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Fehlendes Regulierungsgesetz für paraguayischen Markt macht sich bemerkbar

Asunción/San Lorenzo: Ochsi verkauft seine Fleisch- und Wurstprodukte nicht mehr an die Supermarktkette Luisito während es in anderen Supermärkten kein Miller Bier mehr gibt.

Drei Projekte zum Schutz der Konkurrenz verstauben im Kongress. Am Markt wird derweil versucht durch Sticheleien und Bevorzugung bessere Ergebnisse zu erzielen.

Der aktuellste Fall sind Produkte der Marke Ochsi, die durch die Firma Novex S.A. in San Lorenzo produziert werden. Das Unternehmen stellte den Verkauf seiner Produkte an die Supermarktkette Luisito ein.

Laut Mario Goia, Geschäftsführer von Luisito, kam es zu der Aussetzung weil Novex S.A. verärgert war, dass Luisito 16 der 20 angebotenen Ochsi Produkte nicht mehr kauft. Damit gaben sie später den Konkurrenten der Marken Chorti und Guaraní die Möglichkeit sich exklusiv bei Luisito zu positionieren.

„In den letzten Vierteljahr haben wir im Wert von 300 Millionen Guaranies pro Monat Waren von Ochsi bezogen. Die Monate zuvor waren es Waren im Wer von 700 Millionen. Wir haben immer bar bezahlt. Novex S.A. sind sauer, dass ihr Markanteil an Chorti und Guaraní ging und diese mehr verkaufen als sie“, so Goia.

Der Geschäftsführer erklärte zudem, dass Ochsi Produkte früher eine Nachfrage von 66% hatten während es heute nur noch 33% sind.

„Ein Supermarkt wird nicht aufhören zu verkaufen nur weil er Produkte einer Marke nicht mehr führt. Wir haben nach wie vor den gleichen Erfolg. Dem Konsument kann man nicht auferlegen ein gewisses Produkt zu erwerben. Das wollte Novex S.A. mit uns jedoch machen“, so Goia.

Im Fall vom amerikanischen Bier Miller welches durch den Importeur Gloria S.A. vertreten wird gibt es ebenfalls Probleme bei der Verteilung auf alle Verkaufsstellen. Höchstwahrscheinlich gibt es Supermärkte die Verträge mit dem Importeur geschlossen haben, was die Belieferung anderer ausschließt.

Die exklusive Belieferung wird von Seiten des Importeurs folgendermaßen erklärt: „Wenn sie kein Miller Genuine Draft an ihrem Einkaufsort finden dann wenden sie sich bitte an einen anderen Laden wo ihr bevorzugtes Bier vorrätig hat. Prämieren sie den Laden der ihr Lieblingsbier anbietet mit wiederholenden Käufen“.

(Wochenblatt / La Nación)


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3 Kommentare zu “Fehlendes Regulierungsgesetz für paraguayischen Markt macht sich bemerkbar
  1. Peter schrieb am :

    Diesen Beitrag finde ich überflüssig, denn diese Situationen kennen wir aus DE auch. Das ist “ganz normal”! Warum sollte es hier anders sein als auf dem Rest der Welt?

  2. Deserver schrieb am :

    Ein anderes deutsches Beispiel: Media Markt boykottierte den Terminator 3 DVD release indem es den Vertreiber um einen Preis “erpresste” den dieser nicht annehmen konnte. So hat MM sicher nicht genug dafür bekommen, diesen Film in die Verkaufsregale zu stellen. Der Film wurde somit in der gesamten Kette mit über 200 Filialen nicht angeboten, trotz extrem hoher Nachfrage. Wer hätte gedacht, dass es auch so herum geht? Geheime Handelsverträge dieser Art, oder Anti-Belieferungsabkommen mit Vertreibern, damit die Konkurrenz nichts bekommt ist üblich, ob erlaubt oder nicht.

    Wer denkt, das wäre nur in der Politik so, sollte sich mal die Politik eher als eine Firma vorstellen und dies dann auf sämtliche andere Unternehmen spiegeln. Wer ein Leistungsfähiges Hirn hat kann das Ergebnis dann mal auf die ganze Welt ausweiten um seine Umwelt ein wenig besser wahrzunehmen. ;)

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