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Fast jeder zweite Paraguayer bevorzugt eine Militärregierung mit autoritärem Charakter

Asunción: Paraguay ist nicht Europa, egal wie viele Europäer hierher kommen denn 48% aller Paraguayer hätten nichts gegen eine militärische Regierung mit autoritärem Charakter einzuwenden, informiert das „Latinobarómetro“ 2011.

Der internationale Organismus mit Hauptsitz in Santiago de Chile, führte eine Umfrage in 18 lateinamerikanischen Ländern durch, wo die Einwohner ihre Haltung gegenüber einem Militärregime zum Ausdruck bringen sollten.

Nur 52% der Befragten in Paraguay antworteten mit „unter keinen Umständen unterstützte ich ein militärisches Regime“. Damit wird Paraguay nur noch von Guatemala übertroffen.

In dem mittelamerikanischen Land mit Atlantik- und Pazifikzugang sind 60% für eine Militärregierung und nur 40% dagegen. Somit ist die Lage in diesem Land sehr bedenklich zu zerbrechlich, informiert die Auswertungskommission.

Paraguays Vergangenheit wurde ebenso von einer Militärregierung gehabt, die anscheindend schnell vergessen wurde. Unter Alfredo Stroessner der von 1954 – 1989 an der Macht war wurde das Land mehr als 3 Jahrzehnte mit eiserner Hand regiert.

Der Wunsch nach Demokratie geht laut der Umfrage in ganz Lateinamerika zurück. Die Demokratie wird jedes Mal mehr kritisiert aber auch gewünscht.

Winston Churchill, ehemaliger Premierminister Großbritanniens und Literatur Nobelpreisträger sagte einmal dazu: Es gibt Nachfrage nach mehr und besserer Demokratie.

Allerdings unterstrich Churchill auch: Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen. Oder: Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.

(Wochenblatt / La Nación)

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16 Kommentare zu “Fast jeder zweite Paraguayer bevorzugt eine Militärregierung mit autoritärem Charakter
  1. petra schrieb am :

    Das war ja nur eine Frage der Zeit.
    Ich habe noch nie so viele Menschen mit glänzenden Augen und ausschweifenden Erzählungen von Alfredo Stroessner sprechen hören, wie hier.
    Selbst die Europäer, die schon zu Stroessners Zeiten hier gelebt haben, sprechen mit glühenden Worten davon.
    Ich selber kann da leider nicht mitreden, aber bedenklich stimmt es mich doch.
    Was und warum reden die Menschen so? Irgend etwas muß besser für Sie gewesen sein.

    • BESSER SICHER NICHT, ABER ANDERS.MEINE FAMILIE HAT UNTER
      ALFREDO SEHR GELITTEN. SIE SAGEN NIE WIEDER.
      UND DAS ES IN EINER DIKTATUR , WENIGER VERBRECHEN GEGEBEN HAT, HALTE ICH FUER EIN GERUECHT.
      DIE PRESSE WURDE JA ZENSIERT, ES DRANG NICHTS NACH DRAUSSEN .

  2. Für mich ist dies nicht überraschend. Auch die Menschen in meiner Nachbarschaft sprechen über die Zeiten von Stroessner sehr positiv. Für alle ist der wichtigste Punkt, dass es unter Stroessner sicherer in diesem Land war und man wusste woran man war. Sie meinen damit, dass es mehr Gerechtigkeit gab und es nur ein kleiner Haufen um Stroessner war, der sich bereicherte. Aber heute sehen sie sich von den sog. Politikern im Stich gelassen, die die Menschen und das Land nur aussaugen.

  3. claro schrieb am :

    zu Strössners Zeiten gab es sehr wenig Kriminalität, man brauchte Tür und Tor nicht zu verschließen, Überfälle gab es kaum, er regierte mit eiserner Hand und setzte auf Abschreckung, nicht immer menschlich, aber erfolgreich.

  4. sukowsky schrieb am :

    Das hat ganz einfache Gründe, weil leider in Paraguay in den vergangen 15 Jahren die Kriminalität stark zugenommen hat. Sicher auch ein Nebeneffekt der Demokratie.—- Man hat die Schnauze voll von der jetzigen Unsicherheit und von der Politik sowieso.
    Der alte Wenniger aus Itacurubi del R. sagte immer, vor der Regierungszeit Strössners gab es in Paraguay 2 Mal im Jahre Staatsstreiche und man war sich seines Lebens nicht Sicher.
    Mit Strössner trat Ruhe ein allerdings auf Kosten der politischen Meinungsfreiheit und wenige machten sich die Taschen voll.
    Jeder Überlege für sich was nun besser ist.

