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Korrupter Staatsanwalt im Chaco verhaftet

Villa Hayes: Wer hier in Paraguay schon einmal mit dem Gesetz im Konflikt war oder als Übersetzer tätig, weiß um die Integrität einiger Rechtsvertreter und kann sich heimliche Absprachen hinter dem Rücken eines Mandanten gut vorstellen. Nein, das ist nicht immer der Fall, doch hin und wieder passiert es und ganz selten wird es publik.

Am heutigen Nachmittag wurde José Luis Brusquetti, der Staatsanwalt der Stadt Villa Hayes verhaftet, nachdem er eine Bestechungsgeldzahlung von 17 Millionen Guaranies entgegennahm um einen Prozess gegen eine Person einzustellen. Bei der folgenden Durchsuchung der Taschen im Büro des Rechtsvertreters kamen 6 Millionen Guaranies zum Vorschein.

Die restliche Summe wurde in den Taschen von Luz Bella Pereira und José Vega, den zwei Verteidiger gefunden, die ihrem Mandanten Mariano Ayala zur Zahlung der Bestechungsgeldsumme rieten. Die gefordete Gesamtsumme, die in zwei Raten gezahlt werden sollte, betrug 35 Millionen Guaranies. Gegen ihn lief ein Verfahren wegen versuchten Todschlags.

Die Anwälte wurden zur Staatsanwaltschaft, Untersektion Anti-Korruption gebracht während Brusquetti unter Hausarrest auferlegt wurde, der mit polizeilicher Hilfe überwacht wird. Der Magisterrat muss ihn aus seinen Reihen entlassen, damit er prozessiert werden kann wegen dem unethischen Verbrechen.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “Korrupter Staatsanwalt im Chaco verhaftet
  1. noname schrieb am :

    Dies ist natürlich sehr erfreulich. Bravo. Weiter so. Hoffentlich können die drei nicht das Gleiche machen, sich frei kaufen und mangels Infrastruktur anderswo im Lande ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. (Falls sie vor dem Entzug ihrer Lizenziate auf freien Fuss gesetzt werden.) Aber gut zu wissen, dass sich die Anti-Korrpution und evtl. das TV für solche Machenschaften vermehrt interessiert. Sollte von mir ein Staatsangestellter Korruptionsgeld verlangen so werde ich dieses Geld erst mal unter den Kopierer legen.

  2. Beobachter schrieb am :

    Mein Gott Herr Neußer, meinen Sie das wirklich ernst? Am Ende verläuft alles im Sand. Eine Hand wäscht die andere. Solange die Justiz von der Politik bestimmt wird, wird sich nie was ändern.

    Warum wohl glauben Sie sind die Auslandsinvestitionen 2011 in Paraguay um über 30% zurück gegangen, obwohl alle anderen südamerikanischen Länder einen Zuwachs hatten?

    • Johannes Nepomuk schrieb am :

      Weil es nach wie vor ein korruptes Land ohne Rechtssicherheit ist? Dies zieht wohl die wenigsten Investoren an.

      • Jan Päßler schrieb am :

        Doch auch dieses, unseres Land hat viele schöne Seiten, weswegen diverse Europäer hier leben.

        Gruß

        Jan Päßler

  3. Beobachter schrieb am :

    Da haben Sie vollkommen recht Herr Pässler. Es sollte nur gesagt sein, dass es in Paraguay keine Rechtssicherheit gibt und das sollte sich jeder bewusst sein!

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