Valle Tucan

Seniorcare

Thomas Schilling, ein politischer Gefangener?

Asunción: Familienvater, Journalist und ohne Anklage in Auslieferungshaft! Seit nunmehr 16 Monaten sitzt der ehemalige Angestellte von Kolping hinter Gittern für einen angeblichen Betrug seines Vaters die erstens lang her ist und zweitens 2007 für seinen Erzeuger mit einem Freispruch endete. Für Thomas Schilling (46) bestand nur ein Verdacht eines Betruges in Form von Beihilfe. Finanzielle Bereicherung wurde jedoch im Vornherein schon ausgeschlossen. Eine einfache Befragung in der deutschen Botschaft wäre angemessen gewesen. Fluchtgefahr besteht keine, Hausarrest eine Alternative.

In den letzten Jahren, so die deutsche Justiz, sei Schilling auf der Flucht gewesen. Dem jedoch steht entgegen dass er in der deutschen Botschaft von Asunción sowie als Journalist tätig war und sogar die ehemalige First Lady von Deutschland 2007 Eva Luise Köhler bei ihrem Paraguay Aufenthalt begleitete.

Seit Monaten schon steckt der Mann in einem juristischen Schwebezustand, der ihn ohne Anklage und Auslieferungsgesuch hinter Gittern sitzen lässt, davon die letzten 100 Tage in Tacumbú.

Der Fall, der ihn hinter Gittern brachte, hat offiziell nichts mit Kolping zu tun. Allerdings liegt die Vermutung sehr nah, dass es sich um eine Art Racheakt handeln könnte, da Thomas Egbert Schilling Hauptbelastungszeuge im Betrugsskandal von Kolping Paraguay ist und somit eine Gefahr bei eventuellen Verschleierungsaktionen.

Auf die Anfrage seiner Anwältin in Deutschland, die letzten Monat eine Verfassungsbeschwerde wegen illegaler Inhaftierung einreichte, antwortete das sächsische Staatsministerium für Justiz und Europa dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, dass von einer Stellungnahme abgesehen wird.

Als Zeuge im Kolping Betrugsskandal auftreten zu wollen machte sich der in Naumburg geborene Thomas Schilling wahrscheinlich mächtige Feinde. Man könnte ihn als einzigen politischen Häftling Deutschlands in Paraguay bezeichnen.

Während der Kolping Direktor 2007 in einen 140 Millionen Euro Betrugsskandal involviert wurde bat der gleiche Staatsanwalt um 1 Jahr auf Bewährung während er hier im Fall Schilling, wo sein Vater wegen Betruges angeklagt war und der Schaden bei 25.000 Euro lag, mit ganzer Härte durchgreifen will.

(Wochenblatt)

Hinterlassen Sie einen Kommentar, oder einen Trackback von Ihrer Seite.

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen werden nicht veröffentlicht.

25 Kommentare zu “Thomas Schilling, ein politischer Gefangener?”

  1. Juergen Hass sagt:

    Wenn ein deutscher Botschafter oder ein deutscher Konsul nur einmal 5 Stunden arbeiten wuerde, dann waere Thomas Schilling sofort frei. Bei einem Schaden von nur 25.000 EURO gibt es hoechstens eine Freiheitsstrafe auf Bewaehrung. Die Haftzeit in Paraguay ist wegen der menschenunwuerdigen Haftbedingungen mindestens 3fach in Deutschland anzurechnen. Also bleibt inzwischen keine vernuenftige Begruendung fuer eine Inhaftierung, weil bei Anrechnung der verbuessten Auslieferungshaft keine Fluchtgefahr bestehen kann, denn Thomas Schilling ist bei Auslieferung nach Deutschland am naechsten Tag in Freiheit. Thomas Schilling erhaelt dann auf jeden Fall sogar einen Schadensersatz (Verdienstausfall) und Schmerzensgeld gemaess Strafrechtsentschaedigungs-gesetz. Das Schmerzensgeld betraegt 25,00 EURO pro Hafttag. Wenn man den Botschafter und Konsul in Regress nehmen wuerde, dann wuerde auch der groesste Faulpelz mal arbeiten. Kindgerecht muesste man den Konsul in Geiselhaft nehmen, bis er sich fuer die Freilassung eines deutschen Mitbuergers einsetzt.

    Liebe Gruesse
    Juergen Hass

  2. F. Garcete sagt:

    Soviel ich weiss wurde seine Frau auch ueberhaupt nicht unterstuetzt von der Botschaft obwohl seine Tochter Deutsche ist, im Gegenteil sie wurde sogar schlecht behandelt. Der Thomas wurde in der ganzen Zeit nur 2 mal vom deutschen Konsulat besucht und das auch nur aufgrund des Draengens des Deutschen Bundestagsabgeordneten Thilo Hoppe und des BMZ, der nachwievor Thomas unterstuetzt und auch die ganze Kolpingaffaere verfolgt hat. Also man ist total verlassen wenn man hier hinter Schloss und Riegel geraet und keine Freunde haette. Laut seiner Frau wurde ihm von Seiten der Botschaft keinerlei Hilfe zugewiesen.

  3. Herzlichen Dank Herr Päßler, dass sie dieses Thema aufgegriffen haben. Denn diese Ungerechtigkeit hat schon keinen Namen mehr, kann man nur hoffen das jetzt auch andere Magazine oder Zeitungen sich an dieses Thema rantrauen und Thomas bald zu seiner Frau und Kind zurückkehren kann. Dieser Alptraum muss endlich ein Ende haben.

    • wolfgang-sukowsky sagt:

      Der Spiegelbericht vom 09.08.2010 über das Kolpingwerk Hilfsprojekte in Paraguay sollte doch Licht ins dunkle bringen?

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73107885.html

      Gerechtigkeit im Leben gibt es so etwas überhaupt?
      Es gibt unzählige Fälle, wo unschuldige Menschen lebenslang irgendwo im Gefängnis vermoderten. Unschuldige sterben mussten, weil kalte Menschenherzen es eben so wollten.
      Das alles wird erst ein Ende haben, wenn die Machthaber an den Schaltstellen der Macht endlich Herzen bekommen mit Mitgefühl zu den Mitmenschen. Das Ganze nennt man auch Empathie.
      Normalerweise ist das doch ein Fall für die Deutsche Botschaft in Asuncion? Sie ist doch auch eine Schaltstelle der Macht und hat Menschen mit mitfühlenden Herzen.

      Gerechtigkeit im Leben gibt es so etwas überhaupt?
      Hoffe, dass hier einiges bald zum Guten geschehen wird.

