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Unternehmen erhalten mehr als 3 Millionen Euro vom Bildungsministerium ohne versprochene Möbel dafür auszuliefern

Asunción: Eine Untersuchung der Tageszeitung Última Hora und dem Fernsehsender Telefuturo konnte aufdecken, dass diverse Unternehmen Vorauszahlungen für Mobiliar in unnötigen Höhen vom Bildungs- und Kulturministerium (MEC) ausgezahlt bekamen ohne dass diese die versprochenen Produkte vollständig geliefert haben.

Das Bildungs- und Kulturministerium zahlte für die Fabrikation von 80.000 Stühle und Tische die für 1.700 öffentliche Lehreinrichtungen bestellt wurden in einem Wert von 18 Milliarden Guaranies (etwas mehr als 3 Millionen Euro). Mehr als 30.000 Möbelstücke (Stühle oder Tische) wurden nicht ausgeliefert.

Die Zahlung der gesamten Summe fand am 28. Dezember 2010 statt, laut Vertrag allerdings wurde eine 100% tige Zahlung erst bei Auslieferung aller Möbel fällig.

Metal Mad bekam 5.849.900.400 Guaranies, Ingeniería Aplicada 2.826.586.400, Arquitectura y Diseño 2.743.081.200, Consultora MG 870.005.200, Schreinerei Rolando Medina, 615.757.500 und Sintec SRL 3.555.322.100 der nationalen Währung.

Insgesamt fehlt somit für 700 Schulen die versprochene Einrichtung.

Die Abteilung „Finanzielle Angelegenheiten“ des Bildungs- und Kulturministerium, welche die Zahlung anordnete, haben Dokumente, in denen geschrieben steht, das alle Möbel ausgeliefert wurden.

Die Angestellte Alba Oviedo erklärte, das sie Möbel, die nicht ausgeliefert wurden in Lagerhallen der Unternehmer stehen da das Bildungs- und Kulturministerium keinen Platz für eine solche Menge Möbel hat.

Sie erklärte, dass die gähnende Leere in den 700 besagten Einrichtungen deswegen zustande kam, weil das Ministerium den Unternehmern die Liste der Schulen nicht überreichte. Deswegen konnten sie nicht dahin ausgeliefert werden. Trotz alledem hat auch das Ministerium den Unternehmern leichtfertig das Geld gegeben, ohne dass die Arbeit völlig getan war.

Die Informanten von Última Hora und Telefuturo versicherten, dass die Unternehmer 10% Bestechung zahlen mussten, um an die komplette Summe noch vor Vertragsbeendigung zu kommen.

Das Bildungs- und Kulturministerium gab bekannt eine Kommission zu gründen, die diesen Fall untersucht. Der administrative Direktor, Gerardo Barrientos, welcher die Zahlung autorisierte, wurde schon von dem Fall abgezogen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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