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Privileg der Itaipú Angestellten

Hernandarias: Während die Armut im Land nicht sinken will trotz positiver Wirtschaftsbilanz und Versprechen aus der Regierung wird im zweistaatlichen Wasserkraftwerk Itaipú auch nur der kleinste Anflug von Stress mit Salsa bekämpft.

Ja sie haben richtig gelesen, in Itaipú tanzt man Salsa um sich zu entspannen. Zumindest können die besser verdienenden der staatlichen Institution das Angebot wahrnehmen.

Auf dem folgenden Foto sehen sie den juristischen Berater, Eusebio Ramón Ayala (PLRA)im roten T-Shirt der 17 Monatsgehälter von 70.000.000 Guaranies pro Jahr bei Itaipú verdient, Sara Centurión de Radice, Geschäftsdirektorin mit einem Gehalt von 39.000.000 Guaranies, Juan José Bareiro, Angestellter des Finanzbereichs mit 9.757.100 Guaranies Lohn, Brice Alfredo Agüero, Leiter der juristischen Direktion mit 10.979.400 Guaranies monatlich.

Tatsächlich fiel den Angestellten nichts Besseres ein als einen Sitzungssaal in einen Tanzsaal zu verwandeln. In Europa sind reanimierende Kurse etwas ganz normales und werden auch vom Arbeitgeber angeboten doch hier in Paraguay wo die Armut und die extreme Armut kein Ende findet sind das die falschen Signale die ein staatlichen Unternehmen aussendet, da das Geld für den Strom allen Paraguayer zusteht und nicht nur den Bestverdienern aus Itaipú.

Da der Tanzlehrer Ricardo Huespe aber „nur 2.000.000 Guaranies“ pro Monat bei Itaipú verdient, wird dieses wöchentlich wiederkehrende Betriebsfest bestimmt als finanziell vertretbar eingestuft. Bleibt nur noch die Frage wie hoch der Stress wirklich ist?

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Kommentare

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6 Kommentare zu “Privileg der Itaipú Angestellten
  1. Sukowsky schrieb am :

    Der Tanzlehrer verdient etwa 357 Euro, der Spitzenverdiener 12.500 Euro. Allerdings ein beträchtlicher Unterschied!
    Nehme mal stark an, dass der Salsaspezialist kein Universitätsstudium besitzt, also irgendwie ist dann das Ganze verständlicher. Bei uns in Deutschland haben wir da auch unsere starken Abstufungen.

    Denke mal in Paraguay ist sehr hemmend überall die Amigoverbundenheit . Ohne Amigo springt der Karren nur schlecht an? Oder sollte man auf gut Deutsch sagen, wer gut schmiert fährt auch gut?
    Für die wirtschaftliche Landesentwicklung ist das aber Gift.

  2. Monika schrieb am :

    Warum sollten sie nicht Salsa tanzen ? Ich finde diesen Artikel uebertrieben. In der Schweiz haben wir in dem halbstaatlichen Unternehmen in dem ich arbeitete genau dasselbe waehrend der Mittagspause getan. Den Armen duerfte das egal sein.

    • Sukowsky schrieb am :

      ——-Salsa ist gesundheitsfördernd———-

      Liebe Monika,
      natürlich sollen sich die Angestellten auflockern mit Salsatänzen. Es ist gut für die Gesundheit und das Arbeitsklima.
      Den Tanzlehrer könnte man doch mehr zahlen?

    • Rene Walter schrieb am :

      Äpfel mit Birnen verwechselt?

      Hallo Monika, in welchem halbstaatlichen Unternehmen in der Schweiz war das? War das auch ein E-Werk? Wurde ein Tanzlehrer vom E-Werk bezahlt?
      Bitte klären Sie uns doch exakt auf. Wir wollen es genau wissen!
      Nur etwas in den Raum stellen ohne klare Details kann nicht auf den Wahrheitsgehalt geprüft werden. Nachdem ich einige Jahre in der Schweiz arbeitete und die Sparsamkeit der Schweizer Behörden kenne, bin ich schon sehr gespannt auf Ihre Hinweise. Ansonsten wir zu Recht annehmen dürfen, dass Ihre Ausführungen gelinde gesagt, aus Versehen gemacht wurden.

  3. Rene Walter schrieb am :

    Tanzstunden in einem staatlichen Betrieb ist eine Verhöhnung der armen Menschen dieses Landes. Ich habe Kontakte zur E-Wirtschaft in Europa. So etwas ist weltweit etwas einmaliges und da bedarf es der Kontrolle durch die staatliche Aufsicht.
    Klarer Auftrag an die Führung der regierenden Parteien, den Vögeln die Flügel zu stutzen. (smile)

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