  4. Plagegeist sagt:

    Es gilt die Unschuldsvermutung, dass ich nicht lache, gleiches Recht für alle, dass ich nicht lache.
    Zu “…ohne Anklage und Auslieferungsgesuch…”, (3. Abschnitt), ja Sachen gibt es.
    Schlussendlich bezahlt der Steuerzahler Schadenersatz. Ist ja nicht dem Ärmelschoner sein Geld. Auch ne Art sich den Oberbeamteten zu verdienen. Der psychische kann dem Herrn Schilling niemand bezahlen.
    Viel Mut und Kraft von mir Herr Schilling. Und vielen Dank an Herrn Päßler.
    Aber wie kommt es, dass ein Internationaler Haftbefehl ausgestellt werden kann ohne Beweislage. Internationaler Haftbefehl wegen 25.000 EUR ??? Weil er sich gemäß deutschen Beamteten auf der Fluch befand lässt man ihn in einem anderen Fall hängen ??? 140 Millionen Euro Betrugsskandal = 1 Jahr auf Bewährung, mutmasslicher 25.000 EUR Betrugsskandal = 1 Jahr Knast ohne Anklage ???
    Gut wenn man mächtig ist, schalten und walten kann wie man will und dafür auch noch zum Ober- oder Hauptbeamteten befördert wird. Justizia ist blind, eine doofere Alergorie hätte sich die Jurisprudenz nicht aussuchen können (Alegorie der Justiz=die Dame mit zugebundenen Augen mit Schwert und Waage in den Händen).
    Eine wahnsinnig gerechte Welt in der wir Leben, man liest die Spitze des Eisberges täglich in den Medien, ändern tut sich nichts bis wenig, Hauptsache die eigene Beamtenbrut und -hypothek wird immer fetter. Alles bezahlt vom “ungebildeten” Kleinvieh, spr. SteuerzahlerIn, welches auch Mist macht.
    Kein Wunder ist das Gefängnis Tacumbú um das 3-fache überfüllt. Dorthin gehören verurteilte Schwerverbrecher! Sind die Staatszüchtungen nicht einmal fähig einen Unterschied zwischen Untersuchungshaft und Freiheitsentzug zu unterscheiden? Wird jeder Kaugummi-Dieb auch erst mal nach Tacumbú verfrachtet? Wohl ihren Dipl.-Studium in Rechtswissenschaften unter einem Baum beim Grilliren absolviert!? Dilettanten und Stümper in Paraguay ebenso wie in Deutschland bzw Schweiz. Kein Wunder hängen solche Menschen in den vom Kleinvieh bezahlten Staatspalästen herum, die ihr Studium dem reichen Papi zu verdanken haben oder sich mit Spezialdiensten beim Prof. beliebt machen konnten, um die Examen zu bestehen. Vom Studium nichts verstanden, Hauptsache 3 Wochen vor dem Examen noch alles auswendig gelernt.
    30.000 nicht vollstreckte Urteile in Paraguay (gem. Wochenblatt)! Also 30.000 Straftaten ohne Konsequenzen.
    Wie jedem kleinen Lagerarbeiter sollte den Beamten bei solch stümperhaftem arbeiten ein Arbeitszeugnis ausgestellt werden, welches der Wahrheit entspricht und diese eine ihren Fähigkeiten gerechte Arbeitsstelle wiederfinden! Doch um meinen Hof zu wischen ist sich der Hauptschüler, der es in seinem Leben noch zum Ober- oder Hauptbeamten gebracht hat, wohl zu schade oder schlicht und einfach immer noch zu überfordert.
    Warum das ungebildete Kleinvieh nichts gegen das dilettantisch agierende Beamtentum & Co. tun kann und dem stümperhaften Treiben stillschweigen zuschauen darf? Weil das Beamtentum & Co. seit jeher Mühe hat Menschen zu finden, welche sich in ihrer 40-jähreigen beruflichen Tätigkeit mit schon nach kurzer Zeit vollkommener Verblödung zufrieden gibt, wohl bemerkt ohne es selbst zu merken, den Beamtschen agieren immer im Dutzend und sind rechtlich gesehen vom umgebildeten Kleinvieh dazu legitimiert. Steuern zahlen und schweigen ist eine Bürgerpflicht!

  5. Kristina sagt:

    Das Schicksal von Herrn Schilling geht mir nahe!
    Sein Geburtsort Naumburg ist bei mir gleich um die Ecke.

    Wenn ich schon in Py wäre, würde ich vermutlich versuchen ihn im Gefängnis zu besuchen!

  6. Abi sagt:

    Das ist Paraguay. Begreifft es endlich ihr “Gutmenschen”
    Denkt daran, bevor ihr das nächstemal den Einheimischen Geld oder Waren spendet !

  7. F. Garcete sagt:

    ja das passiert wenn man einem grossen Elefanten wie KOLPING ans Bein pisst…. man sieht das Resultat an Thomas Schilling . Der Schluessel fuer seine Freiheit wurde einfach weggeschmissen ..

  8. Juergen Hass sagt:

    Thomas Schilling kann man leicht und schnell helfen!
    Fuer Internationale Haftbefehle ist INTERPOL nur zustaendig, wenn eine Haftstrafe von fuenf Jahre und mehr droht. Wenn der Haftbefehl aus Deutschland von einem Amtsgericht erlassen wurde, dann ist INTERPOL nicht zustaendig, denn ein Amtsrichter darf nur eine Hoechststrafe von drei Jahren aussprechen.

    INTERPOL wuerde zusammenbrechen, wenn die auch fuer Schwarzfahrer und Kleptomanen (Ladendiebe) zustaendig waeren.

    Wenn ich mehr Informationen haette (Aktenzeichen des Amtsgerichts und welches Amtsgericht), dann waere Thomas Schilling sofort frei.

    Auslieferungsantraege werden uebrigens ueber die Botschaft den Justizbehoerden des Gastlandes uebermittelt. Die Botschaft ist der Schluessel zur Freiheit und die Mitarbeiter dort die Verursacher. Die Botschaft gibt oft falsche Meldungen wissentlich und vorsaetzlich ab.

    Ich helfe gerne, denn bereits mehrmals haben Staatsanwaelte und Amtsgerichte falsche Meldungen an INTERPOL abgegeben.

  9. Juergen Hass sagt:

    Gemaess einem Internationalen Pakt fuer buergerliche und politische Rechte darf eine Untersuchungshaft oder Auslieferungshaft, wie auch in Deutschland gesetzlich geregelt, nur max. sechs Monate andauern. Danach ist man zu entlassen, wenn Richter, Staatsanwalt und Behörden zu faul.

    • F. Garcete sagt:

      laut Richter hier gilt dieser Pakt fuer Schilling nicht da er in Auslieferungshaft sitzt … Und bezueglich Deutscher Regelung mit Untersuchungshaft gilt auch wieder nicht weil er nicht in Deutschland im Gefaengnis sitzt … Er schwebt zwischen den Gesetzen … nun dank der Presse wird seine Mappe wenigstens mal abgestaubt

      • Rene Walter sagt:

        Ich denke, daß Chefredakteur und Herausgeber Jan Pässler für den in Auslieferungshaft ohne Rechtsgrundlage zu lange inhaftierten Thomas Schilling, beim Auswärtigen Amt in Berlin eine Sachverhaltsdarstellung abgeben könnte. Und im gleichen Zug die Bildzeitung, Stern, Bunte und Spiegel informiert, welche dann diese Story aufgreifen würden. Es ist doch sehr merkwürdig, daß die Botschaft nicht schon längst Schritte zwecks der umgehenden Auslieferung unternommen hat.
        Er scheint bei denen vergessen worden zu sein.
        Egal ob Euro 25.000.– oder 100 Mio Delikt bleibt Delikt und Kriminelle sind sowiso der Abschaum, dieser Gedanke hat sich nun mal in unserer Gesellschaft festgesetzt.
        Wer kann es der Gesellschaft krumm nehmen?

  10. Thomas sagt:

    Man sollte Amnesty International auf den Fall aufmerksam machen!

  11. Evaristo sagt:

    Die Damen und Herren der deutschen Botschaft sind hier eigentlich in der Pflicht.

    Und den Damen und Herren zur Kenntnis: Gerechtigkeit dauert manchmal sehr lange, doch sie holt jeden ein – auch Sie.

  12. Deutscher sagt:

    Der einzige Grund, weshalb er im Knast sizt, ist Geld.
    Bei Kolping ist eine niedrige einstellige Euro-Millionensumme versickert.
    Also nicht soooo viel und in PY usus.
    Wer profitiert davon, dass er im Knast sitzt?
    Der Anwalt?
    Deutscher Anwalt, von Kolping betraut?
    Der, der mit der deutschen Botschaft zusammenarbeitet?
    Der, der von der Botschaft dem Kolping empfohlen wurde?
    Wenn S. im Knast sitzt, muss man ja nicht weiter suchen?
    Staatsanwaltschaft und Anwalt kassieren von den wahren Schuldigen dicke Summen?
    Der Anwalt noch ausserdem von Kolping?
    Na dann lassen wir doch den S. im Knast und alles beim alten.
    Zumindest Staatsanwalt, Anwalt und Botschaft profitieren.

