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Vergleich zweier Partnerstädte: Curitiba ein Traum – Asunción eine Schande!

Asunción: Asunción und Curitiba sind Partnerstädte seit den Neunzigern. Die Differenzen die jedoch zwischen den beiden urbanen Zentren klaffen sind immens. Der größten Unterscheide sind Ordnung und Sauberkeit.

Die Straßen des brasilianischen Curitibas sind sauber und die Grünflächen schön bepflanzt und der Rasen kurz gehalten, ein Vorbild für diese Region. Paraguays Hauptstadt repräsentiert einfach nur das komplette Gegenteil, was sich im Unwille für Ordnung und Müllbeseitigung bestens ausdrückt. Aber auch die Stadtverwaltung selbst scheint entweder desinteressiert oder überlastet zu sein.

Die Verkehrswege des historischen Zentrums von Curitiba glänzen durch Sauberkeit, kein einziger Papierschnipsel ist da zu finden. Alles ist gutgeordnet quasi schon perfekt. Die Stadt wacht sauber auf, bleibt während des Tages so bis es Abend wird.

„Unsere Stadt ist immer sauber und gut erhalten und so erhalten wir sie seit Jahren. Wir haben ein gutes Reinigungssystem eingeführt, unsere größte Verantwortung. Zugute kam uns auch die Bevölkerung die sich dahingehend eingestellt hat und stolz auf ihre Stadt ist“, kommentierte der Bürgermeister der Stadt Luciano Ducci.

„Curitiba ist die Stadt, die am meisten den Müll recycelt. Quasi 85 % des Mülls werden getrennt“, fährt Ducci fort.

Ein weiter Aspekt den er hervorhebt ist die Erhaltung von Gärten und den Grünflächen der Straßen. Blühende Blumen soweit man schaut und reich dekorierte Fußgängerzonen rund das Bild ab. Auch die Plätze der Stadt werden ständig von den städtischen Arbeitern gereinigt, gegossen oder verschönert.

Die Fußgängerwege der Stadt sind frei von Löchern und kleinen Bächen, die Beschilderung für nicht Ortskundige ist exemplarisch und somit vorbildhaft für alle Bürgermeister die ihr Amt gut ausführen wollen.

Asunción, jedes Mal noch zerstörter

Ein einfacher Rundgang zeigt das traurige Bild einer urbanen Metropole die stagniert, die im Gegensatz zu anderen umliegenden Großstädten des Kontinents zu langsam wächst, sich zu langsam dem Weltniveau anschließt.

Der Müll, die Schlaglöcher, der ungeordnete Verkehr, bettelnde Kinder oder Pferde, die Pappkartons auf den Hauptstraßen transportieren, lassen den Blick verblassen. Diese angeführten Missstände sind keine typischen Klischees mehr für eine südamerikanische Stadt.

Die Plätze der Stadt zeigen eingangs guten Wille aber mit der Erhaltung sieht es schon ganz anders aus. Der Rasen entweder lang oder abgelaufen, die Bänke entweder abgeschraubt oder kaputt und die Pflanzen entweder verschwunden oder vertrocknet.

Auch der Aspekt der Beschilderung ist alles andere als vorbildlich in Asunción. Aber auch beim Thema Verkehrserziehung gibt es noch viel Nachholbedarf, denn alleine Verkehrsschilder nützen hier nicht viel. Die am besten gekennzeichneten Zebrastreifen werden nicht als solche erkannt.

Leider ist das noch nicht alles, denn auch das Abwassersystem für Regen ist entweder nie errichtet wurden oder kaputt. Von den Bürgersteigen, die entweder besetzt oder löchrig sind will gar niemand reden.

Trotz alle dem gibt es auch wenige schöne Flecken und Viertel wo die Hoffnung wächst, dass sich diese Ordnung auch auf andere angrenzende Viertel ausbreitet.

(Wochenblatt / Abc)

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Kommentare

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18 Kommentare zu “Vergleich zweier Partnerstädte: Curitiba ein Traum – Asunción eine Schande!
  1. Hans Iseli schrieb am :

    Nicht vergessen den hervorragenden öffentlichen Verkehr in Curitiba, der dagegen in Asuncion mit seinen Schrottlauben schon fast wieder als herausragende Skurrilität attraktiv wirkt.

