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Ohne Investition bleibt Internet weiterhin teuer in Paraguay

Asunción: Der Internetdienst in Paraguay ist einer der teuersten und langsamsten der Region. Die Verbreitung in den Haushalten des Landes erreichte rund 20%, Schlusslicht in der Region.

Alle diese Gründe haben einen Ursprung. Wie einige Fachleute behaupten, liegt es an den Anrainerstaaten, die uns den Service teuer weiterverkaufen.

Franco, noch als Vizepräsident, war der gleichen Meinung als er beim Technologiegipfel SummIT 2012 in Asunción das Wort ergriff. Er sagte zudem, dass Problem bei internationalen Institutionen vortragen zu wollen.

Zu diesem Grund jedoch gibt es diverse Ansichtspunkte. César Martínez, technischer Direktor der Conatel, erklärte, dass der größte Prozentsatz des Internets über die multinationalen Unternehmen Telecom und Telefónica kommen, die in Argentinien ihren Sitz haben. Diese bekommen eine Art Maut für die Benutzung ihrer Netze.

Ab dem nationalen Territorium kauft den Dienst ein hiesiges Unternehmen, preist ihn höher aus und gibt ihn an den Endverbraucher weiter.

Martínez erklärte, dass die geografische Lage es nicht zulassen wird, dass wir direkt an eines der Untersee-Glasfaserkabel angeschlossen werden können.

Die lokalen Unternehmen ziehen es vor, bei einem Nachbarland den Dienst zu kaufen als in eine Glasfaserverbindung zum Atlantik zu investieren. Mit nur 6 Millionen Einwohnern und einer Ausbreitung von gerademal 20% steht die Investition in keinem Verhältnis zu der Anzahl der zahlenden Kunden.

Eine sinnvolle Möglichkeit die Kosten dank Investition zu senken wäre der Glasfaserring bei dem alle Länder der Region an ein High Speed Netz in Ringform angeschlossen werden könnten. Die Kosten würden aufgeteilt und die Geschwindigkeit wurde zunehmen.

Die Amtsübernahme durch Federico Franco kann eine gute Gelegenheit für neue Internetprojekte sein, da er einer derer war, der sich am unzufriedensten mit der Situation darstellte.

Die Anzahl der Anschlüsse stieg im von 2011 auf 2012 um 43,1%. Damit haben insgesamt 403.549 Nutzer eine Internetverbindung. Nach Bolivien belegt Paraguay Platz 2 mit dem teuersten Internet weltweit. Die Verbindung mit der Geschwindigkeit von 1 Mbps kostet in den Städten im Durchschnitt 20,13 US-Dollar, was 8,55% des durchschnittlichen Monatseinkommens sind.

(Wochenblatt / Abc)

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Kommentare

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7 Kommentare zu “Ohne Investition bleibt Internet weiterhin teuer in Paraguay
  1. Johannes Nepomuk schrieb am :

    1. Können wir ja alle gut verstehen, dass niemand in Paraguay investieren möchte :) Warum?
    2. Die Schweiz hat auch “nur” etwas mehr Einwohner. Trotzdem wissen Telekommunikationsfirmen Geld mit dem Internet zu verdienen.
    3. Das Internet spielt sowohl im privaten Bereich (Soziale Netzwerke) sowie in der inner- und zwischenbetrieblichen Informationsverarbeitung sowie im Informationsmanagement eine immer wichtigere Rolle. Wenn Paraguay hier nicht investiert wird Paraguay Drittweltland bleiben und von Drittweltländern überholt werden.
    4. Stellen Sie sich vor es gäbe in Paraguay ein funktionierendes Zahlungssystem und ein akzeptables Internet, wie viele Internet-Shops (Arbeitsplätze) entstehen könnten.
    5. Auch ich bezahle für “1 MBps” ca. 20 USD im Monat. Solche Angebote gab es in der Schweiz schon 2006, für Paraguay ist der Zug bezüglich Internet längst abgefahren. Langsam aber sicher sollte Paraguay hier Investitionen tätigen (können).
    6. Tatsächlich sehen die “1 MBps” so aus, dass ich durchschnittlich mit 25 KBps herunterladen kann. 1.000.000.000 / 25.000.000 = 40.
    Die versprochene Geschwindigkeit im Verhältnis zur tatsächlichen Geschwindigkeit ist also 40 (weniger). (Auch morgens um 4.00 Uhr).
    7. Wenn die Ämter in Paraguay ihre Akten noch in Bücher schreiben, Betriebe mit hotmail.com-Adressen arbeiten und Betriebe, zB. eine Zweigstelle in Asuncion und eine Zweigstelle Encarnacion, ihre Daten noch mit USB-Stick (Turnschuh-Datenaustausch) zentralisieren, so kommt das Land nicht vorwärts.
    8. Ein Oberpfaffe wie ex-Präsident Lugo kann die Wichtigkeit wie das Internet natürlich nicht einschätzen, auch wenn man aus der Bibel so alles Mögliche in die Neuzeit interpretieren kann.
    9. Der Präsident Franco scheint diesbezüglich etwas gebildeter und aufgeschlossener zu sein. Gut!

