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Indigene aus dem Chaco müssen Pflanzen essen, um ihren Hunger zu stillen

Die Indianergemeinschaften der Provinzen Boquerón und Presidente Hayes leben in unmenschlichen Zuständen. Sie geben zu, an Tagen wo sie nichts zum Essen haben, aufgekochte Pflanzen wie (ysypo und karanda’y) zu verspeisen.

Die schlechten Konditionen, in denen sich die Gemeinschaften befinden, beziehen sich hauptsächlich auf den Mangel an Lebensmitteln neben sauberem Wasser. Dies zeigt auf, dass hier der Staat die Menschenrechte mit den Füßen tritt während er auf der anderen Seite Geld für abertausende Planilleros hat.

Es existieren ungefähr noch 130 indigene Ayoreo Indianer in Boquerón, 120 km nördlich von Filadelfia oder 600 km von Asunción entfernt.

Sie haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, zu Strom, Gesundheitsversorgung oder gar Arbeitsplätzen.

„Seit Jahrhunderten leiden wir unter dieser Situation, vergessen von der Regierung. Niemals kommt Hilfe zu uns“, sagt Santiago Chikenoy, Ayoreo Indianer aus Boquerón.

Die Ernährung ist sehr limitiert. Jagen und Fischen bringt in der Zone nicht viel und die landwirtschaftliche Produktion hat bei dieser Trockenheit auch Grenzen, ohne technische Unterstützung erst recht.

Durch die Rodung und Besetzung der angrenzenden Ländereien sehen sie sich mehr und mehr gezwungen ihren Bereich zu verkleinern, was die Möglichkeiten ebenso verringert produktiv zu sein.

Die Notwendigkeit von sauberem Wasser wird ständig höher wenn die Trockenheit kommt. Politiker aus der Provinz kümmerten sich zu keinem Zeitpunkt um uns. Demnach trinken sie das verdreckte Wasser aus kleinen Erdlöchern und Tümpeln, die selbstverständlich Magen-Darm und Hauterkrankungen hervorrufen.

Insgesamt gibt es 558 Indianergemeinschaften in Paraguay, ohne Bildung, Gesundheitsvorsorge, Arbeit. Der Grund warum sie aus ihren Gebieten in die Stadt gehen, um zumindest etwas zu verdienen.

Viele von ihnen haben sich neben die Transchaco Straße platziert und verkaufen teilweise Holzkohle und handgemachten Indianerschmuck. Obwohl dies der einzige asphaltierte Weg ist, den auch die Politiker nehmen müssen, stört sich keiner daran.

(Wochenblatt / Última Hora)

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