  2. Palino schrieb am :

    Stehen Reinigungssystem, Gärten, Grünflächen, Blumen, Fußgängerzonen, Stadtplätze, Bewässerungsanlagen, Fußgängerwege, kleine Bäche, Beschilderungen nicht alle auf der Wunschliste bei USA, Korea, Japan und Taiwan? Nur eine Frage der Zeit bis diese Länder Paraguay oben erwähnte Dringlichkeiten schenkt? Also warten und warten und…

  3. wc_ente schrieb am :

    und ich kann sagen…müsste ich in asu wohnen…schnell koffer packen…diesen gestank, müll und lärm…echt schrecklich.
    da bin ich einfach gerne auf meiner granja…ruhe und viele blumen.
    ja asu ist ein dreckloch und bleibt eines.

    • wc_ente schrieb am :

      ja andere dinge…….das geld wird wieder geschoben bis es in den taschen der richtigen ist.

      würde paraquay aus asuncion bestehen …nein danke…

      es geht hier nicht alleine wie es aussieht…alleine dem volk wurde nie gelernt, das sie auf ihre umwelt schauen.

      weiters….wenn es die oberen nicht tun, wie soll es dann der kleine machen…also der fisch fangt immer oben an zum stinken….

  4. TejuJagua schrieb am :

    Tja, da kommt noch das “igual nomás” dazu.

    Jeder nimmt sich, was er brauchen kann, am liebsten, wenns nichts kostet.
    Da schraubt man sich am öffentlichen Eigentum das ab, was zuhause fehlt.

    An gutem Willen fehlt es ja nicht immer, aber sobald etwas neu gemacht ist, kümmert sich nie wieder jemand darum.
    Alles verkommt, wenn es nicht vorher gestohlen wird.

    Auf dem Land sieht es inzwischen leider nicht viel besser aus. Jeder wirft seine Mülltüten nur noch in die Landschaft, wo sie von Hunden, Kühen und Flaschensammlern auseinandergerissen werden und anschliessend jeder Windstoß den restlichen Dreck überallhin verteilt.

    Igual nomás

  5. Pez schrieb am :

    Naja, als Chefbeamter wie der werte Bürgermeister der Stadt Curitiba, Luciano Ducci, hätte ich wohl das gleiche zu den Medien gesagt. Grossmaulig meinte er damit: «schaut her, wie toll unsere Stadt ist, seit ich den Oberbeamte bin. Bin ich nicht ein SuperFritz? Der SuppenFritz überhaupt?».
    Noch keine Grossstadt habe ich gesehen, wo es nicht stinkt, in Curitiba war ich noch nie, aber auch dort stinkt es. Auch wenn sie ihre Vorzeige-Quadratmeterchen für die Touristen und Medien besser pflegen als die Asuncioner Staatszüchtungen.

  6. toka schrieb am :

    ich lebe seit jahren in so einer sauberen ordendlichen stadt.diese ordnung bezahlt man mit seiner persönlichen freiheit da jede kleinigkeit von der bürokratie geregelt wird.was diese freiheit wert ist merkt man erst wenn man sie nicht mehr hat.nicht alles was vor sauberkeit glänzt ist gold
    lg toka

  7. Danny schrieb am :

    Ich lebe jetzt seit 7 Jahren in Paraguay und möchte in diesem wunderbaren Land mein irdisches Leben beenden.

    Natürlich, in der Hauptstadt zu leben, ist eine Qual, aber draussen im Lande ist das wunderbar.

    Was soll man auch anderes sagen? Dort in ASU, wo sich Korruption und ähnliches die Hand reichen, wird sich nichts ändern. Traurig, aber wahr. Immer, wenn ich mal in die Hauptstadt muss, bin ich froh, wieder zu Hause zu sein – und ich bin für den Rest des Tages einfach nur kaputt.

    Danny.

    • wc_ente schrieb am :

      genau danny..so ist es……wieder zurück aus der hauptstadt, und man freut sich wieder.

      für mich ist asu einfach müllhalde.