    Unter Strössner starben 1200 politische Häftlinge in seiner über 30jährigen Regierungszeit.

  5. claro schrieb am :

    es waren nicht nur politische Häftlinge. Die Paraguayos können mit einer Demokratie noch nicht umgehen. Was hat es Py gebracht, Kriminalität und Korruption von ganz unten bist nach ganz oben.

  6. YO^^ schrieb am :

    lol…

    Als ich am Umsturztage,
    1989 meine “kleine Bar CHEERS”
    1/2 Quadra von der Parteizentrale der Colorados aufmachte um noch ETWAS zu renovieren ahnte ich noch nichts von dem Vorfall…Von unserem Haus in Clorinda bis zur Innenstadt war es ruhig…
    “fast zu ruhig”…
    etwas mehr Militär auf den Strassen aber
    KEINE KONTROLLEN^^
    (im Gegensatz zu Heute…
    da fährt man ja oft keine 10 km weit…^^)
    Komisch war…kein Fernseh/Radioempfang…
    und es dauerte auch nicht lange…
    da kam der erste Gast^^.
    Der hat UNS dann auch gleich die neuesten Neuigkeiten erzählt…trank sein Bier, zahlte und ging.^^

    Aha…OK, na Und jetzt ??? WAS NUN ???…

    Nachdem WIR da doch offensichtlich die EINZIGE “Nahrungsquelle” waren…
    kam der Gast doch gleich wieder…
    Juhu…Demokratie…und so weiter…^^
    Selber gerade mal 2+ Jährchen im Lande,
    Stroessner aber auch schon auf 2 Meter Distanz ins Auge gesehen…
    OHNE Einladung oder “Schlimmeres”^^…
    (Nur der Leinwächter kam ETWAS näher um in die Einkaufstüten zu “spickeln”^^…aber —————

    Ich konnte eben NUR MEINEN…
    IHR werdet Euch noch nach “EUREM” Stroessner umsehen…
    von wegen Demokratie…
    dazu seid IHR NOCH LANGE NICHT REIF GENUG^^

    Bin mir bis Heute nicht sicher,
    OB das den “GAST” veranlasst hatte
    OHNE zu Bezahlen zu gehen…
    Also ICH IHM hinterher…einge”fangen”…
    zur Rede gestellt…abkassiert…
    und MEINE MEINUNG war…
    SO ist die DEMOKRATIE nicht…
    Geniessen OHNE ZU ZAHLEN.^^

    Zu obigen TEXT…
    die letzten Stroessner Jahre hat der “Gute Alte Herr”,
    schon Selber nicht mehr die “Fäden”
    in der Hand gehabt.^^
    Hatte da Selber seine 3 “innigeren” Minister,
    die da schon heftiger rumgewerkelt haben.^^

    Auf Jeden Fall,
    haben sich da nicht alle paar Jahre oder gar bloss Monate wieder NEUE LEUTE die Taschen vollgestopft…^^
    Für immer Weniger, Unsinniger und/aber Teurer.^^

    Aber wenn “der alte” Herr”
    mal eine “Veranstaltung gab…
    und die 1.000 oder 10.000 der cdc von PY “eingeladen” waren…und es ein Problem gab, was die “Finanzen” anbelangte…da war KEINER, der NICHT das Scheckbuch zückte.^^ Und Problem ADE^^.

    Komisch…OK…Ausgangsperre…
    Das Du als 30 Jähriger von einem ??? 16 Jährigen
    NACH 22 Uhr in ASU mit dem G3 über der Schulter…
    den Kolben fast am Asphalt…^^ der Ausweiss kontrolliert wird.^^ …UND DER WAR ALLEINE^^

    Ach ja, damals…(mhmmmmmmmmmmmmmmmmm^^)
    bin ich 5 Jahre in PY rumgefahren OHNE meine Licencia lochen zu lassen.^^Diesmal (gerade mal knapp ÜBER einem Jahr wieder hier…Gerade mal 2 Tage drüber…Caminera Kontrolle und BEZAHLEN dürfen…^^(OK, Low-rate.^^)

