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Führer von Landlosen beschuldigt Lugo an der Gewalt in Curuguaty

Curuguaty: Der Präsident der Agrarischen Bewegung Paraguays (MAP), Dipl.Ing. Miguel Ferreira Esteche, beschuldigte den Lugoismus, Initiator zu sein an dem Gewaltakt bei welchem 11 Bauern und 6 Polizisten starben.

Miguel Ferreira Esteche ist ein Ex Mitglied der Ligas Agrarias, der während der Stroessner Diktatur im Exil lebte. Er führt eine Gruppe von 160 gezählten Familien an, die das Campo Morombí Gelände von 2.000 ha besetzt und wieder verlassen hatten, um das Ergebnis des Prozesses gegen Blas N. Riquelme abzuwarten.

Ferreira beschuldigte Regierungsmitglieder die Lugo treu untergeben waren, diese waren die echten Initiatoren der Gewalt. „Der hauptsächlichste Verantwortliche der Tragödie im Gelände von Campo Morombí war der Ex Regionaldirektor des Indert, Ignacio Vera, von der kommunistischen Partei. Dieser erlaubte das der vor der Justiz flüchtige Rubén Villalba sich mit seinen Getreuen auf dem Grundstück verschanzt und Gewaltakte vorbereitete“, so Ferreira.

Er findet es mehr als sonderbar, dass Ignacio Vera nicht einmal von der Staatsanwaltschaft zur Aussage gerufen wurde, die das Massaker untersuchte.

Anfang Juni hatte Vera bei einer öffentlichen Rede den Campesinos zugerufen, das Grundstück zu besetzen und notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen.

Ferreira sagte zudem,“ dass bekannt in der Zone war, dass Rubén Villalba Grundstücke von 10 Hektar Größe anbot im Tausch für Waffen für die Bauern. Unser sozialer Kampf hat die Richtung gewechselt und wurde von durch Ideologie zum Schusswechsel unter Landsleuten“, unterstrich er.

Am 13. Oktober 2011 wurde dem damaligen Präsidenten des Institutes für ländliche Entwicklung (Indert), Marciano Barreto, eine Warnung übersendet, dass sich „Carperos“ auf dem Gelände der Firma Campo Morombí befinden. Diese baten darum, dass ihnen das Grundstück zugesprochen wird. Das Indert krümmte keinen Finger weswegen später Rubén Villalba das Recht der Besetzung für sich beanspruchte.

Am 11. November des Vorjahres wurde in einem weiteren Schreiben an den Angeordneten Víctor Bogado (ANR), davor gewarnt, dass bekannte Bauern sich auf dem Land befinden und andere nichts ahnende Leute manipulieren. Als Impulsgeber dieser ideologischen Gehirnwäsche wurde unter anderem der Gouverneur von San Pedro, José “Pakova” Ledesma ausfindig gemacht. Auch die Bauernführer und Lugo Freunde José Rodríguez und Eulalio López die mit der Justiz ständig im Unreinen sind wurden dabei gesichtet.

(Wochenblatt / Abc)

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9 Kommentare zu “Führer von Landlosen beschuldigt Lugo an der Gewalt in Curuguaty”

  1. Hans Otto Kroeger K. sagt:

    Zur Berichtigung: Das Land (Campo Morumbí) GEHÓRT NICHT der Firma Campo Morumbi. Es wurde von der Firam Industrial Paraguaya, dem Staat zum Zweck der Agrarreform geschenkt. Nachher hat sich Blas N. Riquelme (Ex. Senador zu Stroessners Zeiten, ein Liebling Stroessners, aktueller multimilionär der Colorado-Partei) die 2000 Ha. unter den Nagel gerissen, natürlich ohne einen cent an niemandem zu zahlen.
    Dies ist nicht der einzige Fall in dem sich reiche Politiker Land der Agrarreform aneignen. Kürzlich hat der Richter des Obersten Gerichtshofes, SINDULFO BLANCO zugeben müssen, dass er sich unrechtmässig mehrere tausend Ha. der Agrarreform im Chaco angeeignet hatte.
    Im Alto Parná, ist der Skandall von der “Finca 66″ immer noch nicht aufgeklärt. Das Land hatte Stroessner an 7 Generäle verschenkt, und wurde nachträglich vom Staat aufgekauft (für mehere milionen Dollar). Komischerweise ist nicht ein Krümel davon aufzufinden.
    Gleiches läuft mit den 9 Ha. die Stroessner enteignet wurden, gleich neben der Friedensbrücke in Ciudad del Este. Als Grund zur Enteignung wurde vogegeben, ein Schopping für die Strassenverkäufer zu bauen, die die grúnen Streifen neben der Autobahn besetzt haben. Aber jetzt bauen reiche Araber ein riesenschopping darauf. Die Strassenhändler sind vergessen.
    Wenn in irgend einem solchen Fall arme Paraguayer protestieren, oder eventuell solches Land besetzen, um zu verhüten das es an reiche Parteimitglieder verschenkt wird, wird sofort scharf geschossen, da die Politiker natürlich die Sache nicht gerichtlich und gerecht geklärt haben wollen.

