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Geplanter Fahrzeugbau in Paraguay vorerst gestoppt

Asunción: Die eifrigen Pläne Ende dieses Jahres das erste Auto aus chinesischen Teilen in Paraguay zu fertigen wurden ausgesetzt, nachdem die Regierung den 10% Mehrwertsteuersatz von 20% des Produktwertes auf die gewöhnlichen 100% ausgedehnt hat.

Die Bauten von Fertigungshallen für die geplante Fahrzeugmontage werden vorerst nicht erstellt, da der unter der erhöhten Steuerbelastung kein Gewinn mehr erwirtschaftet werden kann“, sagte Jorge Samaniego von der Paraguayischen Kammer der Motorradfabrikaten (Cipama). Der Eigentümer der Loepard Fabrik erklärte weiter, dass 4 Fertigungshallen vorgesehen waren, die jeweils zwischen 7 und 10 Millionen US-Dollar kosten sollten. Kleinere Lastkraftwagen sollten auch zum neuen Sortiment der Marke Leopard gehören.

Durch die erhöhten Kosten müssen im Bereich der Motorradfertigung Arbeitsplätze abgebaut werden. Samaniego bedauert, dass die Regierung nicht erkennt wie sehr es nötig ist eine nationale Industrie zu stärken anstatt sie mit höheren Steuern zu vernichten. Die fehlende Investitionssicherheit macht nicht nur nationalen sondern auch internationalen Unternehmen Kopfzerbrechen.

Die Ausrede der Regierung weswegen sie uns die Vergünstigung von Dekret N° 21.944 streichen ist, dass wir erfolgreich eine Industrie aufgebaut und Arbeitsplätze eingerichtet haben. Jetzt könne wieder zum regulären System zurückgekehrt werden.

Zu beachten ist bei dieser Ansichtsweise aber auch, dass der Jahreshaushalt 2012 unausgeglichen ist und irgendjemand die Kosten dafür übernehmen muss. Somit wird jede Möglichkeit von Regierungsseiten genutzt, Steuern zu erheben.

(wochenblatt / La Nación)

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8 Kommentare zu “Geplanter Fahrzeugbau in Paraguay vorerst gestoppt
  1. Hans Iseli schrieb am :

    Es ist eine internationale Krankheit, Spezialkonditionen zu machen. Wenn ich auch nicht aus dem etwas wirren Text drauskomme, so scheint es doch so, dass die Regierung zuerst steuerliche Konditionen gemacht hat und diese jetzt wieder zurücknimmt. Beides ist eigentlich eine Schweinerei, wenn auch üblich.

  2. Rene Walter schrieb am :

    Der Spatz auf der Hand…..

    …ist besser als der Vogel auf dem Dach! Um Steuern zu lukrieren muss ich als Staat Vereinbarungen einhalten um den Investoren Rechtssicherheit zu geben. Paraguay sollte aus der Vergangenheit gelernt haben. Es wäre schön wenn Harvard Praktiker
    Paraguays Volkswirtschaft befruchten würden. Sonst wird PY für immer ein Entwicklungsland bleiben. Vertrauen zu Investoren aufzubauen indem Vereinbarungen eingehalten werden, ist ein Gebot der Stunde. Sonst wird jede Regierung an sich selbst scheitern. Schade um die jungen Paraguayer welche nun wieder eine Hoffnung aermer sind.

  3. El Tucan schrieb am :

    In der Tat ist der Text nicht wirklich erhellend. So wie ich das verstehe, muss befürchtet werden dass PY tatsächlich wirtschaftlich niemals vom Fleck kommen wird. Ob mit oder ohne Lugo.

  4. Rosamunde Pilcher schrieb am :

    Soviel ich weiss bezahlt bspw der VW-Konzern in DE auch weniger Steuern, weil es ein riesiger Arbeitgeber ist (genau weiss ich das aber auch nicht).
    Die Rechnung wäre eigentlich einfach: Menschen hätten Arbeit und konsumieren, die Betriebe und auch Leopard würden dem Staate Einnahmen bescheren. Bei einer Lohnsteuer wären die Einnahmen noch höher.

    • wc_ente schrieb am :

      stimmt, sie zahlen weniger steuern..

      Die arbeitenden menschen hätten denn auch wieder geld, sie konsumieren ja es wieder…das rad würde dann zum laufen gebracht.

      ja schade

    • John schrieb am :

      Einer der bekanntesten Sätze von John Meynard Keynes, einer der “angesehensten” Ökonomen seiner Zeit (so um 1929), war (frei zitiert): “Der Staat solle in der Krise lieber Löcher ausheben und wieder zuschütten lassen als nichts zu tun.” (Nachzulesen unter Keynesianische Marktwirtschaft).
      In Deutschland (Soziale Markwirtschaft) sind im Stabilitätsgesetz von 1967 folgende 4 Punkte verankert (Magisches Viereck, 1. Semester Studium): – Stabilität des Preisniveaus, – hohen Beschäftigungsstand, – aussenwirtschaftliches Gleichgewicht, – angemessenes Wirtschaftswachstum. Der Staat lenkt also, auch die Beschäftigung.
      Alles gut, die schönen Theorien, doch diese können in Paraguay nicht funktionieren, weil Paraguay keine Einkommens- und Vermögenssteuer kennt. Dem Staate fehlt es schlicht und einfach am Geld. Die 10 potentesten Steuern-zahlenden Firmen lieferten letztes Jahr die mickrige Summe von 113 Mio. USD dem Staate ab. Das ist nichts (Gesundheitswesen!). Nicht dass ich böse bin keine Steuern bezahlen zu müssen, jeje. Paraguay muss selbst eine Lösung finden, denn die Umstände hier sind einfach anders als in USA und Europa. Nicht einfach ein funktionierendes Modell für Paraguay zu finden. Na, wenigstens hat der Palast letzten Dezember eine neue Weihnachtsbeleuchtung für x Millionen USD gekriegt. Ein wichtiges Problem also schon mal gelöst.

  5. erich schrieb am :

    das Problem von Paraguay ist, dass PY nur von Politikern regiert wird, die nur an sich denken, Wirtschaftsfachleute mit ihren Meinungen werden überhört.

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