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Lugo und die glorreichen Sieben

Asunción: Zwei Colorados, drei Linke, einer aus der Mitte und ein Liberaler sind die Besetzung seines heiligen Zirkels. Dieser trifft alle wichtigen Entscheidungen. Am einflussreichsten sind die Republikaner.

Zwei Monate fehlen Lugo um drei Jahre Amtszeit zu füllen, der Kreis der Vertrauten schrumpfte in dieser Zeit beständig. Jetzt sind es nur noch sieben Personen, denen er in politischen Belangen vertraut.

Nach übereinstimmenden Aussagen verschiedener Quellen, alle mit Zugang zu solch brisanten Informationen, bestätigen alle, dass sich Lugo nachdem er sich mit vielen Personen umgab jetzt nur noch mit zwei Colorados, einem Liberalen, drei Linken und einem aus der Mitte einig ist.

Die einflussreichsten Männer sind Miguel Ángel Rojas, Privatsekretär Lugos und Miguel Fulgencio Rodríguez, paraguayischer Direktor von Yacyretá. Die Freundschaft zu Rodríguez gab es schon lange vor der Kandidatur des Ex-Bischofs.

Die Wiederwahl

Nach Aussage verschiedener Quellen die dem Staatschef nahe stehen, waren es Rodríguez und Rojas, die dem Präsident die Wiederwahl schmackhaft machten. Dies soll nun mit einer Volksabstimmung passieren, die so nicht ganz gesetzeskonform ist, da laut Verfassung nur eine Amtszeit erlaubt ist. Dies wäre ein Umweg, der wegen der Verfassungswidrigkeit keine Zustimmung bei Andersdenkenden findet.

Laut einigen Quellen brüstet sich Rojas damit, zu beiden Kammerpräsidenten direkten Kontakt zu haben, zum einen Víctor Bogado im Abgeordnetenhaus und zum anderen Óscar González Daher im Senat. Ebenfalls heißt es, dass er einen guten Draht zu der Mehrzahl der internen Bewegungsführer aller Parteien hat.

Rodríguez für seinen Teil ist der strategische Finanzier, der dem Präsident erklärte was eine Wiederwahl über eine Volksabstimmung kosten wird und wo die Gelder hergenommen werden können.

Der dritte im Bunde ist der Senator und Parteichef der PLRA, Blas Llano.

Er garantiert ihm die wichtige Unterstützung der liberalen Partei innerhalb der Allianz. Blas Llano soll auch Lugo geraten haben sich von Efraín Alegre zu trennen.

Die Senatoren Carlos Filizzola, von der Partei País Solidario und Sixto Pereira, von der Partei Tekojoja, bei Mitglieder der Parteigruppe „Frente Guasu“, sind seine Kontaktleute zur Linken, die ausschlaggebende Gruppe bei der Unterschriftensammlung dafür.

In dieser Gruppe erscheint auch der Minister für das Notfallsekretariat und Führer der Partei P-MAS, Camilo Soares. Der zwar von der Staatsanwaltschaft wegen Unterschlagung angeklagt wurde aber nach wie vor nicht von seinem Posten enthoben wurde. Lugo lässt sich bei jeder Kleinigkeit von Soares Ratschläge erteilen, obwohl es nicht sein Aufgabengebiet ist.

Der Ratgeber

Das letzte Mitglied in der Liga der Einflussreichen ist der Hauptratgeber Lugos, wenn auch in den letzten Monaten an Wert verloren, ist er nach wie vor der Generalsekretär des Ministerkabinetts, Miguel Ángel López Perito.

Bis Jahresbeginn war er der zweitmächtigste Mann in der Regierung, wurde allerdings durch Rojas ersetzt. Seine zweifelnde Einschätzung zu seiner Wiederwahl ließ ihn etwas Abstand bekommen von den wichtigsten der Regierung.

Dies sind die sieben wichtigsten Personen in Lugos Umfeld, die Menschen die an den Entscheidungen der Regierung teilhaben. Der Vizepräsident des Landes, Federico Franco war der erste der aus dem inneren Zirkle entlassen wurde.

(Wochenblatt / Última Hora / Foto:Reproduktion UH)


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Ein Kommentar zu “Lugo und die glorreichen Sieben
  1. Christiane schrieb am :

    Lugo umgibt sich nur noch, gelinde ausgedrückt, mit Ja – Sagern. Ob das für die restlichen 2 Jahre seiner Regierung so gut ist, wird die Zukunft zeigen. Auch wird die unmittelbare Zukunft zeigen, ob der neue Minister für öffentliche Bauten und Kommunikation, genauso fleißig sein wird wie sein entlassener Vorgänger.

    Ich bin zwar auch der Meinung, dass eine Amtszeit für den Präsidenten etwas dürftig ist, aber eine Änderung so durchzuführen ist auch nicht das gelbe vom Ei. Wenn die Amtszeit, wie in den USA, auf zwei Wahlperioden beschränkt bzw. erweitert wird, wäre das für’s Land besser. Vielleicht findet sich ja mal wirklich ein Präsident der dann auch vom Volk zweimal gewählt wird. Lugo gehört ganz bestimmt nicht dazu.

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