  2. Py-er sagt:

    Noch eine Berichtigung: Weder im Originalartikel, noch in Ihrer Übersetzung, beschuldigt irgendjemand LUGO. Ich zitiere: „Der hauptsächlichste Verantwortliche der Tragödie im Gelände von Campo Morombí war der Ex Regionaldirektor des Indert, Ignacio Vera, von der kommunistischen Partei”. Und dieser Sr.Vera hatte auch keine Regierungsbeteiligung, wie Sie hier suggerieren wollen.
    Aber reißerische Überschriften bringen mehr Klicks, oder wie ist das zu verstehen?

    • der bayer sagt:

      wenn ihnen DAS WOCHENBLATT nicht gefaellt sollten
      sie und ihre gesinnungsfreunde,zb asuncion 45,eine
      neue zeitschrift aufmachen,vielleicht mit dem titel
      DIE ROTE FAHNE oder DER PROLETARIER. dort koennten
      sie jeden tag FERNANDO ARMINDO LUGO MENDEZ nachweinen.

      • siggi sagt:

        Es ist wohl eher umgekehrt, das Ihnen das Wochenblatt nicht mehr gefällt, wenn auch soziale Meinungen und Wahrheiten kommentiert werden, die Ihrer rechten Gesinnung schmerzen.

        Es steht Ihnen frei, die Konsequenzen zu ziehen und sich dahin zu begeben, wo man nicht so viel von Demokratie und Meinungsfreiheit hält.

        Aushalten sollte man andere Meinungen schon, ohne blutunterlaufende Augen zu bekommen.

        • der bayer sagt:

          das ist mir neu,dass ich aus der rechten ecke komme.
          seit ueber 20 jahren bin ich mitglied der PLRA partei.
          fuer sie offenbar eine radikale rechtspartei.
          wissen sie ueberhaupt wer in paraguay wirkliche linke
          waren und nicht so oportunisten die sich ein linkes
          maentelchen anlegen um abstauben zu koennen.
          ganz im gegenteil,ich empfinde hochachtung fuer die
          wirklichen kaempfer der alten kommunistischen partei
          paraguays. antonio maidana,ananias maidana,alfredo
          acosta, julio rojas die unter stroessner 20 jahre ‘m
          gefaengnis waren, oder arturo lopez der den general patricio colman erschoss bevor er starb. aber keine
          solche oportunisten wie der bischof mit kindern,der ex-freund von modellen carlos filizzola,den rosaroten
          coquiti-klau camilo soares,diesen kasperl marcial congo
          den klamaukonkel mario ferreiro und weitere
          “SOZIALISTEN”,die in den letzten 4 jahren ihren
          lebenstandard gewaltig verbessern konnten.
          ich habe nichts gegen linke kaempfer,aber gegen solche
          die linke sprueche von sich geben,aber leben wollen
          wie kapitalisten und die armen verarschen.
          damit will ich es lassen.jednfalls finde ich es sehr
          unangebracht,jemanden als RECHTENN zu verunglimpfen
          weil er nicht in der trauerchor wegen der absetzung
          von lugo mit einstimmen will.obwohl ich einsozial
          eingestellter mensch finde ich es gut und richtig,
          dass das parlament lugo abgesetzt hat und diesem
          pseudo-linken kaspereltheater ein ende bereitet hat.

          • siggi sagt:

            Warum die Aufgeregtheit? Ich kenne nicht nur Paraguay sehr gut. Nehmen sie das mit der rechten Ecke nicht so persönlich. Sie hatten sich selbst einsortiert.

            Man kann “linken” Gedankengut kritisch gegenüberstehen. Wer will es einem verwiedern. Man muss aber nicht dagegen so in dieser Art schiessen. Tranquilo amigo. Tranquilisarte.