  8. uli schrieb am :

    Ich war gerade mal wieder in Curitiba und war in den letzten 25Jahren oft dort.Es ist sicher die sauberste Millionenstadt in ganz Südamerika mit guter Infastruktur,schönen Grünanlagen etc.Aber man sieht auch dort Armut und schlechtere Quartiere.Asuncion ist ein Dreckloch im Vergleich.Aber zu beachten ist,dass Curitiba auf fast 1000m.ü.M.liegt,da ist die Luft halt frischer.

  9. sukowsky schrieb am :

    Curitiba hat rund 1,9 Millionen Einwohner, darunter besonders viele Nachfahren europäischer Einwanderer.
    Wer das urbane Chaos, die Gewaltkriminalität von Rio oder Sau Paulo kennt, wird in Curitiba angenehm überrascht.

    Die historische Altstadt ist das Werk deutscher Einwanderer, die Curitiba seit 1833 deutlich mitprägten.
    Die Deutschen haben mit ihrer Modernisierungsmentalität, Diszipliniertheit, verlässlich, fleißig die Stadt stark beeinflusst.
    Allerdings war es früher noch viel besser. Was können die Deutschen in Asunción bewirken. ■

    • uli schrieb am :

      Sie erwähnen etwas wichtiges-die Herkunft vieler Vor fahren der Curitibanos!Mittel und Osteuropa.Spanier fehlen,die haben nur ausgebeutet und ein paar Kirchen gebaut.

  10. Kristina schrieb am :

    2005 habe ich Curitiba kennengelernt und mich irgendwie heimisch, weil so deutsch gefühlt. Es war wirklich alles sehr sauber und ordentlich und die Beschilderung besser als in mancher deutschen Stadt.
    Natürlich ist es schwer, bestehende desolate Zustände zu verändern und es braucht gewiss Zeit.
    Man es nur selbst in Vorbildfunktion besser machen und es allen die es hören wollen oder nicht weitersagen warum es schöner ist, wenn jeder seinen Müll vernünftig und verantwortungsbewußt entsorgt.

  11. R2D2 schrieb am :

    Viele verdienen sich ihr Brot mit Einsammeln von Plastik, PET, Metall ua. Laufen nachts durch die Strassen und reissen Abfallsäcke auf! Fährt man hier durch Nebenstrassen verbrennen die Menschen Plastik, igitt. Spricht man sie darauf an, meinen die Menschen es sei besser Plastik zu verbrennen als dass es 50 Jahre unter der Erde bleibt (Müllabfuhr). Weiss jemand, gibt es in Paraguay Verbrennungsanlagen? Wird der Müll tatsächlich überall nur vergraben? Verbrennung von PVC-haltigem Müll ohne Filter bringt doch nichts! Ich sammle PET, Plastiksäcke und Metall und bringe dies ab und zu zu den Sammelstellen bei der Municipalidad, doch scheine ich ein Einzelfall zu sein. Nimmt mich Wunder was mit danach mit diesem passiert. Gibt es hier in Paraguay eine Metallschmelze für Metall-Recycling? Die Menschen scheinen auch nicht zu wissen, dass organisches Material wie eine Bananenschale am besten auf eine Grünfläche unter einen Baum geworfen wird. Kleinmüll wird in die Abfallbehälter geworfen, die Abfuhr nimmt aber nur die Säcke mit. Ein anderes Problem ist die billige Weise wie gebaut wird. “Fussgängerwege”, Strassen und Kanäle werden so billig gebaut, dass sie nach wenigen Jahren bzw. Monaten so deformiert sind, dass es zu Schlaglöchern und Dengue-Brutstätten kommt. Ein unlösbares Problem für Paraguay der Müll. Doch die Brasilianer haben es doch auch geschafft oder? Ich trenne meinen Müll so gut wie möglich und werde die Paraguaysche Mentalität diesbezüglich nie annehmen. Aber die Bevölkerung hat andere Sorgen und es fehlt an Bildung. Die anderen verbrennen den Müll ja auch und werfen alles einfach neben die Strasse. Es ist aber auch schön, dass man nicht wie in zahlreichen Europ. Städten keine Busse wegen einem weggeworfenem Kaugummi kriegt. Und die Steuern sind niedrig, da kann keine Müllabfuhr damit finanziert werden. Da bin ich auch nicht böse darum, nur der Dreck überall ist schon enorm. Aber man gewöhnt sich auch daran. Wenigstens wird seit kurzem etwas gegen diese rauchenden Fahrzeuge unternommen.

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