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Sojariese Los Grobo möchte sich auch in Paraguay ausbreiten

Asunción: Das Unternehmen Los Grobo, einer der Sojakönige mit mehr als 260.000 ha Anbaufläche im Mercosur-Gebiet, verkaufte 20% seiner Aktien im Wert von 43 Millionen US-Dollar an den Asiaten Mitsubishi und sieht vor sich noch weiter auszubreiten. Dafür sei es nötig in Uruguay wie auch in Paraguay auf den Markt zu drängen. Zusammen sind die Mercosur Länder die Region die weltweit am meisten Soja produziert.

Gustavo Grobocopatel, Eigentümer der Gruppe „Los Grobo“, sagte bei einem Interview mit der argentinischen Tageszeitung „La Nación“, dass die zum Expandieren weitere Investoren in den Ländern suchen, mit denen zusammengearbeitet werden kann.

„Los Grobo“ besitzt 260.000 ha Soja Anbaufläche in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay und setzt jährlich 1,1 Milliarden US-Dollar damit um, laut Informanten des Unternehmens.

Der japanische Gigant „Mitsubishi Corporation“, Eigentümer von 360 Unternehmen weltweit, entscheid sich für Los Grobo um sich in der brasilianischen Landwirtschaft gut zu positionieren, ein Sektor der vertrauenswürdig und ausbaubar scheint. Aus diesem Grund zahlten sie auch 43 Millionen US-Dollar um 20% der Aktien des argentinisch-brasilianischen Ceagro-Los Grobo zu bekommen.

Die strategische Allianz ist die erste im Bereich der Landwirtschaft zwischen einem Asiaten und Lateinamerika. Dazu kommt, dass der asiatische Markt auf der Suche nach Lebensmitteln ist um die große Nachfrage wie in China und Indien zu decken.

En Brasil hat „Los Grobo“ 60.000 ha Soja und mit den getätigten Investitionen werden jährlich rund 450 Millionen US-Dollar umgesetzt.

In Lateinamerika werden viele sojahaltige Produkte zum Kauf angeboten. Neben Sonnenblumenkern Öl ist Sojaöl sehr weit verbreitet. Auch werden viele Säfte wie AdeS (Alimento de Soja – Lebensmittel auf Sojabasis) im Mercosur Bereich angeboten und gerne gekauft.

(Wochenblatt / todoelcampo.com.uy)

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Kommentare

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12 Kommentare zu “Sojariese Los Grobo möchte sich auch in Paraguay ausbreiten
  1. sukowsky schrieb am :

    —–Langfristig sehr schlecht——
    Für Klein- und Mittelbetriebe ist Soja (ohne Saatgut von Saatgutmulti Monsanto) eine gute Einkommensquelle. Die Errichtung von zahlreichen Großbetrieben für den Sojaanbau in Paraguay haben die herrlichen natürlichen Waldbestände drastisch reduziert und zur Veränderung des Klimas beigetragen.
    Fröste, die früher eher seltener waren, sind heute schon normal. Von den Unwettern gar nicht zu sprechen.

    Hinzu kommt, das Saatgut von Saatgutmulti Monsanto begleitenden Herbiziden den Boden auslaugen und jedes Jahr zu weniger Ertrag bringen.

    • Christian schrieb am :

      Wo hast du den Quatsch her , das dies Herbizid den Boden auslaugt ?Warum steigt dann der Durchschnittsertrag der Soja Iahr fuer Jahr ? Und wenn es danach ginge ,dann waeren in Europa und anderswo alle Boeden schon Tod ! Denn dies Herbizid findet dort schon seit mehr als 40 Jahren Verwendung !!
      Eine Frage : Wann war dies frueher , als Froeste eher selten waren ??

