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Paraguay hat keine Verschnaufpause verdient

Asunción / Washington: Laut des Internationalen Währungsfonds muss Paraguay verhindern, dass die Makrowirtschaft mehr Inflation mit sich bringt. Die Organisation warnte ebenso davor, die staatlichen Gelder zu sehr auf Banken zu verteilen weil dies ein Risiko im Finanzsystem des Landes darstellen würde.

Paraguay muss seine Steuerlast erhöhen und Verluste eliminieren, erklärt das Schreiben nach einem Besuch hochrangiger Vertreter des Fonds.

Die Wirtschaftspolitik der Regierung war korrekt bis zu dem Zeitpunkt der Trockenheit. Jedoch konnte diese nicht das geringe Bruttoinlandsprodukt von 1,5% verhindern. Für nächstes Jahr, soweit man das abschätzen kann, sind 8,5% reell.

Die Zentralbank muss bereit sein die Zinsen zu erhöhen zur Flexibilität des Tauschkurses.

„Für 2013 ist es wichtig eine steuerliche Disziplin einzuführen und nicht die Sachen wie dieses Jahr weiterlaufen zu lassen“, erklärt der Text.

Die steuerliche Belastung in Paraguay ist nach wie vor die tiefste in ganz Lateinamerika weswegen der Fond dringend empfiehlt die Lohnsteuer einzuführen und Verluste zu vermeiden.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “Paraguay hat keine Verschnaufpause verdient
  1. Asuncion45 schrieb am :

    Ich verstehe nicht, warum die südamerikanischen Staaten nicht endlich eine eigene Bank realisieren und sich noch immer vom Internationalen Währungs Fonds abhängig zu machen. Auf der ganzen Welt hat sich herum gesprochen, daß dieser IWF ein Instrument zur Zerstörung aller Nationen darstellt. Argentinien hat diese bittere Erfahrung hinter sich. Dort hat man über Nacht die Zinsen in unerschwingliche Höhen getrieben um den Staat übernehmen zu können. Derzeit gehen Griechenland, Italien, Spanien und Portugal diesen Weg. Weitere europäische Länder werden sehr schnell folgen. So ist es in der ganzen Welt geplant. Das Ziel ist die Abschaffung aller Nationalstaaten damit die Bankster endlich eine Weltregierung installieren können.

    • El Tucan schrieb am :

      Mein lieber Asuncíon45, diese Einstellung gegenüber den internationalen Bankern finde ich fast schon paranoid. Sicher gibt es viele Vorbehalte und wie die Vergangenheit gezeigt hat, nicht zu Unrecht. Aber die Forderung nach einer z.B. PY Staatsbank? ich weiss nicht. Würdest du dein Geld einer paraguayischen Bank anvertrauen, in der womöglich paraguayische Politiker das Sagen haben? Da gibt es sicher einige Alternativen. Vielleicht Immobilien an einem guten Ort! Vielleicht ein grüner Fonds einer alternativen Bank?

      • Buchholz schrieb am :

        Die Einstellung von Asuncion45 ist keineswegs paranoid.
        Deine Sichtweisse der Dinge kann man dagegen naiv nennen. Siehst Du denn gar nicht, was in Europa zur Zeit läuft? Abschaffung der Nationalstaaten, die Bundeswehr trainiert zur Zeit die niederschlagung von Audständen gegen das eigene Volk. Und das unter Missachtung des Grundgesetzes. Informiere Dich im Internet. Hier geht das noch, denn in Europa ist dieses bereits weitestgehend zensiert.

    • Werner schrieb am :

      Was verstehst Du nicht daran ?
      Um eine dem IMF (IWF) vergleichbare Institution zu gründen,
      muß jemand da sein,der Mittel einzahlt.
      Im Falle des IMF sind dies hauptsächlich die USA,Europa
      und Japan.Daher haben die Vertreter dieser Länder auch das
      Sagen,da die Stimmrechte sich nach der Höhe der eingezahlten
      Mittel richtet.
      Wer sollte denn bitte in Südamerika einzahlen ?
      Eine internationale Bank für Südamerika,die kaum Kapital hat,würde wohl nicht von großem Nutzen sein.Oder ?