  13. noname sagt:

    Meine Erfahrungen mit Behörden sind, dass sie einen Fall verschieden auslegen können. In der Schweiz gibt es zB. ein Gesetz, das alkoholisierte Jugendliche übers Wochenende in die Ausnüchterungszelle stecken und behandeln kann. Auf Deutsch werden die Jugendlichen in der Psychiatrie, auf Beamtendeutsch Klinik, (zwangs-)gehandelt. (ob diese “Erlebnis” den Jugendlichen wirklich hilft mag ich zu bezweifeln. Im Gegenteil.).
    Nun, bei stark alkoholisierten Jugendlichen ist dagegen ja nichts einzuwenden. Was aber wenn ein Haufen Jugendlicher “bloss” EIN Bierchen getrunken hat, sich aber der Polizeikontrolle widersetzt, oder dem Bullen gar ans Bein pinkelt (nicht wörtlich)? In den Protokollen der Behörden können durch stark abweichende Wortwahl gegenüber Dritten ganz andere Eindrucke entstehen als tatsächlich geschehen. Das können die Hypokratischen Meineide der Psychiatrien sehr gut. Substantivierung der Adjektive heisst die Devise. Zwei Unterschriften von zwielichtigen Doktoren im Staatsdienste gewichten die artifizielle (künstliche) Anamnese (Krankengeschichte) gewaltig. Wer bezahlt befiehlt und das ist der Kanton, von welchen die Dres. ihren Zahltag erhalten.
    So wird als Vorlage des Protokolls ein Protokoll eines anderen Falls geöffnet, Namen eingesetzt, ein wenig verändert und fertig ist die Tatsache, dass die Jugendlichen im STARK alkoholisierten Zustand renitent und aufrührerisch, sich gegen die Staatsgewalt aufgelehnt hätte, ja fast einen Bürgerkrieg angezettelt hätten und sowieso unter psychischen Problemen litten. Der “Klinikaufenthalt” geht zu lasten der Jugendlichen, bzw. wird automatisch von deren Krankenkasse übernommen, ob sie es möchten oder nicht. Also dem Steuerzahler. Aus einer Mücke wird ein Elefant.
    Dieses Beispiel – welchem Personen und Handlung frei erfunden sind – soll Ihnen aufzeigen, dass den Behörden ein grosser Spielraum in Auslegung einer Sache unterliegt. Genau so etwas kann dem Herrn Schilling auch passiert sein.
    Irgend einem Substituten der Deutschen Behörden passte wohl Herrn Schillings Nase (Wortwahl etc.) nicht und schon sind die Akten für die Damen und Herren Kollegen von der Behörde so ausgelegt, dass ihnen die Nase auch nicht passt. Wie es aktenkundig geschrieben ist, so ist der tatsächliche Sachverhalt dann einfach gewesen und gegeben, Rekurse müssen Beweise beinhalten, sonst chancenlos.
    Wer es unberechtigterweise mit dem Behördentum zu tun bekommt kann sich nur noch sagen: “Anderen ist es noch viel dreckiger als mir ergangen.”. (ZB. Unschuldig zum Tode verurteilte in USA). Und: “Jeder Staatsangestellte hat nur seine Arbeit getan.” (bravo). Irgendwas muss ja gewurstelt werden in den Ämtern, sonst wird es langweilig und wird eh vom Steuerzahler bezahlt.
    Sollte Herr Schilling unschuldig sein, so wird es neben den 100 Tagen Tacumbu x 25 Euro = 2.500 EUR für den Steuerzahler auch noch mehrere zehntausend Euro Anwalts- und Prozesskosten hinzukommen. So ein Richter und Staatsanwalt verdienen auch nicht wenig. Und das Ganze wegen nichts. Mal sehen, vielleicht hat Herr Schilling ja vor Jahren eine Parkbusse in Deutschland nicht bezahlt und die Auslegung der Behörden wird sein, dass Herr Schilling nochmal glimpflich davon gekommen sei.
    Im Behördentum wird agiert wie es gerade passt: nichts passiert weil zu teuer, dann wieder riesiger Wirbel auf Kosten des Steuerzahlers, wie es eben gerade passt.

  14. Eva Schilling sagt:

    Agradezco a la prensa por publicar esto, y a todos por los comentarios: Realmente lo que hicieron con mi esposo no puedo entender hasta ahora, le robaron su LIBERTAD, por que èl es un INOCENTE, con la libertad de un ser humano no se juega, es algo que no tiene precio, algo sagrado, como puede haber personas tan malas que cuando màs perjudica a una familia màs disfruta. Me pregunto: Serà que estas personas no tienen familia? Detràs de mi esposo existe criatura que sufre y corre peligro los dias de visita en la càrcel.

    Mi esposo siendo inocente està en la càrcel hace mas de un año y tres meses, y hace poco leì en los periòdicos que un tal empresario Marcio Schusmuller està condenado a prisiòn con dos años y seis meses por un delito, pero que jamàs pisò la càrcel, esto es algo ridìculo para mì.
    Que alguien me explique por favor que es la justicia y como funciona.
    Por que actuàn con tanta dureza con Thomas, siendo inocente?
    Que fuè lo que realmente èl descubriò y a quièn le perjudicarià?
    Serà que intentan quemar archivo con esto?
    O serà que cuelgan un mosquito para devorar con gusto el FEROZ ELEFANTE?

    • Rosamunde Pilcher sagt:

      Tampoco me puedo explicar como la justicia puede meter un hombre tan mucho tiempo en el cárcel sin Indictamentum. Todos en este foro no podemos. No es el primero caso en el que la justicia alemana hace de una mosca un elefante.
      Mi deseo para usted y su familia es mucho fuerza y perseverancia y que el asunto pronto se aclare positivo. Suerte.

  15. wolfgang-sukowsky sagt:

    So schön auch Paraguay sein kann, es gibt auch die verfluchten Seiten dieses Landes. Wehe, aus Gründen wie auch immer, schicksalsbestimmte Ereignisse greifen jäh in das persönliche Leben ein. Von einem Moment zum anderen fühlt man sich allein gegen den Rest der Welt.

    Die Justiz ein Horror, besonders in Paraguay. Gefragt ist nun ein sehr ehrlicher tüchtiger ausdauernder Anwalt, der mit allen Wassern gewaschen ist. Doch vergessen wir nicht ohne Geld stottert der Motor der Justizmaschine besonders in diesem Lande meistens.

    Die Gründe für den Fall Schilling kenne ich nicht. Doch der Deutschen Botschaft in Asunción muss er wohl bekannt sein.
    Meine aber, dass das Sandstrahlgebläse des Rechts in der Deutschen Botschaft endlich Falsches vom Wahren trennen könnte.
    Solange in Auslieferungshaft? Was geht hier ab? Wer bremst denn hier?

  16. Frank. sagt:

    Es wird ja langsam Zeit, dass die Medien den Fall aufgreifen. Ich habe herrn Schilling in der judiciales besucht, noch bevor er nach Tacumbù verlegt wurde.
    Soviel ich weis hat er 4 monate und 17 Tage alles versucht, nach Deutschland so schnell wie möglich ausgeliefert zu werden, doch die Staatsanwaltschaft in Dresden hat die Sache bewusst in die Länge gezogen. Er zeigte mir ein Aktenvermerk von den Staatsanwalt, Jürgen Schmicht, “wiedervorlage in 8 wochen” und eine e-mail des Staatsanwalts an den ermittelnden kriminalbeamten, den er aufforderte in der Sttafsache Schilling sich mit den geschäftsführer, Hans Drolshagen des Internationalen kolping werkes auszutauschen. Dann gibt es noch ein offizieles Schreiben von Herrn Hans Drolshagen, woer die genaue Wohnanschrift von Herrn Schilling der Staatsanwaltschaft mitteilt. Wenn das nicht zum Himmel stinkt! Hier wird die deutsche justiz zum Rachefeldzug benutzt. Der neue geschäftsführer Olaf von Brandenstein scheint aust kräftig in fall Schilling mitzumischen. Ein befreundeter Anwalt meinte dass der Brandenstein wie besessen hinter den Fall hinterher sei und mi justizpalast schon offen darüber gesprochen wird. Bin gespannt, wie die sache endet! Auf jeden Fall wünsche ich den Thomas die Freiheit und dass das thema für ihn gut ausgeht.

    Falls die Presse einsicht in die Ermittlungsakten haben möchte, um meine Angaben zu überprüfen ihr braucht nur den Herrn Schilling in tacumbù besuchen.

  17. wolfgang-sukowsky sagt:

    So wie ich gerade im Wochenblatt gelesen habe Interpol nimmt deutschen Staatsbürger wegen Betruges (Deutschland) in Paraguay fest, von Jan Päßler am 01.Mrz.2011

    Also wegen dunkle Machenschaften in Deutschland?

    Was soll man da noch glauben?

    http://wochenblatt.cc/nachrichten/interpol-nimmt-deutschen-staatsburger-wegen-betruges-in-paraguay-fest/2636

  18. Eva Schilling sagt:

    Evidentemente hay manos negras detràs de todos esto, y yo que pensaba en Paraguay nada mas se manipulaba la justicia y se violaba los Derechos Humanos, pero que equivocada estaba! Serìa bueno investigar tambièn si el tratado de extradiciòn entre Alemania y Paraguay realmene sigue vigente.. Por que hasta donde yo sè es un tratado que tiene màs 109 años. No les parece que es muy antiguo y se deberìa de renovar ese tradado?