            Und genauso gut sollte man rechten Gedankengut gegenüberstehen. Nos vamos a hacer. Tranquilo-

  3. BlueByte sagt:

    Wenn die Eigentümer nicht beweisen können, dass sie diese Ländereien rechtsmässig erworben haben, sollte diese Ländereien meiner Meinung nach dem Volke, also dem Staate übergeben werden. Eigentlich! Doch wenn diese Ländereien in Staats- oder Landlosen-Hände fallen, dann zerfällt die ganze Infrastruktur innert weniger Jahre. Es wird wieder Natur, inkl. all dem Dreck wie Plastikmüll und Wellblechhütten die Landlosen hinterlassen. Denn das einzige was die Landlosen machen werden, ist unter einem Baum sitzen, Terere trinken und warten, bis sich ein Käufer für das Land findet, natürlich zu Fantasie-Preisen. Nach ein paar Jahren eine Müllhalde mit Bauruinen, der ehemaligen Infrastruktur, mit einem Wert der gegen null strebt.
    Obwohl ich kein Experte bin, bin ich der Meinung, dass die Besitzer dieser Ländereien diese nachträglich kaufen müssten, zu einem fären Preis, der zwischen dem heutigen Bodenpreisen und den Bodenpreisen bei damaliger Schenkung liegt. Dann sollte das Eigentum ein für allemal besiegelt werden.
    Der Staat kann den Landlosen, insbesondere der indigenen Bevölkerung, schon Land schenken, aber bitte sehr nicht das gemachte Nest. Dann könnten diese wie die Mennoniten beweisen, aus dem Nichts etwas zu machen, mit Fleiss und Arbeit. Es ist zwar ein Vorurteil, doch bezweifle ich, dass diese es mit Nichtstun zu etwas bringen.
    Wie schön ist es doch, hin und wieder das moderne paraguaysche Fernsehen zu schauen, und wie traurig ist es, die Realität zu sehen: die Mehrheit verdient von nichts bis 2 Mio. Gs. pro Monat und wohnen bis zu acht Personen in einem verschimmelten und bald in sich zusammenfallenden Haus.
    Wie gut Amigo eines Gringos zu sein, bei dem mal alle 5 Minuten die Hand hinstrecken kann.

    • 9mm sagt:

      Tja das mit den Hütten hat bei mir auch etwas gedauert, bis ich es verstanden hatte.
      Es liegt nur zum kleinen Teil am Geld. Der größere Teil ist, daß sie nichts besseres als diese Hütten handhaben können. Das ist die (traurige) Wahrheit.

      Dazu ein Beispiel:
      Eine Haushaltshilfe kommt täglich 4 Stunden zum Deutschen arbeiten und putzt sein (großes) Haus.
      Sie macht ihre Arbeit gut, weiß also wie es geht.

      Dann besuchst du sie einmal bei ihr zu Hause. Was meint ihr, wird sie das beim Deutschen gelernte bei sich zu Hause auch anwenden?

      Oder ein weiteres Beispiel:
      Wirklich arme Paraguayer in einer “Drecksbude” verkaufen ein Land an einen Neu-deutschen.
      Sie bekommen dafür viele Millionen Gs.
      Was glaubt ihr, ist das erste (1) was sie kaufen?
      Was glaubt ihr, ist das letzte (2) für das sie Geld aufwenden?

      Mein Tip:
      1 = Bier, Fernseher, Fiesta, Auto
      2 = Haus, Möbel, Berufsausbildung

      • BlueByte sagt:

        Vorwegnehmen muss man, dass die Menschen nichts anderes kennen; sie waren nie im Ausland und die US-Filme sind nur Hollywood.
        Mehr Sand als Zement, keine Wartung wie irgendwann mal einen Tropfen Öl und Dächer, die eigentlich ein 60° Überhang haben müssten, damit der Regen die Seitenwände nicht ständig feucht hält, wenn man schon mit Bausteinen baut, welche Wasser aufsaugen, hinterlassen ihre Spuren. Nach 10 Jahren sind diese Billighäuser für mich unbewohnbar.
        Zum Thema: Die Landlosen, welche illegal Land besetzt haben, bezichtigen die Polizeigewalt an Schuld? Ich mache einen Banküberfall und bezichtige dann die Polizei, mich verfolgt zu haben???

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