  2. El Tucan schrieb am :

    Mangels potenziellen Feinden trainieren die meisten Rest Armeen Katastrophenszenarien, die Angesichts der zunehmenden Naturkatastrophen auch Sinn machen. Sogenannte Eingreiftruppen trainieren Antiterror Einsätze, und das kann sich natürlich auch gegen Landsleute richten. Die Meinung, die trainieren explizit gegen das eigene Volk ist
    genauso paranoid wie die Ansicht, die Banker haben nichts anderes im Sinn als die Weltherrschaft zu übernehmen. Ich bin Humanist und absoluter Freigeist, das kann man meinetwegen naiv nennen, aber besser als mit permanenten Aengsten vor dunklen Mächten mir den Schlaf rauben zu lassen.

  3. Bonsaj Rambo schrieb am :

    Grundsätzlich finde ich die Abschaffung der Nationalstaaten gut und wird hoffentlich in 300 Jahren auch eintreten, sagen wir mal, nachdem der erste Mensch den Mars betreten hat. Mal der Hypothese angenommen, Europa versinke in Naturkatastrophen und in anderen Erdteilen blühe die Wirtschaft, würde manch ein Europäer ebenso denken, denke ich.

    Denke auch, dass bei einer Arbeitslosenquote von 25% in Griechenland die Staatsausgaben für die innere Sicherheit mehr als leicht angehoben wurden. Irgendwann könnte die Polizei am Anschlag sein und dann würden härtere Bandagen aufgezogen. Geht ja einiges ab in Griechenland (Spanien, Italien???) bei der Sparpolitik. Statt langfristig die Schulden abzubauen versucht man diese nun innert wenigen Jahren abzubauen, dh. Renten 3x kürzen etc. Die Ausgaben für Panzerkäufe wurden aber sicherlich nicht heruntergefahren.

    Ich bin nicht der Meinung des IWF, der Staat Paraguay solle staatlichen Gelder nicht auf Banken verteilen. Erstens braucht der Staat Reserven für schlechtere Zeiten. Ob die Höhe dieser Gelder zu hoch ist kann ich nicht beurteilen, sollten jedoch Makro-ökonomisch untersucht werden können. Eine Aufgabe künftiger Doktoranden.

    Paraguay müsse seine Steuerlast erhöhen und Verluste eliminieren, da erklären uns die Hohen Damen und Herren nichts Neues. Wohl einfach mal ihren Pflichtbericht gemacht. Natürlich braucht der Staat mehr Einnahmen um dies alles bezahlen zu können, welche Otto nicht bezahlt wie Krankenhäuser, Feuerwehr, Polizei, Gehsteige, Kanalisation etc. Natürlich muss eine gerechte Steuerlast erreicht werden, Gelder der Schwarzarbeit und Korruption werden dem Staate wohl kaum etwas bringen. Gähn, liebe IWF-Fachexperten.
    Ein Bruttoinlandsprodukt von 1,5% ist in der Tat gering (gähn). “Für nächstes Jahr, soweit man das abschätzen kann, sind 8,5% reell”. Dies halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

    Die Zentralbank kann die Zinsen genau dann erhöhen wenn die Banken diese Zinsen auch verkraften. In Europa bekommen die Banken die Kredite der Zentralbank z. Z. zu einem ziemlich niedrigen Zins, warum wohl?

    Danke für den Tipp, liebe IWF, in Paraguay eine steuerliche Disziplin einzuführen. Paraguay muss ja ein “Europa 2.0″ werden. Ziel erreicht, wenn Europa Version “Europa 3.0″ erreicht hat.

    “Die steuerliche Belastung in Paraguay ist nach wie vor die tiefste in ganz Lateinamerika” so der Fonds. Ja, das ist auch gut so, muss ja auch nicht alles steril verbaut werden wie Europa. Es geht auch, mit viel weniger Staatsausgaben. Es funktioniert auch hier.

    Falls es dem IWF-Fonds entgangen ist: die Lohnsteuer ist eingeführt!

    • 9mm schrieb am :

      Der IWF, als Interessensvertretung der USA, hat natürlich seine ganz eigenen Vorstellungen, wie es in Südamerika laufen sollte.

      Starke, unabhängige Staaten, mit positivem Budget und kaum Schulden sind darin jedoch nicht enthalten.

      Man versklavt einen Staat entweder durch das Schwert (Militär/Krieg) oder durch Verschuldung (Sozialismus).
      Wer das einmal verstanden hat, der versteht besser was derzeit in der EUSA so vorgeht und warum.

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