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Landreform nur für Indert Familienangehörige: 30.000 Guaranies pro Hektar

Asunción: Indert Angestellte sind die wahren Landdiebe Paraguays. Durch illegale Macharten kamen alle Ländereien, die heute von der Regierung oder Landlosen eingeklagt werden, in die Hände der Besitzer. Ein riesen Staatsbetrug der durch Vetternwirtschaft Einzug hielt wird hier versucht zu vertuschen.

In den letzten Tagen von Nicanor Duarte Frutos beantragte ein gewisser Wildo Luis González Martínez (26) den Kauf eines Staatsgrundstücks welches ohne Nutzung war. Für den Verkauf musste jedoch eine Messung gemacht werden. Diese samt technischen Bericht des Grundstücks in der Kolonie Kuarajhy Retã, Bahía Negra, Alto Paraguay, erfasste 3.000 ha Land.

Unter Lugo im Dezember 2008 tauchte ein zweiter Bericht auf, der feststellte, dass Lucio Romero Silguero das Grundstück besetzt und ihm die Besetzungsrechte zugeschrieben werden sollten.

Am 17. Juli 2009, beantragte Romero Silguero offiziell den Kauf des Grundstücks mit der Begründung es schon seit 18 Monaten zu besetzen. Noch am gleichen Tag zahlte er mit Scheck die Summe von 27,9 Millionen Guaranies was 25% des Kaufpreises darstellt.

Einen Tag zuvor ,am 16. Juli 2009 jedoch hob der damalige Chef des Indert, Alberto Alderete, die Preise pro Hektar in Alto Paraguay von 30.000 auf 382.000 Guaranies an, fast dreizehn Mal so viel wie zuvor. Romero Silguero jedoch zahlte nur den alten Preis.

Unter der Führung von Eugenio Alonso, der Alderete in einem ungünstigen Moment ablöste verschwand der Beleg N° 4.586 für den Landkauf auf unerklärliche Art und Weise und Alonso nahm dem Agronom Alberto Romero, Cousin des Käufers, seinen Chefposten. Dieser stammt aus der linken Partei Tekojoja, geführt von Sixto Pereira.

Doch auch die Tage von Alonso waren gezählt und Marciano Barreto, der aktuelle Chef des Institutes für ländliche Entwicklung (Indert), sorgte dafür, dass der Kauf wieder ins Rollen kommt.

Drei Monate nach Amtsantritt mit der Unterschrift der Rechtsanwältin Norma Valiente wird dem Kauf endgültig stattgegeben und vier Tage später unterzeichnet Barreto die Resolution 602 womit Romero Silguero zum Eigentümer von Lote N° 98 der Colonia Kuarajhy Retã, von Bahía Negra, mit 2.897 Hektar erklärt wird.

Nach wie vor ist überraschend, dass für die fast 3.000 ha nur 92.132.653 Guaranies (rund 17.000 Euro) gezahlt wurden, was 32.756 Guaranies pro Hektar sind. Nach dem neuen und aktuellen Preis hätte das Grundstück 1,1 Milliarden Guaranies kosten müssen. Brasilianer in der Zone zahlen bis zu 500 US-Dollar pro Hektar. Die Beantragung von Wildo Luis González Martínez diente nur dafür, dem illegalen Geschäft einen legalen Anstrich zu verpassen.

(Wochenblatt / Abc)

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7 Kommentare zu “Landreform nur für Indert Familienangehörige: 30.000 Guaranies pro Hektar
  1. Krista schrieb am :

    manchmal überlege ich, ob ich weiterhin die Zeitung lesen soll………..hat aber nichts mit dem Herausgeber zutun, nur wenn ich solche Berichte lesen….

    könnte ich nur noch kotzen, bin ich doch im falschen Land ???????

    • sukowsky schrieb am :

      ————Guter Link—————-
      Ja, der gierige Sojaanbau ist der langfristige Ruin der Wälder Paraguays beschleunigt von den kriminellen Machenschaften Monsantos.
      Allerdings der Fußausschlag des Jungen im Film könnte eher eine Pilzerkrankung sein und das blasse Aussehen ist typisch für parasitären Wurmbefall des Magen- und Darmtraktes die ja weit verbreitet ist in Paraguay, besonders bei den barfüßigen.

  2. Asuncion45 schrieb am :

    Es ist doch gut, daß man mit dem Finger auf die anderen zeigen kann, weil man ja selbst aus Ländern kommt, in denen es so etwas nicht gibt. Tatsache ist aber, Korruption gibt es in allen Ländern der Erde nur mit dem Unterschied, daß ich mir sie in Europa nie leisten konnte. Ich hoffe sehr, daß die Kritiker hier, selbst auch im täglichen Leben in Paraguay keinerlei Korruption unterstützen.Sicher werden sie in der Vergangenheit noch nie mit einem Polizisten über die Höhe einer Geldstrafe wegen eines Verkehrsdelikts diskutiert haben. Sicher haben sie auch noch nie Schmiergeld bezahlt, damit sie keinen Strafzettel bekamen. Tatsache ist doch, daß sie es sehr wohl getan haben und froh waren mit der Hälfte des angedrohten Betrages davon gekommen zu sein. Aber sich hier über Korruption aufregen das ist doch abolut scheinheilig! Ich bin sicher, würden die Kritiker einen Vorteil aus den Machenschaften der INDERT ziehen können, würden sie auch da zugreifen. Also mal immer schön ehrlich bleiben und dran denken: Wer mit einem Finger auf andere zeigt, der zeigt mit 3 Fingern auf sich selbt.

    • Ja und wenn man liest, das man zwischen USD 1.000
      und 5.000 fuer seine Cedula bezahlt hat, das sind sicher
      die am lautesten Schreien, nur weil man das Dokument
      innerhalb einer Woche haben wollte.
      Diese lieben Landleute foerdern die Korruption ja noch..

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