  19. brigitte fuzellier sagt:

    martes, 15 de noviembre de 2011 01:07 p.m.
    Para: Kirschbaum, Sonia (SoniaKirschbaum@kolping.net)
    Asunto: Offenes und persönliches Schreiben an Herrn Tintelott

    Sehr geehrter Herr Tintelott,

    nachdem mir Ihr letztes Schreibens an den Bauernverband vorgelegt wurde, sehe ich mich genötigt einiges richtig zustellen. Sie beschuldigen mich weiterhin, und zwar mit Falschaussagen und unwahren Behauptungen. Ihr Verhalten schafft Konflikte, an statt sie zu lösen. Sie Wissen dass die Sachlage anders liegt. Warum scheuen Sie die Wahrheit wie der Teufel das Weihwasser?

    Ich habe schon damals, kurz nach meiner Geschäftsaufnahme, Herrn Drolshagen wie auch Herrn Schwab die von mir vorgefundenen Missstände mitgeteilt. Ich wurde sogar von Herrn Drolshagen gebeten noch tiefer in die Unterlagen reinzuschauen. Die dazugehörigen E-Mails kann ich jederzeit vorlegen. In meiner vorhergehenden Tätigkeit bei der IESC-Foundation wurde ich darauf geschult Unstimmigkeiten grundsätzlich anzuzeigen. Was ich von Anfang an immer wieder gegenüber Herrn Schwab wie auch gegenüber Herrn Drolshagen gemacht habe. Auch aus den Protokollen der Vorstandsitzungen ist dieses zu entnehmen.

    Was mir damals jedoch nie in den Sinn kam, dass die SEK Geschäftsleitung alles daran setzen würde um die Sache unter den Tisch zu kehren. Als Ihnen das Ausmaß meiner Ermittlungen bewusst wurde, haben Sie es leider vorgezogen völlig falsch zu reagieren. Wir haben Sie mehrfach angeschrieben, jedoch haben Sie es vorgezogen unsere Schreiben nicht zu beantwortet, auch Ihr damalige Generalpräses nicht. Zu dem Zeitpunkt eskalierte die Situation noch nicht. Sie erinnern sich dass wir das Gespräch mit Ihnen gesucht haben, auch über Rottenburg-Stattgart. Sie haben uns damals alle in der Kolpingstiftung an die Wand gespielt. Wir konnten gar nicht anders, als an die Öffentlichkeit zu gehen. Bedenken Sie, dass wir zuvor auch Rat beim Vatikan eingeholt haben.

    Herr Tintelott, die momentane katastrophale Lage in der Kolping-Stiftung, wie sie sich mir darstellt, können Sie nicht mir zuzuschreiben. Es sind Ihre eigenen Fehlentscheidungen in Krisensituationen, die zur Eskalation geführt haben. Die damaligen Repressalien und Mittelkürzungen die wir alle durch Ihre Mitarbeiter ertragen mussten, sind der Auslöser für das ganze Chaos. Sie hätten heute ein internationale Vorzeigeprojekt, aber Ihre Angst hat Ihnen einen anderen Weg gehen lassen. Was Sie säen werden Sie ernten und deshalb werden Sie langfristig mit unredlichen Handlungen keinen Erfolg haben.

    Sie erinnern sich damals an das gemeinsamen Gespräch im September 2010, einen Tag vor meiner Abberufung, mit Frau Konsulin Inga Häuser? Da habe ich Ihnen angeboten mein Amt zum Jahresende niederzulegen. Mit einer ordentlichen Übergabe und allen Bilanzen der ganzen Jahre, die ja kurz vom Abschluss der Überprüfung standen. Ich hatte Ihnen auch angeboten eine Person ihrer Wahl mir bis zur Übergabe an die Seite zu stellen. Sie haben sich leider anders entschieden!

    Hatte man soviel Angst, dass man eine gewaltsame Übernahme arrangieren mussten? War es denn nötig in der darauf folgenden Nacht in unsere Büros einzubrechen, noch bevor mir mitgeteilt wurde dass ich abberufen wurde. Ich weiß noch wie erschrocken Sie waren als wir Ihnen die fast zwanzig Ordner mit neuen Beweismaterial zeigten, die wir in der darauf folgenden Woche an das BMZ schicken wollten. War dass der Auslöser? Wenn sie auf diesen damaligen Vorschlag eingegangen wären, hatten sich sich vieles ersparen können. Es ist für mich im nach hinein eine traurige Erfahrung über den Bauernverband ein Jahr später zu erfahren wie Sie und Herr Drolshagen damals agierten.

    Finden Sie es nicht beschämend, wenn Sie und Herr Drolshagen, mit Mitteln der Nötigung und Erpressungen die Bauern einschüchterten, um mich ohne Rechtsgrundlage von denen absetzten zu lassen? Ich verstehe nur zu gut, Sie haben die Bauern vors Loch geschoben um ihre Beweggründe zu vertuschen, wie alles andere auch. Es ist für mich glaubhaft, wie die beiden Vorstandsmitglieder, Vicente I. González und Teodosio Cubilla, von der Kolpingstiftung als Vertreter des Bauernverbands, in ihren Kommuniqué vom 21.09.2011 und in ihrer Strafanzeige Ihr agieren formulierten. Ich und jeder gläubige Katholik würde sich für solches Verhalten in Grund und Boden schämen. Denken sie daran, Herr Tintelott, Gottes Mühlen mahlen langsam aber gerecht! Sie und ihre Mitstreiter werden sich irgendwann verantworten müssen.

    Sagen Sie, welche Bild gibt Herr Drolshagen von sich ab, wenn er noch am gleichen Tage den ehemaligen Buchhalter Jorge Enrique wieder in die Stiftung als Hauptbuchhalter einsetzte, obwohl gegen ihn eine erdrückende Beweislast bei der Staatsanwaltschaft vorliegt und sie gegen ihn ermittelt? Ich finde solches gebaren sehr bedenklich. Sicherlich, Jorge war der Einzige der die Unterlagen für das BMZ in Ihren Sinne aufarbeiten konnte. Für mich erschafft solches gebaren den Gedanken: als ob man zu einem Bankräuber sagt, KOMM DOCH NOCH MAL ZURÜCK, BESEITIGE ALL DEINE FINGERABDRUECKE UND WENN ES DIR MÖGLICH IST, LEGE NOCH EIN PAAR GEFÄLSCHTE BEWEISMITTEL AUS.

    Ich frage mich: Weshalb traf sich Herr Drolshagen vor mehreren Monaten zu einen gemütlichen Stelldichein mit den ehemaligen Geschäftsführer, Herrn Max Samaniego? Hier in Asuncion, in einen Restaurant. Wie Sie wissen läuft gegen Herrn Samaniego immer noch eine Strafanzeige!

    Hatte das Treffen mit der damaligen Drohung gegen Herrn Drolshagen und Herrn Schwab zu tun? Als er den beiden mitteilte, dass die ganze Sache für die beiden sehr schlecht ausgeht wenn sie ihn fallen lassen. Für mich hat dies den Anschein!

    Merkwürdig finde ich dass Olaf von Brandenstein die Anwälte, die die unberechtigten Forderungen gegen Herrn Samaniego abgewehrt haben, vom Fall abgezogen hat. Dadurch hat Herrn Samaniego den Prozess gewonnen. Nicht wegen der Rechtslage! Nein, wegen Untätigkeit der Verteidigung, wie auch im Falle Torres .
    Hörensagen wurde mir zugetragen, dass es sich hierbei wohl um ein ganz legal eingefädeltes Deal handelt, deren Kosten nun die Kolpingstiftung tragen muss. Ob was dran ist, lässt sich schwer nachweisen. Logisch nachvollziehbar wäre es! Wenn Herr von Brandenstein mit seinen gesamten Anwaltsbüro in Kolping eingezogen ist, so haben Sie es gegenüber der taz selbst erklärt, weshalb hat er dann nicht diese unberechtigten Forderungen von Herrn Samaniego abgewehrt? Der Schaden für Kolping ist hoch und irreparabel. Als Anwalt hätte Herr von Brandenstein dies leicht zu verhindern gewusst! Warum tat er es nicht? Kennen Sie die Antwort? Wenn nicht, fragen Sie ihn.