  2. 9mm schrieb am :

    1mbit sollte etwa 120KB download ermöglichen.

    Am Land (lies: tigo und andere Funker) kostet das etwa U$60 – nicht nur 20 wie mit ADSL

  3. Deserver schrieb am :

    Ganz zu schweigen von Internet via Satellit. Nutzte ich bereits in Europa testweise, als es erschwinglich wurde als ISDN alternative in Gegenden wo es kein DSL gab. Ca. 60 euro/monat war ein DSL vergleichbarer SAT download (einseitig) mit Zusatzverbindung per ISDN als upload.
    Die Preise davon in Südamerika, sowie die Möglichkeiten sind Schockierend. 1200$ scheinen an der Tagesordnung zu sein. Klar schwankt das nach Anbieter und Leistung, aber die Geschwindigkeit ist meistens max. 1 Mbit/s und kostet so viel, dass gerade einmal Firmen über diese Nutzung nachdenken könnten, oder jene in der tiefsten Pampa mit nem riesen Geldspeicher. Auch Telefonleitungen können geklaut werden, also selbst ein paar KM Kabel sind eine Risikoinvestition. Somit bleibt in PY in abgelegenen Orten nur die Funkverbindung via Antenne oder UMTS Stick.

    Ein wertvoller Tip für Stick nutzer: Hohe Geschwindigkeit gibt es meist erst ab 60% Empfangsleistung (wsdpa, umts), also mindestens volle Balkenanzeige. Um das zu erreichen kann man das Signal mittels einer kleinen Parabolschüssel bündeln. Die Konzeptidee wird in D für 60 Euro verkauft, man kann aber auch einfach mit Alufolie (10cm durchmesser reichen schon) eine Halbkugel formen und den Stick davorklemmen. Das bringt bis doppelte Empfangsleistung und somit auch ein schnelleres Internet bis zu dem was man bezahlt. Natürlich muss man sorgfältig ausrichten. Hilfssoftware wie MWCONN ist da sehr nützlich.

    • Peter schrieb am :

      Die Aussage bzgl. des Empfangspegels ist nur dann korrekt, wenn der Stick oder die externe Antenne einen
      HSDPA/UMTS-Antennenmast auch sieht. Damit ist gemeint, dass der Mast, zumindest am Horizont, sichtbar sein muss.
      Denn die verwendeten Frequenzen (850-950 MHz) verbreiten sich ausschliesslich horizontal (Sichtweite) und evt. über Reflektionen
      (große Stahlflächen oder ähnliches).
      In meiner Region sehe ich 2 Masten von Tigo, jedoch sind diese nur Telefonieverbindungen ausgelegt. Man erkennt dies an den runden stabförmigen Antennen, die kreisförmig am Mast angebracht sind. Somit geht hier max. GPRS mit 64 kb/s. Da hilft keine externe Antenne jeglicher Art. Ausserdem sind diese Masten miserabel an die Hauptmasten angebunden. Die zwar für die Telefonie ausreichend sind, aber bei guter Telefonieauslastung nur magere 22 kb/s Download bringen.
      Was man noch wissen sollte ist, dass es in der Telekommunikationsbranche üblich ist die Kapazitäten 4-fach zu überbuchen. D.h., dass wenn die Anlage 100 Teilnehmer versorgen soll, wird nur Technik für 25 installiert wird.
      Das zur allgemeinen Info.

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