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Regierung veranlasste Vermessung von längst verkauften „Yerbales“

Asunción: Mit der Ausrede den Grenzstreifen zu überprüfen, benutzte die Regierung die paraguayische Armee dazu die Yerba Felder (Yerbales) aus dem 19. Jahrhundert, die eventuell dem Staat gehören neu zu vermessen.

Jedoch zeigen Verträge und gerichtliche Erlässe auf, dass die Ländereien, die 167.000 ha umfassen schon längst vom Ex IBR, heute Indert, verkauft wurden. Mittlerweile wurden auf den damaligen Yerba Feldern, die zwischen zwei Provinzen liegen, mehrere Städte gegründet.

Am vergangenen 11. Januar ordnete der Vorsitzende des Institutes für ländliche Entwicklung (Indert), Marciano Barreto, auf Wunsch von Fernando Lugo an, dass die Soldaten de geografischen Dienstes die Zone „Tenedores de Bonos“ und die Yerbal Felder in den Zonen Ñacunday, Pirapytã, Yacui, Otaño, Park Ñacunday und Ex Park Yacui neu vermessen.

In dem Schreiben (siehe Foto) erklärt Barreto weiter, dass diese Aufgabe in ihrem Verantwortungsbereich liegt, da die Arbeiten in der 50 km Grenzzone stattfinden soll.

Allerdings sind einige Grenzpunkte außerhalb der 50 km Zone gesetzt wurden. Dies bedeutet, dass die Ausrede den Grenzstreifen zu reinigen eine bloße Ausrede ist um nachzumessen wo irgendwann einmal die famosen „Yerbales“ waren.

Die Karte zeigt klar auf, wo sich die besagten Yerba Felder von damals befinden und wie der Staat behauptet, ihnen noch gehören.

Leider ist dem nicht so, da es eine Vielzahl von Belegen darüber gibt, dass das staatseigene IBR Institut diese Ländereien ab 1963 erneut vermessen ließ und in kleinen Teilen verkaufte.

Auf dem besagten Gebiet wurden die Städte Santa Rita, Mayor Otaño, Iruña, Domingo Martínez de Irala und Santa Rosa del Monday gegründet.

Im Jahr 1800 war Yerba etwas sehr wertvolles. Mit dem Verkauf konnte ein Staat Divisen generieren. Der Staat wiederum verkaufte auf Konzessionsbasis und per Dekret die Ländereien an ausgesuchte Produzenten, um dann ein Geschäft mit dem Ilex Paraguanyensis zu machen. Wenn also der Staat behauptet er hätte die Ländereien nicht verklauft enspricht das nicht der Wahrheit. Das Yerba Feld verkaufte sich entweder mit oder ohne Anpflanzung.

Ab 1963, wurden durch ein nationales Gesetz alle staatlichen Ländereien Eigentum der IBR, und zwar automatisch. Danach ließ die IBR das Gelände neu vermessen und verkaufte es erneut.

(Wochenblatt / Abc)

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