    Ich frage mich wie Sie es rechtfertigen und zulassen können dass Herr von Brandenstein sein gesamtes Anwaltsbüro einschließlich seiner Angestellten, sowie seine Frau, in die Kolpingstiftung einbinden kann. So ein Anwaltsbüro kostet mit allen Nebenkosten eine Menge Geld. Wie ich auch erfahren habe ist Herr von Brandenstein weiterhin für Dritte anwaltlich tätig.( Fall Meeco u.a.) Wo bleibt da die Transparenz, die betriebliche Abgrenzung, die persönliche Vorteilsnahme? Bitte, wo?

    Die angebliche Ablehnung der in meiner Amtszeit beauftragten Buchprüfungsfirma durch das BMZ, so wie es Herr von Brandenstein in einer Vorstandssitzung den Vorstandsmitgliedern erklärte, ziehe ich stark in Zweifel. Herr Tintelott, lassen Sie sich die Vorstandsprotokolle zeigen, da steht der Vorgang „Schwarz auf Weiss“. Ich kann mir nicht vorstellen dass das BMZ der Kolpingstiftung hierzu Vorschriften machen würde. Außerdem wird in mehreren Schreiben des BMZ darauf hingewiesen, dass sie sich keinesfalls in interne Angelegenheiten der Kolpingstiftung einmischen. Nein Herr Tintelott, hier waren andere Beweggründe an Werk! Worauf ich später noch eingehen werde.

    Fakt ist doch eins: Die Erteilung des Buchprüfungsauftrages wurde seinerzeit im Rahmen einer ordentlichen Ausschreibung organisiert, so wie es Herr Drolshagen anordnete. Welche Firma mit der Buchprüfung beauftragt wurde, hat der Kolpingvorstand im Januar 2010 einstimmig beschlossen. So steht es im Vorstandsprotokoll. Daher ist es völlig abwegig, ob Sie, Herr Drolshagen oder Herr von Brandenstein behaupten, dass ich eigenmächtig die Buchprüfungsfirma beauftragt habe. Im übrigen hatten wir Herrn Drolshagen alle drei Angebote zugeschickt. Da er sich trotz mehrmaligen nachfragen nicht entschied, wurde aus Zeitgründen die Entscheidung vom Kolpingvorstand getroffen.

    Für mich stellt sich die Sachlage so dar: Die Anfang 2010 durch den Kolpingvorstand beauftragte Buchprüfungsfirma war mit den Buchprüfungen der letzten Jahre fast fertig. Es waren nur noch Kleinigkeiten zusammen zu fassen. Ein Zwischenbericht der Buchprüfungsfirma ergab belastende Fakten die Ihnen und Herrn Drolshagen sicherlich sehr unangenehm waren.

    Nicht nur das, die zeitnahe Erfassung der Buchhaltung in ein Buchhaltungssystem, die endlich nach den Ausscheiden des Hauptbuchhalters Jorge Enrique ab Anfang 2010 eingeführt wurde, wurde von den Prüfern nicht beanstandet.

    Anmerkung: Fragen der Buchprüfer wollte Jorge Enrique nicht beantworten, bis er sich durch die Prüfer verfolgt sah und sich dann für mich unverständlicher weise als gekündigt betrachtete. Mehrmaliges auffordern wieder am Arbeitsplatz zu erscheinen kam er nicht nach.

    Da wie erwähnt Ihnen die Fakten sehr unangenehm waren, musste hier also im Rahmen der Vertuschung eine neue andere Buchprüfungsfirma ran. Ich will es mal so sagen, eine Buchprüfungsfirma die Ihnen mehr als wohlgesonnen ist. Unangenehmer weise gab es ja noch den Vorstandsbeschluss von Januar 2010. Also musste ein neuer Vorstandsbeschluss her.

    Unglaublich! Als Argument wurde von Herrn von Brandenstein kurzerhand, zur Täuschung der Vorstandsmitglieder, die angebliche Vorgabe des BMZ ist Spiel gebracht. Die da lautet, „die damals beauftragte Buchprüfungsfirma wird vom BMZ abgelehnt“. Mit diesen für mich offensichtlichen Lügengerüst hatte ja Herr von Brandenstein seinen Erfolg. Das Buchhaltungsteam von Dr. Ricardo Rodríguez Silvero, ein guter Freund von Herrn von Brandenstein, verbucht nun das ganze Zahlenwerk neu. Die notwendigen Vorarbeiten leistete ihm hierzu Jorge Enrique. Eine erneute Ausschreibung war da wohl nicht mehr nötig! Laut Vorstandsprotokoll, so wie mir mitgeteilt wurde, sollen sich die Kosten der Prüfung dadurch verdoppelt haben.

    Was mir sehr aufstößt ist der Sachverhalt mit den Finanzamt, den ich Ihnen schon am 7.10.2011 mitteilte. Wie ich Ihnen mitgeteilt habe, beantragt die Firma Loofah S.A. jedes Jahr die „CREDITO FISCAL“. Bei der Überprüfung unserer Daten im System des Finanzamts wurde festgestellt, dass die gesamten Vorgänge die in Zusammenhang mit den Kauf der Holzgriffe von Kolping stehen, aus dem System verschwunden sind. So wie mir gesagt wurde, ist so etwas nur möglich wenn einen Berichtigung durch die Kolpingstiftung Paraguay statt gefunden hat, oder die Kolpingstiftung die Rechnungen nicht einreicht hat. Ich frage Sie, welche Manipulationen finden derzeit in der Buchhaltung bei Kolping statt?

    Alleine schon die Tatsache dass die Herr Julio Santos wie auch ich nach wie vor als Verantwortliche der Kolpingstiftung beim Finanzamt aufgelistet sind, obwohl wir schon seit September 2010 nichts mehr mit der Stiftung zu tun haben, ist besorgniserregend. Sie hatten mir im Mai 2011 zugesichert dass dies nur ein Missverständnis gewesen wäre und dass wir bereits ausgetragen sind, was jedoch beim Nachprüfen im Finanzamt bis Oktober 2011 nicht der Fall war.

    Falls hier Manipulationen bewerkstelligt werden um mich in Misskredit zu bringen, rate ich dringend davon ab. Eins ist Fakt, ich werde mich nicht von Ihnen oder wem auch immer beschmutzen lassen. Ich habe nichts zu verbergen und schon gar nichts unrechtes getan. Ich habe zu den Ungereimtheiten und weiteren Sachverhalten in Bezug auf die Kolpingstiftung eine Erklärung beim Finanzamt eingereicht, damit die Sache schon mal Aktenkundig ist, falls hier irgend welche Tatsachen manipuliert wurden.

    Wie verbuchen Sie eigentlich den 180 Millionenbetrag an den Kolping-Bauern, beim Thema: Kolping Roga? Denn Bauern wurde damals ein Projektantrag für das darauf folgende Jahr vorgelegt, wofür sie gutgläubig unterschrieben haben. Dabei war es in Wirklichkeit der Empfang der Auszahlungsbeträge, aus dem laufenden BMZ Förderprojekt. Den Betrug an den Bauern haben uns die beiden Prüfer im nach hinein bestätigen müssen. Die fehlerhafte Übersetzung die die beiden Buchprüfer vom SEK erhalten haben, waren nicht in Übereinstimmung mit dem Buchprüfungsbericht von Herrn Lezcano, den wir im Original vorweisen konnten. Da die Immobilie „Kolping Roga“ nunmehr im Eigentum der Kolpingstiftung steht, aber mit den Geldern der Bauern bezahlt wurde, und Herr Schwab und Herr Drolshagen von diesen Betrug wussten, sollten Sie den Bauern die 180 Millionen Guarani zurückzahlen, oder den Verband die Immobilie überschreiben.

    Sie verlauten überall dass die Korruptionsvorwürfe vom BMZ nicht bestätigt wurden, dabei verheimlichen Sie wichtige Fakten. So zum Beispiel die Zweckentfremdung der EU und Spendengelder und anderes mehr.

