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Fernando Lugo: “Wir sind ein veraltetes Land”

Fernando Lugo

Asunción: Das Land Paraguay ist veraltet und kann keine schnelle Antwort auf die Bedürfnisse der Menschen geben, sagte Fernando Lugo in einem Interview mit der spanischen Nachrichtenplattform Actualidad RT.

Er sagte auch, dass die Regierung nicht messianisch ist aber ein Fundament vorbereite. „Wir sind nicht messianisch, wir geben keine schnellen Antworten aber Stück für Stück bereiten wir das Fundament dafür vor.

Lugo kritisierte die Personen, die Politik betreiben, um sich zu bereichern und riet diesen, es sein zu lassen.

„Egal welcher Politiker aus einem Land, der nicht sein Volk liebt, macht keine gute Politik. Politiker die sich nur zum Verdienen wählen lassen, werden keine gute Karriere haben und nicht echt wirken. Wir wollen mit erhobenem Haupt Politik betreiben ohne uns verstecken zu müssen. Der Raub am Land in den vergangenen Epochen war skandalös“, sagte er.

Menschlichkeit und Lateinamerika

Was die Situation der Menschheit angeht, sagte Lugo, sei das größte Problem die Verschmutzung, welche bereinigt werden müsse.

Über Lateinamerika äußerte er, das es einen Prozess der Reinigung und schmerzhaften Veränderungen durchlaufe, mit dem Aufkommen neuer Weltsichten der Regierungen.

„Diese neue Geburt zu einem neuen System, einem neuen Paradigma, zeigt sich mit einem Soldat in Venezuela, mit einem Indianer in Bolivien, mit einem Metallbauer in Brasilien (jetzt eine Frau), mit einem ehemaliger Bischof in Paraguay und mit einer Frau in Argentinien. Veränderung ist wichtig, doch der Strukturwandel zu den neuen Paradigmen sollte brüderlicher, gerechter und vereinter ablaufen als vergangene Aktionen“, sagte er.

Das Land könne Lebensmittel für 50 Millionen Menschen produzieren und hat somit ein enormes Exportpotenzial obwohl es eher zur Gruppe der kleinen Länder gezählt wird mit seinen rund 6 Millionen Einwohnern, meinte er.

Staatsstreich

Der Präsident sagte, dass immer die Möglichkeit für einen Staatsstreich in Paraguay bestünde oder zumindest ein Risiko. „Diese Risiken bestehen immer dann wenn die Mehrheit nicht in eine Richtung schaut und Staatsstreiche von heute sind nicht wie die bekannten aus den 70er Jahren. Heutzutage muss man auf der Hut sein vor Juristen, Parlamentariern und mächtigen Gruppen, die Tag und Nacht daran arbeiten ihre Privilegien nicht zu verlieren“, unterstrich er.

Das komplette Interview in spansich kann unter folgender Adresse aufgerufen werden. actualidad.rt.com/programas/a_solas/634

(Wochenblatt / Abc / Foto: Flickr)

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