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Landbesetzer fordern Pacht und das Unterlassen von Neuanpflanzungen in Alto Paraná

Asunción: Ein Schreiben mit wenig offiziellem Charakter, welches Victoriano López, der Anführer der Landbesetzerszene unterzeichnete, der öffentlich bekundete dass Frauen sich prostituieren, um sein Fahrgeld nach Asunción zu verdienen, wurde heute für den Präsidenten am López Palast abgegeben.

Victoriano López ließ rund 10.000 Unterschriften in allen Provinzen des Landes sammeln, um die Regierung dazu zu bewegen, dass das Militär erneut Messungen vornimmt. Falls dies nicht passiere, so warnt er direkt den Präsidenten, würden sie erneut die Ländereien besetzen und es zu einem Chaos kommen lassen.

Mit einem warnenden Ton der sich durch das ganze Schreiben zieht erklärt López, dass die 167.000 ha. höchstens an die Brasilianer verpachtet werden könnten und dass die Flächen die zu viel sind an sie gehen soll. Nach seinem Vorschlag könnte das „Indert“ die Fläche beschlagnahmen und 25 Hektar an jeden Produzenten verpachten.

Sie baten um das erneute Eingreifen des Militärs um zu verhindern, dass die brasilianischen Produzenten die Landflächen kultivieren bis der gesetzliche Disput ausgefochten ist. Für den Fall dass die nicht passiere, kommt es zu erneuten Konfrontationen zwischen Landbesetzern und Produzenten, warnte er.

Das von Victoriano López unterzeichnete Schreiben wurde von seiner rechten Hand, Juan Ramón Galeano, als Sprecher der Nachbarschaftskommission Santa Lucía abgegeben.

In dem Schreiben erklärt Victoriano López ebenso, dass er den Bericht des geografischen Institutes eingesehen habe und sicher ist, dass in den alten Yerba Feldern Pirapytá, eine Fläche von 16 Leguas, in Ñacunday 37 Leguas und in Yachui 7 Leguas zu viel eingezäunt sind. Eine Legua geografica entspricht 6319,206 Meter.

Seltsamerweise hatten die Landbesetzer Einsicht in die offiziellen Dokumente, was deren Einfluss wiederspiegelt. Bis jetzt konnte auch noch keiner der „Carperos“ erklären, was ihn dazu auszeichnet staatliche Ländereien zu besetzen oder zu reklamieren. Laut Gesetz benötigt das Militär keinen Wachschutz von landlosen Bauern. Allerdings hoben die gesetzlosen Besetzer die Arbeit des geografischen Dienstes unter Leitung von Oberst Santiago Vera vor.

Einigen Passagen aus dem Schreiben:

„Bevor es zu neuen Konflikten in der Zone kommt, beantragen wir die Unterstützung und Präsenz des paraguayischen Militärs, damit die „Brasiguayos“ ihre Felder nicht neu bestellen können, bis die gesetzliche Basis dazu geschaffen ist“.

„Ich wende mich an dich (Lugo)“ und „Ich beantrage Soldaten der paraguayischen Armee damit sie den „Brasiguayos“ den Eintritt auf die Felder verweigern“.

(Wochenblatt / Última Hora)

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