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Grenzlinie in Pedro Juan Caballero wieder frei

Pedro Juan Caballero: Die internationale Linie zwischen Brasilien und Paraguay verläuft in Pedro Juan Caballero direkt in der Stadt. Viele brasilianische Touristen besuchen die Stadt, die für sie ein Einkaufsparadies ist. Nicht zu vergessen dabei sind der Innenstadtmarkt und das größte Shoppingcenter des Landes, Shopping China. Eben aus dem Grund eröffnen verstärkt Paraguayer Geschäfte, um den Brasilianern das zu verkaufen was sie brauchen.

Dem brasilianischen Geschäftsmann Francisco “Chico” Cunha war die Neueröffnung einer Tankstelle und eines Geschäftes für Reifen ein Dorn im Auge, weswegen er im Mai und Juni dieses Jahres auf einer Länge von 4 km Eukalyptusbäume pflanzen ließ. Diese Bäume und einen 30 cm hohe Mauer auf der Straßenmitte sollten die brasilianischen Käufer daran hindern nach Paraguay zu fahren, um ihre Einkäufe zu tätigen.

Die Benachteiligung des paraguayischen Geschäftsmannes wurde in beiden Städten, Pedro Juan Caballero und Ponta Porã, zur Anzeige gebracht. Die Brasilianer sahen keinen direkten Handlungsdarf und verhielten sich still. Laut Aussagen von städtischen Mitarbeitern der brasilianischen Gemeinde schulden einige Politiker dem Geschäftsmann einen Gefallen.

Aufgrund der Untätigkeit des Nachbarortes entschied gestern der Bürgermeister von Pedro Juan Caballero (75.000 Einwohner) die Grenzlinie zu räumen. José Carlos Acevedo gab die Anordnung mit schweren Maschinen die Straße von störenden Hindernissen zu befreien. Die Eukalyptusbäume und die Mauer wurden mit Baggern entfernt. Jetzt warten die Einwohner der paraguayischen Provinzhauptstadt von Amambay darauf, dass die entstandenen Löcher wieder geschlossen werden damit sie unbeschadet mit dem Pkw die Straße überkreuzen können.

Die Geschäftsleute von Pedro Juan Caballero betrachteten mit Freude das Eingreifen nationaler Autoritäten und applaudierten lautstark.

„Eine Grenzkommission wurde ebenso mit der Lösung des Problems betraut. Da diese ebenfalls untätig war, musste ich Eingreifen und unsere Rechte schützen“, sagte Bürgermeister Acevedo.

(Wochenblatt / Abc)

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