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Lino Oviedo erklärte, dass Lugo 10 Millionen US-Dollar bot um nicht abgesetzt zu werden

Asunción: Lino Oviedo verschaffte sich gestren Gehör mit der gesteigerten Aussage von Kongresspräsident Jorge Oviedo Matto, dass Lugo mittels Geld versucht hätte seine Absetzung zu verhindern.

Lino Cesar Oviedo, Vorsitzender der Partei Unace, beichtete gestern, dass Lugo um seinem Amtsenthebungsverfahren zu entgehen 10 Millionen US-Dollar sowie fünf Ministerposten anbot.

„Am Tag des Prozesses kam um 08.14 Uhr ein Entsandter Lugos zu mir und machte das unmoralische Angebot. Um nicht als Lügner dazustehen, habe ich natürlich das Gespräch aufgezeichnet. Ich sagte, dass das einzige was Lugo noch bleibt der Rücktritt ist, denn die Entscheidung war schon gefallen“, so Oviedo.

Für Oviedo war eine Verlängerungsfrist für Lugos Regierung ausgeschlossen wegen den Unregelmäßigkeiten während seiner Amtszeit. „Der Ex Bischoff sorgte für viel Unbehagen und hat samt seinem sozial anmutenden Deckmantel Gelder ohne Ende ausgegeben, ohne im Kongress dafür Rechenschaft abzulegen“, so Oviedo weiter.

Er signalisierte zudem, dass der Lugoismus keine 5.000 Personen vor dem Kongress versammeln konnte, da alle eingeladenen Leute Geld für die Reise haben wollten. „Wo ist denn das Volk was seine Rückkehr gerne sehen will?“, fragte er ironisch. Zudem schloss er aus, dass Curuguaty vorbereitet wurde, um Lugos Regierung in die Wüste zu schicken.

Er hinterfragte auch die Entscheidung Lugos einen Mediziner als Innenminister (Carlos Filizziola) zu ernennen. „Was weiss denn ein Esel vom Zucker, wenn er nie in einer Bäckerei war?“, fragte Oviedeo erneut.

Ebenso ist er der Meinung, dass ein schnelles Amtsenthungsverfahren notwendig war damit kein Blut fließt.

Die sieben Minister des Obersten Gerichtshofes können mindestens bis 15. August 2013 in aller Ruhe schlafen weil während der Franco Ära kein Wechsel zustande kommen wird.

Lino Oviedo ist auch für eine Verfassungsänderung (meistens gewollt für eine 2. Amtszeit) die jedoch erst nach 2013 behandelt und in Kraft gesetzt werden sollte.

Der Unace Parteipräsident sagte zudem, dass er die Befreiung der internen Wahllisten unterstützt und es mal notwendig wäre den Kongress gut durchzukehren.

(Wochenblatt / Última Hora)

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Kommentare

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3 Kommentare zu “Lino Oviedo erklärte, dass Lugo 10 Millionen US-Dollar bot um nicht abgesetzt zu werden
  1. Bruni schrieb am :

    Weitaus interessanter ist ein Satz Lino Oviedos, dass am Morgen VOR dem Prozess ein Bote mit einem Vorschlag kam, aber: “was Lugo noch bleibt ist der Rücktritt, denn die Entscheidung war schon gefallen”

    Die Entscheidung, Lugo abzusetzen, war also schon weit vorher gefallen. Dann war der Prozess also nur eine Farce. Um das Gesicht zu waren. Um so zu tun, als wäre ein Hauch von Demokratie vorhanden. Seine Vorbereitung von 12 Stunden vor dem Prozess war also Unsinn – wozu? Das Ergebnis stand doch schon fest.
    Vier Stunden Verteidigung vor Gericht war ebenso sinnlos, weil das Ergebnis doch feststand.
    Da das Ergebnis feststand, konnte von Lugo und seinen Anwälten nicht beeinflusst werden – also kann jetzt Lugo die Kosten für die Anwälte zurückfordern, da ihre Arbeit überflüssig und sinnlos war.

    Allein dieser Satz stellt Paraguay vor der ganzen Welt als undemokratisch bloß. Damit ist im Nachhinein doch die Suspendierung Paraguays aus Mercosur, Unisur und OAS, sowie die Ausladung des Treffens in Cadiz gerechtfertigt.

    “Die Entscheidung war schon gefallen” – würde das ein Richter (Oviedo war in diesem Fall ein Richter) in einem Prozess in DE sagen, wäre seine Entlassung als Richter nicht zu vermeiden.

    Es war also kein DEMOKRATISCHER Prozess, sondern im Wert zu vergleichen mit den Schauprozessen des Dritten Reiches und der DDR.

    Oviedo ist anscheinend schon zu senil, um die Wirkung eines solchen Satzes in der Weltöffentlichkeit zu begreifen.

    Nun wollen wir mal sehen, ob die Welt dieses Interview zur Kenntnis nimmt.

  2. Arlette schrieb am :

    Mmmm, Lugo scheint ja Geld wie Heu zu haben, bei einem Einkommen als Präsident von knapp 4-tausend USA monatlich. Vielleicht hatte er als Bischof schon etwas “gespart”? Würde mich nicht wundern, wenn die allergrössten Bosse der Drogenmafia nicht in Sizilien, sondern in einem kleinen Staate mit eigenen Gesetzen in Italien sitzen.

  3. Hans schrieb am :

    Bravo Arlette, Dein Komentar gefaellt mir, besonders dass er vielleicht vorher auch schon gespart hat!!!

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