eine Herausforderung für die EU darstellt. Mercosur ist ein Staatenblock mit großen Ambitionen. Venezuela wird auch auf diese Höhe kommen und sich vieler Sachen annehmen müssen“. Er fügte hinzu, „dass Venezuela einer der schwierigsten Partner in Bezug auf Wirtschaftsabkommen ist. Dem Karibikland fehlt es an Integrationspolitik“.

(Wochenblatt / Abc)

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6 Kommentare zu “Europaparlamentarier verschaffen sich einen ersten Eindruck
  1. Kopfschüttler schrieb am :

    Oh man, die sollen doch nach Hause fahren, vor ihrer eigenen Tür kehren und den “Saustall Europa” erst mal ausmisten ! Da haben sie genug zu tun, auf Jahre.
    Das sind für mich nur Wichtigtuer die von den tatsächlichen Problemen hier in Paraguay und Südamerika überhaupt keine Ahnung haben.

  2. Werner schrieb am :

    Die Europaparlamentarier interessieren sich für Paraguay
    in erster Linie deswegen,weil nach der Suspendierung und
    dem möglichen Ausscheiden des Landes aus dem Mercosur
    die Handeslabkommen EU-Mercosur für Paraguay nicht mehr
    gelten würden.
    Das diese Abgeordneten,wenn sie nicht schon früher
    mit Südamerka-Fragen befasst waren,sich vor ihrer
    Reise schlau gemacht haben,ist wohl sicher.
    Ob Europa,im Vergleich zu Paraguay ein Saustall ist,
    glaubt wohl nur jemand,der in Europa nicht klar
    gekommen ist und deswegen hier in Paraguay sitzt.
    Die Probleme die die Eurokrise bringt,sind verglichen
    mit denen Paraguays Luxus-Probleme.
    Also schön auf dem Teppich bleiben. Paraguay braucht
    mehr,als Europa Paraguay braucht !

    • Johannes schrieb am :

      Also das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Spaniens Banken bekommen zZ. 100 MILLIARDEN, weil sie es brauchen. Die UBS hat vor Jahren 68 MILLIARDEN Fränkli vom Staat geliehen bekommen (nebenbei, die Swissair war nicht so wichtig, wie die Banken und hat von Staate keinen Rappen bekommen und wurde an die Lufthansa verscherbelt. Konsequenzen für Verwaltungsrat: Freispruch. Der Steuerzahler hat die Gerichte und Schadenersätze bezahlt, ja so ist das im Schweizer Militär-, Wirtschafts- und Beamtenfilz). Wie viele MILLIARDEN hat Griechenland nun schon bekommen? Griechenland gehört doch zur EU oder? Wie viele Menschen stehen in Europa auf der Strasse und fristen noch dahin, bis sich sich suidizidieren dürfen? Psst, nicht den Medien verraten! Wie viel haben SIE verloren, wenn der Euro einmal fast 8.000 Guaranies war? Bin ja kein Deutscher, sondern Schweizer, und ich habe keine Nachrichtenlosen Judenkonten geschreddert, tralalalala, aber die EU ist ja schon etwas heruntergekommen. Na gut, ich gebe Ihnen Recht, mit Paraguay kann es nur aufwärts gehen (steht wirtschaftlich gesehen ziemlich am Schwanze Südamerikas).

  3. Frank schrieb am :

    Das sehe ich genauso. Die hätten nicht nur Jahre sondern jahrzente zu tun die Karre die sie so in den Dreck gefahren haben wieder raus zu holen . Aber das ist eeh unmöglich weil diese Freaks überhaupt keine Lust dazu haben.

  4. PETER schrieb am :

    aber genau die sollen erst mal sich um europa kümmern ,und nicht um paraguay ,aber ist ja super für die leute südamerika urlaub auf steuerkosten ,so kann man sein geld auch loswerden

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