    Ich frage mich wie die Kolpingstiftung die Geldbewegungen auf den vier Konten erklären will, die nicht in der Buchhaltung mit aufgeführt worden? Neben den fünf offiziellen Konten, wohl bemerkt! Was ist mit den größeren Überweisungen die Herr Siebert u.a. auf ihren Privatkonten erhalten haben? Was werden sie tun wenn Sie plötzlich mit Fakten aus anderen Ländern konfrontiert werden? Stiftungsvermögen in Privatfirmen einfließen zu lassen ist erklärungsbedürftig. Wie wollen Sie den Spendern erklären, was mit ihren Spendengütern geschehen ist? Ich weiß es und kann es erklären. Nein, ich kann es nachweisen, und viele Fragen mehr beantworten. Sie wissen ja um welchen Umfang es geht und was noch nicht zur Sprache kam!

    Ich könnte jetzt hier eine Riesen große Liste aufführen, aber diese spare ich mir für den Fall auf dass es Ihr Ansinnen ist die Sache doch noch eskalieren zu lassen. Für mich war eigentlich die ganze Angelegenheit mit meiner Entlassung erledigt. Leider verursacht Herr von Brandenstein immer wieder Berührungspunkte, die ich nicht so einfach hinnehmen kann und werde.

    Darin erkenne ich ein Muster! Wie Sie sicherlich wissen war Alice Neufeld von Brandenstein unserer Anwältin bei Kolping. Sie gab einmal in einer gemütlichen Runde bei Rotary einen zum Besten und erzählte freimütig über die Praktiken von Olaf von Brandenstein. So erzählte Alice dass Olaf sich darauf spezialisiert hat Konflikte zwischen den Parteien zu schaffen, die dann gelöst werden müssen und die Lösung der Probleme hatte er meistens schon parat. So was kostet Geld, viel Geld. Als Strafrechtsanwalt war er damit sehr erfolgreich. Sie sagte auch, dass es die Kunst ist das Problem über einen langen Zeitraum am Kochen zu halten. Das bring noch mehr Geld. Was ist, wenn er diese Taktik die ganze Zeit zwischen ihnen und mir anwendet und damit Konflikte schafft, die dann von Herrn von Brandenstein für Sie gelöst werden sollen. Betrachten Sie mal das Geschehen nach meinen Ausscheiden im Rückblick.Von Ihnen kam eine Aktion und von uns eine Reaktion. Welche Aktionen hat Herr von Brandenstein mit und ohne Ihr Wissen ausgelöst? Fragen Sie sich, gehen Sie mal diesen Gedanken und Geschehen nach.

    Nehmen Sie als aktuelles Beispiel das Problem mit den Bauernverband. Herr von Brandenstein hat über einen langen Zeitraum die Kolping-Bauern so schlecht und mies behandelt dass sie sich in ihrer Ehre zu tiefst verletzt fühlten und eines Tages die Nase gestrichen voll hatten. Dass Sie Ihre Versprechen auch nicht eingehalten haben, hat dem SEK die Glaubwürdigkeit gekostet. Da haben Sie Ihren Konflikt! Fatal ist, wenn Sie einen Paraguayer in ihren Stolz verletzen. Dann können Sie ihn weder mit Geld, Drohungen, noch mit schönen Worten bewegen. Er sagt zwar ja, ja, ja, aber er meint damit, du kannst mich mal gern haben! Genau diese Situation hat Ihnen Herr von Brandenstein beschert. Den schwarzen Peter für das Aufbegehren der Bauern jetzt mir zuzuschieben ist reines Kalkül, oder die beabsichtigte Vorstufe für einen neuen Konflikt.

    Sie wissen dass ich den ganzen Laden nach oben gebracht habe und viele andere auch. Als ich anfing hatten wir gerade mal 40 Prozent Kostendeckung. Wenn Sie uns damals nicht so extrem die Gelder gekürzt hätten, hätten wir das Jahr 2010 mit einer Kostendeckung von über 80 Prozent abgeschlossen und zwei Jahre später hätten wir uns selbst getragen. Statt dessen haben Sie uns in eine Schuldenspirale getrieben und damit ein Chaos verursacht. War es das Wert, nur um die ganze Sache zu vertuschen? Ich frage mich wie sich heute die Kostendeckung in der Kolpingstiftung darstellt, wenn nur noch ein-drittel der Schülerzahlen verbucht werden? Das Defizit muss ja mittlerweile enorm sein!

    Wissen Sie was Mitarbeiter und auch ehemalige Mitarbeiter sagen? Sie sagen: „Früher wussten wir nicht dass wir es bei Kolping sehr gut hatten, heute wissen wir es, aber leider zu spät!“

    Das sich die katholische Kirche in Paraguay von Kolping zurück gezogen hat und bei der letzten Bischofskonferenz das Thema Kolping auf der Tagesordnung stand, sollte ihnen zu denken geben.

    Eva Chaporro, damals die rechte Hand von Liliana Canelli und seinerzeit mitverantwortlich im Institut, soll wie mir berichtet wurde von Herrn Brandenstein wieder eingestellt worden sein. Wie wir Ihnen damals mitgeteilt haben war sie neben Liliana ein aktives Mitglied einer brasilianische Religionssekte. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann alle Kreuze und Bilder von Adolf Kolping wieder in der Abstellkammer verschwinden und der ganze Hokuspokus von vorn los geht.

    Herr Tintelott, wann wollen Sie beginnen einzulenken? Wenn es zu spät ist? Sie sind bisher mit allen Ihren Bemühungen langfristig gescheitert und Sie werden weiterhin scheitern. Jede augenscheinliche Niederlage die Sie uns beibrachten verwandelte sich später für uns in einen Erfolg. Ihr Weg ist nicht gesegnet, halten Sie ein und beenden Sie die Ungerechtigkeiten. Ich denke Ihr Handeln ist nicht im Sinne von Adolf Kolping der uns die ganzen Jahre den Weg gewiesen hat. Unsere Besorgnis und unsere Mühe galt den paraguayischen Volk, den Kolpingverband, dem Lebenswerk von Adolf Kolpings. Noch ist Zeit, zerstören sie nicht sein Werk.

    Treu Kolping Brigitte Fuzellier

  20. brigitte fuzellier sagt:

    De: Gegen-Korruption [mailto:gegen.korruption@gmail.com]
    Enviado el: lunes, 27 de septiembre de 2010 22:58
    Para: erika@ihresicherheit.eu
    Asunto: Korruptionsskandal bei Kolping – David unterliegt Goliath

    Interview mit dem Generaldirektor, Thomas von Schilling, über die aktuelle Situation in der Kolping-Stiftung in Paraguay. Von Stefan Cornelius.

    Frage: Herr Schilling, Sie sind neben Ihre Funktion als Generaldirektor der Kolping-Institute auch Koordinator für Projekte des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), in der Kolping-Stiftung in Paraguay. Ist das korrekt?

    Antwort: Ja, korrekt.

    Frage: Herr Schilling, die Tageszeitung (taz.de) bezieht sich in Ihrem aktuellen Artikel auf Ihr Schreiben an das BMZ in dem Sie denen mitteilen dass die Anwälte des Vereins der Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerks (SEK), Zitat: “die Vorstandsmitglieder in Paraguay mit Klagen zu überziehen, dass sie ihres Lebens nicht mehr froh werden, wenn sie einer Abberufung Fuzelliers nicht zustimmen würden”. Wie ist dies zu verstehen?

    Antwort: Nun, ich muss ihnen sagen, es ist schon interessant festzustellen wo meine E-Mails an das BMZ so landen! Im Nachhinein ist dagegen nichts mehr einzuwenden. Zugern hätte ich Herrn Tintelott beim SEK über die letzten Geschehnisse befragt, und zwar bevor die Presse das Thema aufgreift.

    Um Ihrer Frage zu beantworten. In meinem Schreiben an das BMZ teilte ich denen mit, dass der Vorstand von FUKOLPA, Brigitte Fuzellier, von ihrer Geschäftsführertätigkeit entbunden hat. Zudem zitierte ich ein Gespräch zwischen dem damaligen Präsidenten und weitere Vorstandsmitglieder, welches die taz im Artikel zitierte. Im weiteren Mail-Inhalt informierte ich das BMZ über den aktuellen Ermittlungsstand.

    Frage: Herr Schilling, Sie sagten gerade den “aktuellen Ermittlungsstand”. Wie ist das zu verstehen? Die Außenprüfung des BMZ ist doch bei Ihnen abgeschlossen!

