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Trotz Kontrollen nimmt Drogenschmuggel von Paraguay aus zu

Ciudad del Este: Die „Policía Federal“ aus Brasilien beschlagnahmt im Durchschnitt 80 kg Drogen diverser Typen in der Region der drei Länder. Ein spürbarer Anstieg an illegaler Aktivität ist für die Gesetzeshüter aus dem benachbarten Brasilien zu spüren. Zu 100% stammen die Drogen, sei es Marihuana, Crack oder Kokain aus Paraguay. Die Hauptmenge erreicht das brasilianische Staatsgebiet über illegale Häfen am Rio Paraná und am Itaipú Stausee.

Marihuana „Made in Paraguay“ bleibt der Schmuggelliebling von Paraguay aus, zumindest in dieser Grenzregion. Seit Januar beschlagnahmte die Polizei 23 t dieser Droge. Im gesamten Vorjahr waren es nur 20 t des illegalen Krauts.

Der Anstieg im Bereich der Droge „Crack“ macht den Behörden mehr Kopfzerbrechen. Im Jahr 2010 wurden 200 kg beschlagnahmt und vernichtet, in 2011, gut zwei Monate vor Jahresende sind es schon 387 kg, was einen 100%tigen Anstieg markiert.

Ciudad del Este wird zudem auch als Trampolin für Kokain aus Bolivien angesehen. Die Verteilung geht von hier aus in alle Richtungen und zu allen Häfen. Die 80 beschlagnahmten Kg Drogen pro Tag beziehen sich nur auf die brasilianische Policía Federal ohne die Policía Militar oder die Receita Federal einzubeziehen.

Die Drogenschmuggler auf der paraguayischen Seite, meist Paraguayer können ungestört arbeiten und bezahlen Polizisten zu ihrem Schutz.

Die Personen die gefälschte Zigaretten ins Ausland schmuggeln sind auch am Geschäft mit dem Marihuana beteiligt. Zu diesem Ergebnis kamen die brasilianischen Behörden nachdem bei WikiLeaks eine ähnliche Entdeckung über einen paraguayischen Vorkandidat auf den Präsidentschaftsstuhl veröffentlicht wurde.

Die Kokain und Crack Schmuggler wiederum benötigen „Mulas“, die ihre Drogen im Körper über die Grenzen bringen, auch hier sind es zu fast 100% Paraguayer die die gefährliche Botentätigkeit übernehmen.

Im Gefängnis der Stadt Foz de Yguazú sind 60% wegen Drogenschmuggel angeklagt. Die Mehrzahl von ihnen, also gut jeder zweite Insasse ist paraguayischer Nationalität.

Paraguay produziert rund 15% der weltweit konsumierten Menge an Marihuana und ist größter südamerikanischer Produzent mit 5.900 t pro Jahr (2008). Nur Mexiko übertifft diese Summe auf Weltniveau mit 7.400 t pro Jahr.

Die Schmuggler versuchen jeden Tag eine neue Form zu finden wie sie uns austricksen können um die Droge zu verstecken.

(Wochenblatt / Abc / Foto: Taringa.net)


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7 Kommentare zu “Trotz Kontrollen nimmt Drogenschmuggel von Paraguay aus zu
  1. der bayer schrieb am :

    hallo herr paessler
    schon wieder ein negativer bericht ueber paraguay.was haben sie gegen krautbauern und den samenexport.
    wenn sie so weitermachen wird -lilo- ihnen ein flugticket
    besorgen und dann ist schluss

    • Lilo schrieb am :

      @ der bayer

      Überschätzen Sie meine/unsere Grosszügigkeit nicht.

      Im Übrigen habe ich nicht ein einziges Mal die Artikel von Herrn Päßler kritisiert.

      Also bitte nicht unsachlich werden.

  2. sukowsky schrieb am :

    Wem wundert es? Paraguay eignet sich vorzüglich für den Hanf, Cannabis Sativa oder Marihuana ( bitte nicht weitersagen in Deutschland ….. …sonst kommen noch mehr düstere Gestalten ins querido Paraguay).

    Man sucht sich noch abgelegene intakte Waldgebiete aus und darin verstreut hat man dann ganz ungestört die Pflanzungen. Ganz Clevere lassen auch für sich die Kleinbauer arbeiten, Zumal die Agrarprodukte für den pequeño agricultor wenig Reinverdienste abwerfen, wie Baumwolle, Soja usw.

    Mal ehrlich da werden Millionen nach Millionen gescheffelt.
    Die ganz Großen machen die Geschäfte.
    Was ich nicht verstehen kann warum man so wild darauf ist Marihuanaanbau zu verbieten? Das ist doch ein sehr gutes Betriebseinkommen für die verarmten Kleinbauern die am Hungertuch nagen.
    Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist der Genuß von M. um ein vielfaches gesünder als Zigaretten mit Nikotin, alkoholische Getränke.

    Allerdings ist das Milieu der Drogenhändler sehr verbrecherisch, darin liegt wohl der Hase im Pfeffer begraben.

  3. 9mm schrieb am :

    Der Hase im Pfeffer liegt im Druck seitens der USA.

    Paraguay ist nicht nur sehr Deutsch geprägt, sondern auch ein überaus braver Diener der USA.