      • Sukowsky schrieb am :

        -Monokultur Sojaanbau ruiniert Paraguay-
        Warum soll das Quatsch sein. In Deutschland hat man ja auch eine sinnvolle Fruchtfolge die das zu verhindern weiß. Das Klima ist zumal in den nördlichen Breiten Europas gemäßigt und die organische Umsetzung im Boden ist hier um ein vielfaches verlangsamt. Hinzu kommt die Niederschläge fallen in der Regel langsam.

        Es ist kein Geheimnis, dass in Argentinien der dortige langjähriger Sojaanbau, mit Monsanto-Produkten die Bodenfruchtbarkeit drastisch geschädigt hat. Es ist ja auch bekannt, das Düngergaben durch Wolkenbrüche weggeschwemmt werden oder bei Ausbleiben der Niederschläge die Sojapflanzen schädigen.
        Übrigens Monsanto Saatgut ist Genmanipuliert und die zukünftigen Märkte werden sich davon abkehren.
        Übrigens, die frisch gerodeten Wälder in Paraguay strotzen vor Bodenfruchtbarkeit nehmen aber von Jahr zu Jahr ab und bei falsche Bewirtschaftung fällt man dann auf die Schnauze.
        Die Düngergaben die dann notwendig sind um wirtschaftliche Erträge zu haben müssen von einer vernünftigen Fruchtfolge begleitet werden sonst ruinieren sie die Böden, dass hat zwangsläufig Mindererträge zur Folge.

        Sojaanbau in Paraguay ist ein Desaster u.a. entwaldet es Paraguay und es wird langsam zur Wüste!
        Was der Himmel verhüten mag!

        • Christian schrieb am :

          Eine Frage : Wieviel Soja hast du schon in Argentinien oder Paraguay gepflanzt ! Oder wie oft warst du bei der Aussaat oder Duengung dabei ! Wieviele Bodenanalyse der Sojafelder ausgewertet ??

          • andreas schrieb am :

            hallo christian!

            scheinbar sind deine informationsquellen falsch oder du wirst bezahlt!!! es ist ein offenes geheimnis das glyphosat den boden so wie die darin lebenden organismen schädigt! dazu gibt es studien, abgesehn davon das glyphosat noch nach über einem jahr im boden nachgewissen wurde und in grundwasser eindringt!! wie erklärst du ausserdem das das auf den selben flächen immer größere mengen ausgebracht werden müssen um einen gleichbleibenden erfolg zu erreichen. und z.b trotz der rr (roundupready) baumwolle sich neue krankheiten auf den pflanzen verbreiten die noch nie vorher gesehn wurden! also wenn man keine ahnung hat erst informieren und zwar nicht nur industrie propaganda lesen oder fresse halten
            ohne freundliche grüße

  2. Sukowsky schrieb am :

    —Herbizid Roundup mit Giftwirkung——
    Dreizehn Jahre Soja in Argentinien: die unausweichlichen Folgen eines Modells von Völkermord und ökologischem Mord

    EU-Rechtsexperten helfen Argentinien gegen Monsanto

    Er forderte Patentgebühren, welche die argentinischen Soja-Farmer nicht bereit waren zu zahlen.
    Kleinbauern werden vertrieben! All das kommt auf Paraguay zu oder ist schon da!
    http://www.heise.de/tp/artikel/23/23346/1.html

    In diesem Jahr wird man auf den gesamten in Argentinien angebauten Soja-Kulturen mehr als 200 Millionen Liter Glyphosat (Roundup) anwenden, während man im Jahre 1996 noch 13,9 Millionen Liter Glyphosat einsetzte.
    Dieses Handelsprodukt, dessen Wirkstoff Glyphosat (Handelsname Roundup) ist, enthält außerdem eine Reihe von Hilfsstoffen, die seine Giftigkeit beträchtlich erhöhen.