    Aber…^^ sagt schon ALLES.
    Heutzutage werden sogar “STRAFEN” erfunden…
    um ABZUKASSIEREN.^^

    OK…bis an die 63 Habe ich NOCH Etwas hin…;-)

  7. Lisa schrieb am :

    Ich sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen Paraguay und der ehemaligen DDR. Da haben die Leute auch gedacht: Demokratie ist, wenn man machen kann was man will. Die wurden von der Demokratie genauso überrumpelt wie die Paraguayer und können nicht damit umgehen. Auch in der DDR haben die Bonzen gut gelebt und es wurden viele Menschen gefoltert. Und auch da hört man jetzt, dass sich viele dieses Regime wieder zurückwünschen. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass man das schlechte wieder schnell vergisst.

  8. Hans schrieb am :

    Ja, das waren noch Zeiten mit dem alten Herrn wenigstens wo er noch selber das Sagen hatte. So ungefaehr von 1984 an haben par Colorados dem alten Herr gesagt was er zu Sagen hat.
    Damals hatten die Banken noch kein Sicherheitsglas ueber den Tresen, die Banco de Fomento in Hohenau hatte nicht einmal eine Glasscheibe ueber dem Tresen. Der Bankangestellte hat das Geld fuer die Lanwirtschaftskredite und die waren damals auch schon in Millionenhoehe einfach aus der Holzschublade dem Kunden ueber den Tresen auf die Hand ausgezahlt und vor der Bank lungerten keine Polizisten und Sicherheitsmaenner rum.
    Bankueberfaelle kannte man noch gar nicht.
    ABER, wenn Einer was gestolen hat und die Polizei kam dahinter, DAAA hat es Schlaege mit dem Knueppel gegeben auf den Kopf ,Ruecken auch der Sack wurde nicht verschont und die Fussohlen wurden zu wunderbar weichen Steeks geklopft.
    Das haben die Diebe kappiert und drum gabes auch fast keine.
    Klar manchmal hat es auch der Falsche erwischt,das ist leider mir selber mal passiert und drum kannich da gut mitreden

  9. YO^^ schrieb am :

    @ Lisa…
    Nehme mal an aus der “Ehemaligen^^.
    Ist wohl nicht soo einfach dr Vergleich^^
    Es gab damals hier in PY keinen “kalten Krieg”,
    kein BERLIN und so vieles anderes auch nicht.^^
    Eine DIKTATUR war es sooo gesehen
    im Osten auch NICHT^^.
    Eigentlich dachte ich das sich mehr die WESSIES
    die Mauer zurückwünschen würden…^^

    Ist zwar jetzt auch fast genauso lange her…
    aber die “Leitung” ist eben anders.
    Hier in PY musste sich die “Regierung ja erst Selber bilden…in D wurde sie eben “übernommen”
    Im Grossen Ganzen ist zu sehen, das hier wie da…
    zum UNWOHL des Volkes gewirtschaftet wird.
    Hier meist in die “eigenen” Taschen…bzw.
    der Familie, Freunde, Beaknnte..usw.^^
    und in D eben zu “Gunsten” der ganzen Welt…
    erster Linie im Moment der €^^

    Demokratie wirst Du in “südlichen” Ländern
    wohl auch KAUM finden…
    da die Leute hier noch mehr in FAMILIE denken.^^

    >>>Es liegt wohl in der Natur des Menschen,
    dass man das Schlechte wieder schnell vergisst.<<<
    (Stimme ich Dir zu…
    nicht immer SCHNELL…aber es "verblasst"^^)

  10. YO^^ schrieb am :

    @ Hans…
    mhmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
    (Aua…^^
    Hoffe war dann doch NICHT so Schlimm & hat sich aufgeklärt^^)

    Aber SO EIN “TYP” existiert nicht mehr.^^
    Kann man auch nicht soo schnell backen.^^

    Sieht man ja schon an den Regierungsgebilden…^^
    Koalition…^^ Ist NIX.