  4. sukowsky schrieb am :

    Zu@ Lilo
    Zu@ Bayer wie wäre es mit einer Friedenspfeife.

    Na klar wir möchten ja auch, dass die Türken sich bei uns in Deutschland integrieren…. und die alteingesessenen Deutschen in Paraguay haben es schon bereits sehr lange und fühlen sich trotz allem sehr wohl und lehnen ein Leben meistens in Deutschland ab.
    Doch andererseits sehen so manche jungen Paraguayer Deutschland als das gelobte Land mit Zukunftsaussichten an.

    Es kommt wohl auf die Einkommensverhältnisse eines jeden darauf an.
    Die Paraguayer halten oft im Familienverband zusammen nach dem Motto ” Einer für alle, alle für einen”—-und das muss man auch wo es fast keine Sozialsysteme gibt die einen auffangen bei Schicksalsschlägen.
    Aus diesem Grunde auch einwenig zu erklären die Amigowirtschaft.

    Noch kurz zum Thema Hanf:
    Allerdings sind alle Marihuanafelder leicht zu orten per Satellit. Diese ergeben ein bestimmtes Farbenfeld. Also, wenn die internationalen Drogenbehörde es wollte könnte schon Morgen alles zu Ende sein. Jeder mache sich nun ein Reim darauf!

  5. Lilo schrieb am :

    Nun gut, hier mein Friedensangebot:
    Natürlich ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt.
    Nur ist es schade, wenn gerade diejenigen, die schon so lange hier sind, den Blick für die positiven Seiten Paraguays etwas verloren haben.
    Hier kann Jeder sein Leben gestalten, wie er es möchte.
    Wenn jemnand meint, er möchte um sein Grundstück eine 2 Meter hohe Mauer ziehn – kein Problem.
    Bauvorschriften ? Nein
    Probleme mit der Religion? Nein, auch nicht
    TÜV und ASU? Nein
    Sonntags den Rasen mähen? Na klar doch
    Einwanderungsbedingungen: Unglaublich leicht
    Hier ist nun mal Vieles wie vor 50 Jahren in Deutschland. Es gibt weniger Regeln, Vorschriften und Gesetze, die den Bürger entmündigen, wie schön.
    Ich doch in einigen meiner Komentare nur sagen, dass die Paraguayer um Vieles tolleranter mit uns umgehen als es die Deutschen je mit ihren Einwanderern getan haben.
    Nun zum eigentlichen Thema:
    Es ist verständlich, wenn so mancher Bauer, der mit seinen Einnahmen nicht auskommt, vielleicht ein kleines Hanffeld anlegt, um ein paar Scheinchen dazu zu verdienen. Dumm wird es erst, wenn er seine Ernte nicht mehr nur im Bekanntenkreis verkauft, sondern
    sich beschwatzen läßt, sein Feld zu vergrößern. Dann ist der Weg für die richtigen Dealer bereitet, denn sie können den kleinen Bauern unter Druck sezten und dann muss er Hanf anbauen, soviel und solange der Großdealer es will.
    Wir sind strikte Gegener von sogenannten harten Drogen – schon immer gewesen. Aber bis vor 10 Jahren habe ich mit meinem Mann und guten Bekannten selbst gelegentlich mal “ein Pfeifchen geraucht”. Bei den weichen Drogen sind wir schon der Meinung, dass sie weniger schädlich sind als der nicht verbotene und in vielen Ländern viel zu billige Alkohol. Wie viele Menschen täglich direkt oder indirekt )Unfälle, Schlägereien oder Messerstechereien) durch den “Genuss” von Alkohol ums Leben kommen, möchte natürlich nicht so genau kontrolliert werden.
    Das könnte ja ganze Wirtschaftszweige in den Abgrund stürzen.
    @ 9mm:
    Ich kann mich dunkel erinnern, dass G.W. Busch vor Jahren sehr reges Interesse daran hatte, sich hier in Paraguay Rechte an dem reichlich vorhandenen Wasser zu erkaufen. Das wurde ihm verweigert. Eine überaus kluge Entscheidung – und weit gedacht.

  6. sukowsky schrieb am :

    Zu@ Lilo Positives Paraguay.
    Auch die reinen Paraguayer schimpfen wie die Rohrspatzen auf
    die rasant umgreifende Korruption im Lande!

    Ja, natürlich wollen wir uns dabei die Lebensfreude erhalten. Ist die deutschen Mentalität dabei eine Bremse?

    In einer Reportage neulich im Fernsehen habe ich gesehen, dass ein deutscher Familienvater ausgewanderter nach Brasilien hier sehr kriminell geworden ist. Ein Grund war die brasilianischen Gesetze werden locker gehandhabt. Hier ein Schein und dort ein Schein und es lief wieder geschmiert.
    Unter das allgegenwärtige deutsche Gesetzesjoch wäre er wohl halbwegs ein braver Bürger geblieben.

    Bedenken wir eine zu arge Korruption ist begleitet von einer
    sehr erhöhten Unsicherheit im Lebensbereich jeden Einzelnen.

    Ehrlichkeit mag zwar langweilig und einengend sein ist aber langfristig ist es ein starkes Lebenselixier.

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