    Antwort: Herr Cornelius, das ist sie eben nicht. Die Prüfung der Außenrevision des BMZ ist bei uns noch im vollen Gang. In meiner Mail-Mitteilung an das BMZ informierte ich die zuständigen Prüfer darüber dass wir noch weitere belastende Dokumente gefunden haben, die den SEK direkt belasten.

    Darüber unterrichteten wir Herrn Tintelott und Herrn Drolshagen in unserem Gespräch, am letzten Mittwoch, einem Tag vor dem Vorstandsbeschluss über die Absetzung von Frau Fuzellier. Wir zeigten den beiden Herrn 18 Order voll mit belastenden Dokumenten, die am nächsten Dienstag an das BMZ verschickt werden sollten. Herrn Tintelott verschlug es die Sprache und Herr Drolshagen schien dies auch nicht zu gefallen. Denn die Herren waren bisher der Auffassung dass die Ermittlungen des BMZ bei uns bereits abgeschlossen waren. Sie sagten nur, “warum haben sie uns das nicht früher gesagt”. Was auch immer sie damit sagen wollten.

    Was der SEK nicht wusste, das wir mit dem beiden Außenprüfern des BMZ noch am letzten Tag ihrer Außenprüfung in Paraguay vereinbarten, dass die Prüfung mit unserer Hilfe über die Distanz weiter fortgesetzt wird. Es gibt eine klare Vereinbarung zwischen uns und dem BMZ. Wir haben seitenweise Listen und Stapel an Kopien angefertigt und über die Deutsche Botschaft an das BMZ geschickt. Die nächste große Übersendung sollte am 28. September 2010 an das BMZ erfolgen. Zuvor hatten wir nur die Unterlagen behandelt die wir zufällig gefunden und die wir zur Anzeige gebracht haben. In die Tiefe der Buchhaltung selber sind wir nie zuvor richtig gegangen. Erst als die Prüfer vom BMZ uns die Anweisung gaben. Wir dachten immer es wäre besser wenn dies ein externes Prüfungsunternehmen machen würde. Aber leider fehlten uns hierzu die Gelder.

    Frage: Herr Schilling, Sie erzählten mir vor diesem Interview dass Sie sehr froh waren als Herr Tintelott, im Beisein von Frau Häuser von der Deutschen Botschaft, das Gespräch mit Ihnen und Frau Fuzellier suchte. Können Sie mir mehr dazu sagen? Was hatten Sie beide mit Herrn Tintelott besprochen?

    Antwort: Also, dieses Gespräch fand am letzten Dienstag statt. Ein Tag vor dem Gespräch mit dann beiden Herrn. In der Tat, ich war sehr froh dass es zu einem Gespräch kam. Das war für mich ein gutes Zeichen. Insbesondere nach den vielen Schreiben die unbeantwortet blieben. Ich glaube hier hatte die Deutsche Botschaft und das Auswärtiges Amt gemeinsam mit dem BMZ sehr gut vermittelt. An dieser Stelle möchte ich gern aus meinem Schreiben an das BMZ zitieren, weil es inhaltlich Ihre Frage beantwortet.

    Zitat: “In dem Gespräch mit Herrn Tintelott boten wir an, dass wir uns zum Ende des Jahre aus der Kolping-Stiftung zurückziehen, wenn dies für das Fortbestehen der Einrichtung notwendig sein sollte.

    Wir hatten den Eindruck dass das Weiterbestehen der Kolping-Stiftung und der Institute nur noch an uns liegen würde. Unsere Bedingung: wir wollten die gesamte Administration, sauber dokumentiert übergeben. Zeitfenster bis zum 31.12.2010. Nächste Woche wird unsere Bilanz 2009 fertig und könnte durch einen WP geprüft werden. 2010 sind wir auf aktuellen Stand. Zwei Wochen drauf und die Bilanz 2010 wäre dann auch fertig.”

    Im übrigen hatten die externen Wirtschaftsprüfer uns angekündigt dass der BMZ-Bericht von 2009 zur Mitte der nächsten Woche auch geprüft ist.

    Im Gespräch baten wir Herrn Tintelott dafür zu sorgen das keine personellen Änderungen stattfinden. Bis die Prüfungen durch das BMZ und der EU abgeschlossen sind. Frau Häuser von der Deutschen Botschaft pflichtete uns bei und bat ebenfalls um eine friedliche Lösung.

    Frage : Herr Schilling, was ist genau am letzten Donnerstag geschehen?

    Antwort : Vergangenen Donnerstag hat der Vorstand von FUKOLPA mit einer Gegenstimme des Präsidenten beschlossen, Frau Fuzellier als Geschäftsführerin abzuberufen. Diese Beschlussfassung steht der aktuellen Satzung entgegen.

    Frage : Herr Schilling, was meinen Sie mit ihrer letzten Bemerkung “der aktuellen Satzung entgegen”?

    Ganz einfach, Frau Fuzellier war laut Beschlussfassung vom Januar 2010 auf weitere fünf Jahre vom FUKOLPA-Vorstand als Geschäftsführerin eingesetzt. Sie hat auch einen langfristigen Arbeitsvertrag. Laut der aktuellen Satzung konnte Frau Fuzellier ihres Postens nur enthoben werden, wenn ihr ein nachweisliches Fehlverhalten vorgeworfen werden kann, und dies war nur über ein richterlichen Beschluss im Rahmen eines ordentlichen Gerichtsverfahrens möglich.

    Ich habe mit Frau Fuzellier am Freitag darüber gesprochen. Auch, warum sie der Empfehlung ihres Anwaltes nicht folge leistete, eine einstweilige Verfügung gegen diesen Beschluss bei Gericht zu erwirken. Sie sagte mir dazu nur drei Dinge:

    Erstens, “es ist gleichgültig wie die Beschlussfassung zustande gekommen ist. Ob genötigt wurde oder nicht. Fakt ist: dieser Beschluss ist der Wille des Vorstands und ich bin nur eine Angestellte. Ich habe mich mit allen Kräften für diese Menschen und für diese Einrichtung eingesetzt, und wenn sie meine Dienste nicht mehr benötigen dann gehe ich.”

    Zweitens, “am Donnerstag hat der Vorstand von FUKOLPA meine Abberufung beschlossen. Der Vorstand hat es nicht für notwendig gehalten mich darüber zu informieren. Erst am Freitag konnte ich die Beschlussfassung an der Informationstafel in der Kolping-Stiftung wie alle anderen lesen.

    Drittens, “in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag sind diese Leute in unser beider Büro und das meiner Sekretärin, der Buchhalterin, und der Personalleiterin eingebrochen. In unser Büro, wo sich alle belastenden Dokumente für das BMZ, die EU, für das LKA in Deutschland, und die paraguayische Staatsanwaltschaft befanden. Damit ist das Thema für mich gelaufen. Ich übernehme keinerlei Verantwortung mehr für Dokumente und Güter. In Deutschland nennt man so etwas “Strafvereitlung”. Konnten diese Leute nicht bis zum nächsten Tag warten und in meinem Beisein, und einer Notarin, eine ordentliche Übergabe tätigen. Es ist unglaublich, diese Leute haben die Dreistigkeit, den Ex-Hauptbuchhalter Jorge Enrique Caballero als neuen Administrationsdirektor einzusetzen. Denn wir bei der paraguayischen Staatsanwaltschaft angezeigt haben. Das ist mir einfach zu viel. Hierzu fällt mir ein Bibelspruch ein: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! (1. Johannes 2,1-6).”

    Danach ist noch etwas geschehen!

    Frage : Herr Schilling, was meinen Sie mit “noch etwas geschehen”?

    Antwort : Wissen Sie, wir haben von Anfang an sehr merkwürdige Erlebnisse gehabt. Wie von unsichtbarer Hand wurden wir angeleitet und geführt. Wir erhielten immer rechtzeitig und auf sehr merkwürdige Art und Weise alle Informationen die wir brauchten um gegen die Korruption weiter vorzugehen. Es ist so als wenn Gott selbst hier am Werk ist. Gestern dachten wir es ist zu Ende. Nein, es geht immer noch weiter!

    Einer der Vorstandmitglieder von FUKOLPA, der aus Angst vor Repressalien auf keinen Fall genannt werden möchte, lies uns den Inhalt einer E-Mail von Herrn Hans Drolshagen, der an die Vorstandsmitglieder von FUKOLPA versendet wurde, zukommen. In diesem Schreiben beglückwünschte Herr Drolshagen den FUKOLPA-Vorstand und gab in 15 Punkten klare Anweisung in Spanisch.