    • Christian schrieb am :

      Toller Artikel !! Sowas von Populistisch und falsch !!
      Diese Patentgebuehren werden schon seit Jahren bezahlt , und sicher : auch hier in PY ! Das heisst hier INBIO !!
      Und in PY wird schon seit 1995 ohne viel Blabal Soja RR gepflanzt ! In Argentinien schon einiges laenger !Und diese INBIO Patentrechte gehen in die Taschen aller Firmen die in diesem Feld agieren , bei weitem nicht nur Monsanto !!
      Ich wuerde nie sagen , das GLYPHOSAT ungiftig ist !! Aber bitte , wenn man sowas in die Gegend trompetet , dann sagt auch , das BAYGON giftiger ist , das selbst das Mittelchen zur Bekaempfung von Floehen bei meinen Hunden in einer hoeheren Giftstoff klasse firmiert !

      • Sukowsky schrieb am :

        —– Die Gier des Zuviels ——
        —– Traurig traurig Waldbestände verschwunden —–

        Sie scheinen ein großer Fürsprecher des Sojaanbaues für Großbetriebe in Paraguay zu sein?
        Bitte aber nehmen sie zur Kenntnis, dass die großflächigen Sojaanpflanzungen in Paraguay die weitgehend die Ursachen der Rodungen der tausendjährigen Wälder sind. Der PS starke Einsatz von Planierraupen Caterpillar, Komatsu & Co. hat das außerordentlich beschleunigt. Meinen sie nicht auch?

        Besonders davon betroffen die Provinzen Itapua, Alto Paraná. Heute fährt man stundenlang mit dem Auto an Feldern vorbei wo vor Jahren noch jungfräulicher Wald stand.
        Viele tausende Quadratkilometer Waldflächen sind in Paraguay in den letzten 40 Jahren verschwunden da dreht sich einem der Magen um

        • Christian schrieb am :

          Stimmt , zum Teil !
          Aber dabei waren sie nicht , wie hier ,Alto Parana , Itapua etc , der Wald platt gemacht wurde ! Denn dies ist vom Ausgang her nicht wegen der Soja passiert! Dessen Anbau in PY erst Mitte der Achziger Jahre langsam ins Rollen kam ! Die Kolonisation in diesen Gebieten , wurde durch den Anbau von Maiz , Baumwolle , etc und dem Pfefferminzanbau vorangetrieben , plus dem wachsen der Viehzuchtbetriebe ! Erst im laufe der Zeit hat der Sojaanbau die Ueberhand gewohhen , weil sie (leider) oekonomisch rentabler ist !!
          Ach ja , und was witklich traurig ist , bzw war nicht Komatsu , Caterpillar oder Co haben in PY nicht so viel Grundrodung betrieben !! Hier wurde der Wald , und das Holz verbrannt !!! Und dies , ist nun wirklich zum … !!

          • Sukowsky schrieb am :

            —–Konnte es leider miterleben—-
            Doch ich war dabei und durfte es leider mit ansehen.
            Und in Hohenau war sogar eine Komatsu Planierraupenstation des Unternehmer Hahn (Beginn ab 1977). Die Banco Fomento gab sogar Kredite für die Rodungsprogramme gefördert von der Parag. Regierung.
            Der ehemalige Landw. Minister Bertoni und seine rechte Hand Alvarez waren starke Förderer der Urwalrodungen für ihre staatliche Weizen- Sojaprogramme.
            Natürlich haben sie recht, das einhergehend auch von Hand gerodet wurde, doch die Komatsu & Co. waren um ein vielfaches schneller.

  3. Evaristo schrieb am :

    Sehr viel Polemik und wenig / keine Fakten.

    Schau z.B. nur nach Indien, wo die Kleinbauern wg. ( z.B. Monsanto ) der genveränderten Saaten in den Ruin getrieben werden.

    Das ist der eine Aspekt. Der Andere, die langfristigen Gesundheitsschäden durch den Verzehr ( von Genuß will ich gar nicht reden ).

    Aber lehn Dich zurück: Die Erde ist eine Scheibe. Und das Wichtigste: Das haben wir schon immer so gemacht. Wie wahr.

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