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Unschuldig hinter Gitter

Asunción: Ohne stichhaltige Beweise wurde der deutsche Journalist und Familienvater Thomas Egbert Schilling 17 Monate schuldlos hinter Gitter gesperrt, währenddessen eine Familie getrennt und Unwahrheiten über ihn verbreitet.

Er wurde verdächtigt, an einem Betrug teilgenommen zu haben, der tatsächlich stattfand. Bei seiner früheren Tätigkeit in Deutschland sollte er Bewerber für Auslandstätigkeiten nach Wissen vorsortieren. Für den tatsächlichen Betrüger arbeitete er zu genau, was ihn den Job kostete. Die Arbeitssuchenden bzw. Opfer die Vorauszahlungen leisten sollten kamen nicht in der Anzahl, wie es geplant war. Ein Schaden von rund 20.000 Euro entstand.

Allerdings war Schilling niemals damit betraut wurden, Gelder zu kassieren. Sein Vater der 2004 ebenfalls in Verdacht stand wurde schon längst freigesprochen, was der Auslieferungshaft, die Thomas auf sich nehmen musste, die Grundlage entzieht. Für eine Befragung hätte ein Ortstermin in der Botschaft ausgereicht.

Ein Hausarrest konnte ihm deswegen nicht erteilt werden, weil Fluchtgefahr bestand. Diese jedoch wurde nur künstlich kreiert. Wer bei der deutschen Botschaft angestellt ist, wie es Thomas Schilling war, wer vom BND überprüft wurde und wer dem Ex Bundespräsident Horst Köhler das Land über zwei Tage gezeigt hat, ist wohl kaum auf der Flucht vor der deutschen Justiz.

Nachdem vier Anwälte in Deutschland Monate für ihn kämpften entschied das Bundesverfassungsgericht Anfang Juni schon gegen die vorherigen Urteile und zu Gunsten des Inhaftierten. Bis zur Freilassung vergingen jedoch noch rund 3 Wochen. Jetzt hat Deutschland das Interesse an ihm verloren.

Auf die Frage hin, ob Thomas Schilling erneut diese Strafe von 17 Monaten auf sich nehmen würde, um die Missstände in Kolping Paraguay anzuzeigen, Grund den er hinter seiner Inhaftierung vermutet, antwortete der Mann mit Prinzipien mit Ja.

(Wochenblatt)

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Kommentare

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8 Kommentare zu “Unschuldig hinter Gitter
  1. wolfgang sukowsky schrieb am :

    Im Leben geschehen Dinge die unbegreiflich erscheinen
    und doch reift dadurch die Persönlichkeit eines Menschen um ein vielfaches. Geben wir nichts drauf was Menschen über einen denken.

  2. Krista schrieb am :

    was können wir tun, wie können wir helfen

    ist meine Frage, angesichts dieser Sauerei !!!

    Herr Päßler könnten sie eine Unterschriftenaktion starten…..über ihre Zeitung…..es kann doch nicht angehn, das niemand zuständig ist…..

    bitte starten sie einen Aufruf, sie haben die Möglichkeit dazu….

  3. Krista schrieb am :

    sorry,

    das kommt davon wenn man morgens um 2 uhr die wochenblatt liest, Herr Schilling ist schon frei….

    dann DANK an alle die daran beteiligt waren und für Herrn Schilling und seine Familie alles Liebe + Gute

  4. Charly schrieb am :

    Nur mal so nebenbei am Rande, was da ablief war absolut nicht ok und überzogen, ABER trotz allem ist Herr Schilling kein Unschuldslamm (und ja, ich kenne ihn), er konnte hoffentlich daraus eine Lehre ziehen und meint nicht mehr er kommt mit allem durch was er so treibt ;o)

  5. Krista schrieb am :

    Charly,

    egal er was getan hat oder nicht…..

    wir wissen es alle nicht !!!!

    Es geht aber nicht an, das mit zweierlei Maß gemessen wird …..

    was ich nicht schön finde, das nachtaroken von dir !!!!

    reichen 17 Monate nicht ??? unter den bekannten Umständen ???

    ich denke es sollte nun genug sein !!!!

  6. Eva Schilling schrieb am :

    Sigo esperando a ver cuando se digna en ofrecer una disculpa la embajada alemana…por no pasarle la mano cuando realmente necesitò mi esposo…por haber ignorado su situaciòn…

  7. Heidi schrieb am :

    Dafür hat er in Deutschland eine Frau in ihr Unglück gestürzt, die heute noch (seit 14 Jahren) mit den von ihm verursachten Schulden zu kämpfen hat. Und seine 16-jährige Tochter aus dritter(!) Ehe hat bisher keinerlei Unterstützung von ihm erfahren, geschweige denn Unterhalt von ihm bekommen.

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