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Neue Eisenbahn in Paraguay: Unwille auf Seiten der hiesigen Autoritäten zu spüren

Asunción: Gunther Kuhn und Andreas Mattig, vom schweizerischen Konsortium R&M Financial Engineers and Trust AG und der Ingenieur Horst Wessial vom Unternehmen ILF Consulting Engineers die die vorbereitenden Pläne für eine neue Eisenbahnstrecke zwischen Asunción und Encarnación umsetzen wollten reisten abrupt wieder nach Europa nachdem einige hiesige Autoritäten keine Zeit hatten sich mit ihnen zu treffen. Aufgrund dessen kommen sie erneut Ende des Monats nach Paraguay.

Kuhn, Mattig und Wessial kamen in der vergangenen Woche nach Paraguay um das Bahnstreckenprojekt voranzutreiben welches auch bedeutet hätte sich mit einigen Personen zu treffen. Diese Chance wurde ihnen von Einigen verweigert.

So wurde es gestern der Tageszeitung Abc Color von Quellen aus der Kooperative der Bahngesellschaft erklärt, die vor einem Jahr einen Vertrag mit dem schweizerischen Konsortium R&M unterzeichnete.

Bei dem Projekt welches eigentlich schon beschlossen ist, handelt es sich um ein Investitionsvolumen von 400 Millionen US-Dollar. Auf einen Zeitraum von 20 Jahren sollten die Kooperative und das Konsortium den Bahnbetrieb zu ihren Gunsten nutzen bis sie in staatlichen Besitz übergeht.

Die wichtigen Personen, die keine Zeit hatten waren vom zweistaatlichen Wasserkraftwerk Yacyretá. Es ging um den letzten Teilabschnitt, General Artigas – Encarnación, den die Körperschaft finanzieren wollte, so eine vorangegangene Pressemeldung.

Die Vorstandsmitglieder befanden sich für einen längeren Zeitraum in Buenos Aires. Ein weiteres Treffen mit dem Präsident des Landes wurde trotz des wichtigen Projektes auf Anfang März verschoben.

Das Projekt hat schon eine Verspätung wegen dem Präsident der Eisenbahngesellschaft Fepasa, Marcelo Wagner, der den Vertrag der Kooperative mit dem Konsortium als illegal ansieht.

(Wochenblatt / Abc)

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14 Kommentare zu “Neue Eisenbahn in Paraguay: Unwille auf Seiten der hiesigen Autoritäten zu spüren
  1. kopfschüttler schrieb am :

    Hmmmm,,, wer von den “WICHTIGEN HERREN” betreibt denn da im persönlichen Hintergrund wohl eine “CAMION FLOTTE” ???

    Hier in meiner Gegend (Villarrica) pfeifen die Spatzen der “Insider des Gewerbes” das schon seit längerem von den Dächern, das man(n) wisse diese “Transporteisenbahn” zu verhindern ! Dazu werde es nie kommen, auch nicht auf anderen Strecken.

    Und NUR für die “Touristenbeförderung” ist das Projekt wohl zu teuer.

  2. Django schrieb am :

    Das war mal wieder nicht anders zu erwarten. Das ganze ist doch eh schon ein totes Unterfangen, da die Investitionen wieder genau so wie in den Jahrzehnten zuvor irgendwo versickern werden. Und somit wird auch im Jahr 2032 in Paraguay noch keine neue Eisenbahn fahren. Ich frage mich eh wozu Paraguay eine neue Eisenbahnstrecke braucht, um die Importprodukte aus Argentinien, Brasilien und Uruguay schneller in die Supermärkte bringen zu können? Denn normalerweise brauchen nur Länder mit einer guten und starken Exportwirtschaft ein funktionierendes Eisenbahnnetz und das ist ja genau das was Paraguay eben nicht hat. Oder zählen Drogen jetzt mittlerweile schon offiziell zu den legalen Exportprodukten in Paraguay?

  3. palatin schrieb am :

    mit 400 mio Guaranies eine Eisenbahnstrecke bauen? Ist wohl eine Märklin—auf diese Idee kann nur ein Schweizer kommen.
    Wenn jemand die Nachrichten verfolgt hat, weiß er, dass das Eisenbahnprojekt Chile- Argentinen über PY längst zwischenstaatlich in Planung ist.

    • Peter schrieb am :

      Es sind 400 Mio. US-Dollar. Ein Fehler im Bericht.
      Aber auch ich würde den Investoren empfehlen: Bringt euer Geld in ein anderes Land, hier wird das mit Sicherheit nichts.

  4. Joe schrieb am :

    400 Millionen Gs sind rund 70.000 Euro.
    Damit eine Eisenbahnlinie zu planen ist wohl nur als Unsinn zu bezeichnen.
    Schon die Planungsarbeiten eines ernsthaften Ingenieurs kosten weit mehr.

  5. Joe schrieb am :

    Der Kilometer Schotterstrecke wird in D mit rund 500.000 Euro veranschlagt, die Wartung dann mit rund 10.000 Euro pro Jahr.
    Verzichtet man auf jegliche calidad – wie das ja bei den hier gebauten “Villen” praktiziert wird – kommt immer noch ein Betrag raus, der 100 bis 1000 mal die 400 Mio Gs topt.

  6. El Tucan schrieb am :

    Mich nimmt bloss Wunder wie eine dubiose Beteiligungsgesellschaft ein Eisenbahnprojekt auch nur annähernd zu einem Abschluss führen will. Ich hoffe nur dass die Paraguayer schlau genug sind um das ganze früh genug zu stoppen.
    Ein Ausriss aus einem Firmen Informationsportal.
    Financial Engineers and Trust (Switzerland) AG. Inwieweit am Platze ein aktiver Geschäftsbetrieb ausgeübt wird, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Ein Telefonanschluss wurde im Rahmen unserer Recherchen nicht festgestellt.

    • bmm schrieb am :

      BINGO – genau diese Rechercheergebnisse haben auch wir gleich nach den ersten Berichten über dieses Projekt erzielt. Für jeden Geschäftspartner sollte das heissen : Finger weg !
      Aber offenbar haben die europäischen Gönner mal wieder gedacht, dass die Gier das Hirn frisst. Hier kann man also mal den Paraguayischen Politikern gratulieren, dass sie offenbar die Blase hinter dem aufgeblasenen Projekt erkannt haben.

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