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Oviedo Matto: “Nichts wird wiedergewonnen und keiner erhält eine Strafe”

Asunción: Traurig aber wahr. Der Präsident des Senats, Jorge Oviedo Matto (Unace), erklärte nach einem Treffen mit dem paraguayischen Itaipú Direktor, Franklin Boccia (PLRA), dass nicht nur die verschwundenen 121 Millionen US-Dollar aus der Pensionskasse Cajubi nicht rekuperiert werden können sondern auch keiner dafür hinter Gittern muss.

Oviedo Matto sagte nach dem Treffen, an welchem auch Senator Miguel A. González Erico (PLRA) und Marcelo Duarte (PQ) teilnahmen, dass er nicht an Wiedergutmachung glaubt. „Zum Glück für ihn und sein Gewissen, dass er seit über einem Jahr denunzierte was da am Laufen ist“, so Oviedo Matto.

Er betont, dass nicht ein Richter des Landes sich animiert fühlt einige der Angeklagten zu verurteilen. Grund dafür ist, dass einer der Verteidiger, Héctor Rodas, Schwiegersohn von Víctor Núñez, Präsident des Obersten Gerichtshof ist es und einer der Angeklagten Víctor Bogado Núñez, Neffe des besagten Gerichtspräsidenten.

Er erklärte, dass es jetzt zwar Angeklagte gibt aber er sich sicher ist, dass es in zwei Jahren einen temporären Freispruch geben wird, bis neue Beweise auftauchen, was natürlich nicht geschehen wird. „Keiner geht hinter Gitter, sicher!“. Auch der Kongress kann in diesem Fall nichts machen.

Boccia wiederum bedankte sich beim Senatspräsident für die Einladung um ihm den Sachverhalt genauer zu schildern. Die 121 Millionen US-Dollar hätten in der Zeit wo damit „gezockt“ wurde rund 50 Millionen US-Dollar Zinsen generieren können.

Boccia sagte außerdem, dass die Zurückgewinnung wenn überhaupt und nur teilweise sehr schwierig werden wird, da kaum Dokumente über die waghalsigen Investitionen vorhanden sind. Auch er sieht das Nichtstun des vorherigen Staatsanwalts Sergio Alegre als archivieren an.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Oviedo Matto: “Nichts wird wiedergewonnen und keiner erhält eine Strafe”
  1. das Franco die Korruption bekaempfen will, ist nur eine
    Wort-Phrase . Das sagen haben die Colorados,- und die werden sicher nicht die eigenen Leute anklagen..
    Das sieht man hier und auch bei den 17 Toten, wird nichts heraus kommen. Auch unter Franco wird sich nichts aendern..

  2. Peter schrieb am :

    Dieses Land wird an seiner koruppten Lebensweise zu Grunde gehen, bzw. keinen Millimeter Zukunft haben und wollen!
    Die sog. Politiker haben viele Optionen das Land weiterzubringen nur für sich genutzt. Ich habe auf der Expo das “Vergnügen” gehabt mir den Aguara “Fuchs”, das E-Auto anzuschauen. Es entspricht dem, was Paraguay in der Lage ist zu leisten: NICHTS. So ein Prototyp würde sich kein anderes Unternehmen getrauen auch nur auszustellen. Ein cw-Wert wie ein Wandschrank.
    Und genau darum geht es letzten Endes in diesem Land. Jeder will nur seinen eigenen Vorteil sichern, alles andere ist Schall, Rauch und Lüge. Lügen ist hier an der Tagesordnung.
    In DE ist es auch nicht besser. Schade.

    • Ilia Richter schrieb am :

      Ja, ich denke auch, dass dieser E-Auto-Prototyp pünktlich zur Expo “fertiggestellt” wurde und wir nie wieder etwas davon hören werden.
      Wenn selbst grosse Autofirmen wie Mercedes und Zukunftsforscher dem E-Auto noch keine grosse Zukunft bekunden… (dann wird es Paraguay bestimmt machen können *kicher*)

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