nächster Artikel
vorheriger Artikel

Frente Guasu, geteilt wegen Lugos Kandidatur

Asunción: Der Vorschlag das Fernando Lugo als Kandidat für die Präsidentschaft antreten könnte sorgt für Unbehagen in den eigenen Reihen. Die große Anhängerschaft von Ex Fernsehmoderator Mario Ferreiro, der Lugos Wunschkandidat war und nun von ihm verdrängt werden soll, blockiert dieses Idee. Zudem kommt, dass auch Ferreiro selbst verärgert ist.

Lugo, der angab die Senatorenliste der Frente Guasu anführen zu wollen, scheint nun auch Ambitionen zu haben erneut das Präsidentenamt mittels einer Wahl besetzen zu wollen. Seine bekannte Unentschlossenheit bekommen nun eigene Parteimitglieder zu spüren. Am gestrigen Abend gab es deswegen eine Sitzung im Lokal der Vereinigung „Paraguay Resiste“, wo erneut ein Konsens gefunden werden sollte. Am Ende der Sitzung waren alle verstritten und es kam zu keinem Abschluss.

Der eigentliche Ideengeber für die Kandidatur Lugos war der Generalsekretär der Frente Guasu, Ricardo Canese, der ebenfalls Unterstützung von Sixto Pereira erhält.

Die Unterstützung der Frente Guasu Führung obwohl Mario Ferreiro schon als Kandidat feststand und deswegen seinen Job beim Fernsehsender SNT Cerro Corá kündigte, kam mehr als überraschend für die Ferreiro Anhänger.

Canese und Co. baten alle Vorkandidaten darum ihre Pläne auf die Präsidentschaft aufzugeben und Fernando Lugo zu unterstützen, der selbst offiziell noch keine Stellung dazu genommen hat. Laut seiner Aussage, die jedoch von einigen Juristen angezweifelt wird, kann er neben der Kandidatur für den Senat auch sich für die Präsidentenposten bewerben.

Am vergangenen Wochenende hat Ex Gesundheitsministerin Esperanza Martínez ihre Kandidatur eingestellt wie auch schon Tage zuvor Miguel López Perito, dieser jedoch damit Ferreiro Konsenskandidat wird.

Ferreiro erhält innerhalb der Parteiengruppe FG Unterstützung von P-MAS, País Solidario, 20 de Abril, Partido Febrerista und weiteren fünf kleinen Gruppen.

(Wochenblatt / Última Hora)

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Es gibt noch keine Bewertungen

Kommentare

Kommentare


Ein Kommentar zu “Frente Guasu, geteilt wegen Lugos Kandidatur
  1. Joe schrieb am :

    Ein Eigentor der politischen Klasse?

    Fast alle Verfassungen demokratischer Staaten sehen maximal EINE WIEDERWAHL eines amtierenden Präsidenten vor.
    Siehe USA, siehe Russland.
    Aber Russland hat auch gezeigt, was möglich ist. Nach zwei Amtszeiten Putins musste er verzichten und für eine Amtszeit Medjedew den Präsidentenstuhl überlassen. Jetzt ist er wieder da und kann außerdem in vier Jahren erneut gewählt werden.
    Verfassungskonform und demokratisch.

    In Paraguay gibt es nur eine Amtszeit. Der Präsident darf NICHT wiedergewählt werden.

    Aber Lugo ist nicht mehr Präsident!

    Ich bin gespannt, was sich da entwickelt. Ich glaube, er hat genug Rückhalt in der Bevölkerung erneut Präsident zu werden – überhaupt, wenn die Colorados sich mal wieder zerfleischen.

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen werden nicht veröffentlicht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>