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Sertrán Blitzerfotos sind illegal laut Gerichtsurteil

Vorsicht Foto! (Abc)

Asunción: Laut einem gestern gefällten Gerichtsurteils des Obersten Gerichtshofes ist es dem privaten Unternehmen Sertrán nicht erlaubt die Geschwindigkeit zu kontrollieren und Strafen einzutreiben.

Verkehrssünder die wegen überhöhter Geschwindigkeit oder Überfahrens einer roten Ampel in den Städten Ñemby, Ypacaraí, Coronel Oviedo und Hernandarias angeschrieben und zur Zahlung aufgefordert wurden sind mit diesem Urteil von der Zahlung der Strafe freigestellt.

Die maximale juristische Instanz, vertreten durch Antonio Fretes, Sindulfo Blanco und Luis María Benítez Riera entschieden sich gegen den Art. 12 des Stadtgesetzes N° 3966/2010.

Für Kontrollen in einem paraguayischen Stadtgebiet kann nur die Stadt- oder Straßenpolizei hinzugezogen werden. Bei letzterer bekommt die Kommune jedoch nichts von den Strafen.

Mit dem Einsatz der Sertrán S.A. wurden diverse Artikel der Verfassung verletzt. Denn nur die Straßenpolizei darf auf Überlandstraßen kontrollieren.
Sertrán wurde im Jahr 2008 gegründet, wenige Tage nachdem Lugo an die Macht kam. Der Eigentümer war sein Mentor Petronio Muñoz, der allerdings das Geschäft seinen Söhnen Marcelo und Jorge überschrieb.

Der Betrieb wurde in den Städten Ñemby, Ypacaraí, Coronel Oviedo und Hernandarias aufgenommen. Dabei wurde das Überfahren der roten Ampel aufgezeichnet und im Fall einer Infraktion über 1.000.000 Guaranies verlangt. Später kam die Geschwindigkeitsmessung auf Überlandstraßen hinzu, wo das Unternehmen 80% der Strafen einbehielt während die Stadt nur 20% bekam.

Allein in der Stadt Ñemby, wurden im Jahr 2009 3,2 Milliarden Guaranies (rund 600.000 Euro) Strafe kassiert wovon nur 759 Millionen Guaranies die Stadtverwaltung erhielt.

Ständig wurde hinterfragt warum ein Freund Lugos so ein florierendes Geschäft haben darf was Millionen fakturieren kann.

Durch die Krise zwischen der Judikative und der Legislative war das eine klare Nachricht der Ablehnung an die Regierung.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “Sertrán Blitzerfotos sind illegal laut Gerichtsurteil”

  1. Günter sagt:

    Super, toll
    und das schon bezahlte Geld ist weg. Oder??

  2. 240d sagt:

    …das ist ja mal eine gute nachricht zur abwechslung.

  3. Thomas sagt:

    Der Grund dafuer soll der sein, dass Politiker nicht fotografiert werden wollen, wenn sie rasen.

  4. melchior Bruderer sagt:

    Ah, Danke für diesen Artikel. Jetzt kann ich mir vorstellen, dass Lugos Ranch wirklich 12 Mio. USD gekostet hat und er wirklich eine Harley Davidson fährt. Dies bei seinem Mikro-Staatschef-Gehalt von 4.877 US$.

    10. Fernando Lugo (Paraguay): 4.877 US$
    http://wochenblatt.cc/suedamerika/fernando-lugo-verdient-mehr-als-cristina-und-evo-und-ist-trotzdem-kein-schwerverdiener/2072

  5. dagmar sagt:

    Soviel ich gehört habe bekommt man das Geld zurück.

  6. Hans Iseli sagt:

    Eine absolut miese Firma. Verschickt Bussen mit einjähriger Verspätung an Leute, die ihr Auto schon lange verkauft haben und inzwischen sogar verstorben sind. Zudem ist die Höhe der Bussen völlig hirnlos: ob 5 oder 50 kmH zuviel, der Betrag ist immer derselbe.
    Aber: passt!

  7. [...] die Blitzerfotos  laut einem Gerichtsurteil illegal. Hier kann alles genau nachgelesen werden: http://wochenblatt.cc/nachrichten/sertran-blitzerfotos-sind-illegal-laut-gerichtsurteil/9664 au deutsch [...]

  8. Sukowsky sagt:

    ———-Wer steckt dahinter ————–
    Diese üblen Machenschaften von Sertrán Blitzerfotos
    ist der Gipfel von dreister Unverschämtheit mit scheinbaren offiziellen Anstrich. Freunde Lugos füllen sich die Taschen.
    Gut, das die Justiz damit aufräumt?

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