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Kolping: Trotz Rückzahlungsforderung keine Korruptionsvorwürfe bestätigt

Asunción / Köln: Die Vorwürfe von Korruption gegen das Kolping-Bildungsprojekt in Paraguay konnten nicht bestätigt werden. Diverse Prüfungen des Bundesentwicklungsministeriums konnten keine Veruntreuung von Steuergeldern feststellen, teilte Kolping International mit.

Eine Rückzahlung an den Staat wird trotzdem gefordert, weil Bundesmittel teilweise für nicht genehmigte Bauprojekte verwendet wurden. Die Summe soll 300.000 Euro betragen. 2010 kamen Korruptionsvorwürfe gegen ein Kolping-Projekt in Paraguay auf, woraufhin das Ministerium eine Prüfung einleitete. In den Medien wurde über eine mögliche Veruntreuung von bis zu einer Million Euro spekuliert, meldete Domradio.de.

Seit 1999 überwies der Staat 3,6 Millionen Euro an das Kolpingwerk (SEK). Der interne Abschlussbericht fasst Ergebnisse einer Sonderprüfung bei der SEK und dessen Partner, der Kolping-Stiftung in Paraguay, zusammen. Geprüft wurden Dokumente zu geförderten Projekten aus dem Zeitraum von 2002 bis 2007.

Die Prüfer konnten demnach keine Betrügereien ausmachen, kritisierten jedoch die schlechte Administration und die teilweise nicht genehmigte Verwendung von Staatsgeldern. Die SEK habe zu zögerlich auf Berichte über die eigenständig vorgenommene Mittelbewirtschaftung reagiert, kritisierten die Prüfer, was zur Rückzahlungen an das Entwicklungsministerium führte.

“Wir stehen für das Projekt gerade. Wir haben das Geld bekommen, weitergegeben und wir werden nun haftbar gemacht. Das Zentrum arbeite allerdings erfolgreich, auch sei kein finanzieller Verlust entstanden“, sagte Hans Drolshagen, Vorstandsvorsitzender.

(Wochenblatt / Domradio.de)

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