    Herr Cornelius sie können doch Spanisch? Dann lesen Sie und zitieren Sie aus diesen Schreiben selbst!

    Einverstanden, die wichtigsten Punkte sind:

    Punkt 2, hier erklärt Herr Drolshagen dass er immer noch der Geschäftsführer des SEK ist und sich auf die totale Unterstützung, die er auf einer Sitzung am 8. September 2010 erhalten hat, stützt.

    Punkt 3, hier erklärt Herr Drolshagen dass er die Person ist, die die Entscheidungen gegenüber der Mitgliedsverband und der Kolping-Stiftung trifft.

    Punkt 10, hier stellt Herr Drolshagen unmissverständlich klar, das ohne seine Zustimmung keine Entscheidungen und Koordinierungen vom FUKOLPA-Vorstand getroffen werden dürfen. Herr Drolshaben behält sich die Entscheidung über die Ernennung des neuen Generaldirektors der FUKOLPA vor.

    Ein interessanter Punkt ist die Position 13. Da schreibt Herr Drolshagen: Die Personen mit denen wir weiterhin noch enge Kontakte haben, sind unsere Rechtsanwälte (Dr. José Sosa Gustale) und unsere Verteidigter vor der Staatsanwaltschaft in Fernando de la Mora, für Jorge Enrique und Herrn Guillermo Lezcano. Herr Lezcano ist in diesem Moment nicht unserer externer Auditor (Prüfer) sondern auch ein affektierter von BF. Wir verteidigen beide zusammen. Jorge Enrique ist für mich eine ehrliche Person und weit davon entfernt korrupt zu sein, wie es BF gesagt hat. Seid vorsichtig: welche nicht zugunsten von BF sprechen, sind Diebe und korrupt.

    Schlussfolgern müssen auch Sie, selbst!

    Zwischenfrage : Ich Frage mich auch, wieso gelangt dieses Schreiben in Ihren Besitz?

    Antwort : Wie bereits gesagt, viele Merkwürdigkeiten haben wir erlebt. Im übrigen ist der Präsident von FUKOLPA gestern von seinem Amt zurückgetreten. Wie er offiziell erklärte, möchte er an dieser kriminellen Übernahme nicht teilhaben.

    Ja und dann haben wir noch das Schreiben des Kolping-Mitgliedsverbandes an den Päpstlicher Nuntius vom 18. September 2010. Dieses Schreiben welches mir vorliegt wurde von Präsidenten des Mitgliedsverbandes verfasst. Hier widersprechen sich Aussagen und Beurkundungen. Dieses Schreiben in Verbindung mit der Klageschrift der Rechtsanwälte vom SEK bestätigen im Kontext die Nötigung der Vorstandsmitglieder, wie im Schreiben an das BMZ von mir zitiert.

    Frage : Herr Schilling, Frau Fuzellier steht unter dem Vorwurf der Vorteilsnahme zugunsten ihrer privaten Firma (Loofah SA). So ist es jedenfalls auf der Internetseite von Kolping-International zu lesen. Können Sie mir hierzu was sagen?

    Antwort : Zu den Vorwürfen kann ich leider nichts sagen. Aus der Presseerklärung des SEK kann ich nicht entnehmen um welche Sachverhalte es genau geht.

    Ich weiß nur das Frau Fuzellier ehrenamtlich im Vorstand dieser Firma tätig ist. Es sich um ein Sozialprojekt handelt, wo hunderte Kleinbauern daran beteiligt sind. Soweit mir bekannt ist wurde diese Firma mit Hilfe einer amerikanischen NGO gegründet um den Kleinbauern und Kunsthandwerkern eine Perspektive zu verschaffen. Ich war selbst zu gegen wie der frühere Bundespräsident, Horst Köhler, diese Sozialprojekt in besonderer Weise lobte.

    Mir kommt da gerade so ein Gedanke auf. Ich habe die Vermutung das da etwas in Vorbereitung ist. Diese Bemerkung des SEK kommt nicht von ungefähr. Es hat für mich den Anschein das die Herbeiführung eines strafrechtlicher Aspekts zu einem besonderen Zweck geschaffen werden soll. Nur so eine Vermutung!

    Frage : Wie meinen Sie das?

    Antwort : Erstens, Sie müssen nur jemanden in ein kriminelles Licht stellen und schon glaubt demjenigen niemand mehr. Die meisten Bekannten distanzieren sich in kürzester Zeit. Eine Taktik die immer Wirkung gezeigt hat.

    Zweitens, hierzu müssen Sie das paraguayische Rechtssystem kennen und wissen wie es angewendet werden kann. Zum Beispiel, wenn Sie kostengünstig ein arbeitsrechtliches Problem lösen möchten, in dem Sie zum Beispiel keine Abfindung zahlen wollen, müssen Sie nur ein strafrechtlichen Aspekt schaffen. Wie das genau funktioniert möchte ich hier nicht erörtern. Fakt ist: Werden Sie strafrechtlich Angeklagt, verlieren Sie alle Ihre arbeitsrechtlichen Ansprüche. So ein Prozess kann Jahre dauern. Auch wenn sich zum Schluss heraus stellt dass sie unschuldig sind. Bis dahin ist ihr Ruf längst ruiniert. Um so etwas auf die Beine zu stellen brauchen Sie ein Spezialist, ein Anwalt für Strafrecht, mit entsprechenden Hintergrund.

    Wissen Sie, eben ist mir ein Licht aufgegangen! So ein Spezialist für Strafrecht, genau dieser ist gerade der neue Geschäftsführer von FUKOLPA. Wieso bin ich da nicht eher darauf gekommen? Nicht nur das, ich kenne diese Person persönlich und alle seine Nebenaspekte. Ich muss zugeben, hier hat der SEK taktisch eine exzellente Wahl getroffen.

    Frage : Herr Schilling, was meinen Sie mit Nebenaspekten, exzellente Wahl?

    Antwort : Hierzu möchte ich mich nicht äußern, da es sich hier auch um die Persönlichkeitsrechte dieser Person handelt, und wie gesagt, ich diese Person kenne. Nu soviel sei gesagt, eine liebe Kollegin von mir hat im Auftrag einer Klientin, über einen Zeitraum von neun Monate über diese Person umfassende Recherchen zusammengestellt. Ich habe Einblick in die Recherchen nehmen dürfen.

    Frage : Um wem handelt es sich?

    Antwort : Es tut mir leid, diesen Namen möchte ich nicht in diesem Interview vermerkt wissen. Bitte respektieren Sie das.

    Frage : Herr Schilling, haben Sie Angst vor dieser Person?

    Antwort : Nein, das habe ich nicht. Falls es zu einem Schlagabtausch kommen sollte, wird es mit aller wahrscheinlich nur Verlierer geben. Damit wäre niemanden geholfen. Außerdem möchte ich denjenigen nicht unnötig vor dem Kopf stoßen, da wir uns bisher nicht feindlich gegenüber stehen.

    Frage : Herr Schilling, wie sehen Sie ihre Zukunft bei FUKOLPA.

    Antwort : Ich habe vor zweieinhalb Jahren gesagt dass ich nur eine beschränkte Zeit bei FUKOLPA tätig sein werde. Frau Fuzellier hatte mich damals um Hilfe gebeten. Ich denke meine Zeit bei FUKOLPA ist jetzt um. Es ist jetzt Zeit für mich zu gehen. Mich erwarten andere Aufgaben, wichtige Aufgaben die ich in letzter Zeit vernachlässigt habe.

    Frage : Herr Schilling, geben Sie auf?

    Antwort : Das hat nichts mit aufgeben zu tun. Die Mitgliedsverbände des Internationalen Kolpingwerks und die Verantwortlichen müssen dieses Problem jetzt selbst lösen, oder auch nicht. Die Entscheidung liegt alleinig bei denen.

    Ein letzte Frage : Was empfehlen Sie momentan den Beteiligten?

    Antwort : Einfach mal das Ego nach hinten schrauben. Jetzt ist nicht die Zeit für Rachegelüste, das schafft nur unnötige Fronten. Es ist an der Zeit das hier endlich mal Ruhe einkehrt.

    Vielen Dank für das Interview.

Einen Kommentar schreiben