    Da muss man ja schon einen 5-Jahresplan machen,
    wen man Wann und WIE LANGE im Amt dann lässt…
    Egal ist es in der Politik ja sowieso OB man AHNUNG hat…
    siehe Deutschland.^^
    Da ist es wie beim Militär bei den Rangabzeichen…
    man will ALLES mal gewesen sein.^^ Ahnung ? Wozu…
    Innenminister wird Viehnanzminister…usw.
    Hauptsache der “SOLD” stimmt…
    Hier noch besser, man kann ja noch die “nähere” Umgebung mit lukrativen Posten versorgen.^^
    Und hat es mal keinen Posten frei ?
    K.P. da werden eben welche geschaffen.^^

    Frage mich nur, weshalb es immer noch Paraguayer/innen gibt…die es auch nicht OK finden…
    Müssten ja langsam alle “bedient”sein.^^

  11. sukowsky schrieb am :

    Dürfen wir ruhig bekräftigen unter Strössner war es für einen unpolitischen Menschen um ein vieles besser!
    Doch aufgepasst, man durfte keinen einflussreichen Strössneristen geschäftlich in die Quere kommen.

    Heute unter der sogenannter demokratischer Herrschaft haben sich im Lande viele menschliche Mehlwürmer unters Regierungsmehl gemischt. Das es nicht mehr schön ist.

    http://www.faunatopics.de/pics/mehlwuermer.jpg

  12. Metti schrieb am :

    Meine Arbeiter trauern auch den Stroessnerzeiten hinterher.
    Alles war sicherer, laut deren Ausagen.
    Heute kann man seine Meinung sagen, öffentlich, aber was bringt’s?
    Demokratie ist wenn man die Leute selbst wählen kann, die einen später bescheissen……..vor allem in Paraguay.
    Lugo bewirkt nichts, die Demokratie funktionniert hier nicht und wird von der herrschenden Klasse nur als Selbstbedienungsladen angesehen.
    Helmut Schmidt sagte mal, dass ein Land für eine Demokratie reif sein muss – und Paraguay ist es definitiv nicht.

    • sukowsky schrieb am :

      Ach der gute alte Fahrensmann Helmut Schmidt würde mit dem Knüppel die paraguayschen Parlamentarier mit Herrn Lugo an der Spitze den Hintern versohlen.

  13. Sukowsky schrieb am :

    ———–Was war kommt nicht zurück————
    Manche wünschen sich einen Stroessner zurück? Man kann ja dieses und jenes sagen über Stroessner. Einige Familien (meistens Intellektuelle, so wie Partido Liberal) haben unter sein Regime gelitten. Doch, wenn ich (Dackel) einen beißenden Löwen vor mir habe, warum denn mit fletschenden Zähnen angreifen. Wo bleibt da die Vernunft oder man stirbt den Tod der Ehre?
    Man weiß auch mit den Jahren wurde das Regime Alfredo immer korrupter und seine Getreuen füllten sich die Taschen.
    Allerdings vor der Stroessner Zeit hatte man mindest zwei Mal im Jahre Regierungsumstürze und die Unsicherheit war im Lande sehr groß, dann kehrte lange Zeit Ruhe ein auf dem unpolitischen Sektor. Abseits der großen bissigen Colorados kannte man ruhig seiner Arbeit nachgehen. Man wusste um Freund und Feind. Es war nicht alles Gold doch es ging einigermaßen.
    Einen Stroessner dieser Qualität, trotz allem, werden wir heute und morgen in Paraguay nicht mehr finden. Der General Rodrigues der ihn vom Hocker gehauen hat brachte auch nur eine gefälschte Wahl zustande und hinterließ eine enttäuschte Bevölkerung. Sollte sich doch ein Caudillo finden, werden die heutigen Missstände der Demokratie sicherlich noch um ein Vielfaches übertroffen.

    Bleiben wir bei diese sumpfigen Demokratie die einer Entwässerung bedarf und setzen auf ein Erziehungssystem der Ehrlichkeit bei den gewählten Volksvertretern und hoffen inständig, dass es kein frommer Wunsch bleibt. Gewiss braucht man dazu einen sehr langen Atem und möglicherweise werden bis dahin viele eingewanderten Europäer Paraguay verlassen. Eigentlich schade, weil die meisten Europäer Japaner u.a. eine intensive innovative menschliche und wirtschaftliche Kraft darstellen.
    Die Politiker Paraguays sollten wissen der Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs liegt größtenteils in den Händen der zugewanderten Menschen.

    • sukowsky schrieb am :

      —————Im Schafpelz————–
      Zugewanderte Menschen, abgesehen von einigen Wölfen im Schafpelz, die das Gegenteil sind.

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