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Was ist zu beachten beim Einstellen einer Haushaltshilfe?

Asunción: Ob weiblich oder männlich, ob Gärtner oder Köchin, viele Einwohner des Landes nehmen einen solchen Service in Anspruch. Nicht wenige haben schon ausreichend Erfahrungen gesammelt und könnten Bücher vollschreiben mit Ratschlägen. Nach einem erneuten Raub von Bargeld und Schmuck (Wert 51.000 US-Dollar) in Asunción, verübt von einer Haushaltshilfe die trotz Agenturvermittlung klebrige Finger hatte, soll dieser Artikel einige wichtige Punkte ins Gedächtnis rufen.Vertrauen ist gut aber Kontrolle ist besser.

Grundvoraussetzung für die Einstellung von Personal muss eine Ausweis-Kopie sein, die möglichst selbst gemacht werden sollte um eine Verwechslung mit der Schwester, den Bruder etc. zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollte ein polizeiliches Führungszeugnis (antecedente policial) angefordert werden was für den Antragsteller in Asunción 11.500 Guaranies kostet und fünf Minuten Arbeit ist.

Obgleich ein offizieller Arbeitsvertrag besteht mit oder ohne Entlohnung nach Gesetzesvorgabe samt Versicherung beim Fürsorgeinstitut ist es ebenso angemessen festzustellen wo der oder die Angestellte her stammt. Ein Besuch des Elternhauses ist auf dem Land nicht unangebracht. Falls dies nicht möglich ist, sorgen sie für einen guten Leumund.

Da selbst eine Probearbeit mit geringem oder keinem Lohn ausreichend Gelegenheit gibt währenddessen zu stehlen, kann ein gewolltes Platzieren von Fallen (Wertgegenstände oder Geld) nicht falsch sein. Echte Werte und große Summen Geld sollten sicher verschlossen aufbewahrt sein.

Für eine gute „Zusammenarbeit“ im Haushalt ist es wichtig nicht immer alles zur gleichen Zeit zu erledigen. Ändern sie dann und wann ihre zeitlichen Pläne wenn sie schlechtes Vermuten und beobachten sie die Reaktion.

Der Mindestlohn beträgt derzeit 1.658.232 Guaranies. Die Mehrzahl der Auftraggeber allerdings zieht es vor ohne Arbeitsvertrag einen geringeren Lohn auszuzahlen. Würdig und legal sollte ein Arbeitsverhältnis allerdings sein, um auch ein spürbaren Willen der Arbeitskräfte zu erkennen.

Bei dem besagten Raub, der sich gestern im Zentrum von Asunción zutrug, arbeitet eine junge Frau aus der Region von Yaguarón, Paraguarí den ersten Tag in einer Wohnung. Als die Eigentümerin, die Architektin France María Christian Silva (28) am Nachmittag um 15.00 Uhr für eine halbe Stunde die Wohnung verließ übergab sie Mirna Marisa Pereira ihre dreijährige Tochter der Haushaltshilfe, die sich mit einem falschen Ausweis über eine Agentur vermitteln ließ. Wenig später kam die dreijährige Tochter zwei Etagen tiefer im Büro ihres Vaters an, der sie daraufhin zurück in die Wohnung brachte. Da stand die Tür auf und die Bargeldsumme von 5 Millionen US-Dollar fehlte wie auch drei Goldringe mit Brillanten besetzt im Wert von 50.000 US-Dollar. Die Polizei suchte nach der Anzeige den Stadtteil ab ohne bis jetzt eine Spur der verdächtigen Fremden zu haben. Die Agentur soll Aufschluss über vorherigen Arbeitgeber geben.

(Wochenblatt)

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Kommentare

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8 Kommentare zu “Was ist zu beachten beim Einstellen einer Haushaltshilfe?
  1. Lilo schrieb am :

    Das ist natürlich eine haarsträubende Geschichte.
    Allerdings muss es ja nicht immer in diesem grossen Stil passieren, wie wir am Anfnag erleben “durften”.
    Natürlich ist man gut beraten, wenn man seine Hausangestellte oder den Gärtner kontrolliert. Dabei kann man auf wundersame Dinge stossen. Wir haben zum Beispiel ganz offen für sie zugänglich eine Schachtel mit 10.000er Scheinen. Meistens sind 30 bis 40 Scheine in der Schachtel. Bevor wir das Haus verlassen, zählen wir die Scheine und schreiben uns die Anzahl ins Handy, damit wir uns auch ja nicht irren. Bisher ist noch nicht ein Schein verschwunden.

    Anders verhielt es sich dagegen mit Putzmitteln. Eine Zeit lang haben wir uns gewundert, wie unglaublich viel Insektenspray wir verbraucht haben, bis uns auffiel, dass die Spraydosen überall im Haus herumschwirrten und Stück für Stück verschwanden. Allerdings nicht, weil sie leer waren. Eine im Beisein der Putzhilfe geführte Diskussion darüber, dass wir uns bei der verbrauchten Menge langsam vergiften und es sinnvoll wäre nur eine Dose in Gebrauch zu haben führte dazu, dass wir so gut wie gar kein Spray mehr “verbrauchten”.

    Noch interessanter war es, festzustellen, wie sehr sich doch Flüssigwaschmittel “verdünnen” konnte.Wir unterhielten uns einfach darüber, dass das Zeug auch nichts mehr taugt – uns schon ahnte sie, dass wir wohl etwas gemerkt haben müssen. Seitdem haben unsere Putzmittel wieder die richtige Konsistens.

    Nach diesen anfänglichen Versuchen unserer “fleissigen” Biene hat sie gemerkt, dass es nicht klappt und sie hat derartige Versuche aufgegeben, ohne dass wir sie damit konfrontieren mussten.

    Auch beim Reinigungsstandard wird gern geschummelt.

    Wenn man nicht ausdrücklich sagt, dass auch auf dem Schrank, unter den Möbeln oder Deco gereinigt werden sollen, wird das auch nicht geschehen – sofern Sie während der Arbeitszeit Ihrer Angestellten abwesend sind.Dann werden nur gut sichtbare Flächen geputzt und ansonsten der “freie” Tag genossen. Sollten Sie jedoch des öfteren früher zuhause erscheinen, als angekündigt, ist es aus mit dem ruhigen Tag. Auch haben wir uns offen darüber gewundert, wie schnell manche Sachen verstauben. So hat sie gemerkt, dass es nicht reichte, glatte Flächen zu reinigen.

    Wir gehen bewußt diesen indirekten Weg ohne Konfrontation. Denn anderenfalls kann Ihnen Ihre Putzfee das Leben zur Hölle machen – ohne, dass Sie ihr etwas nachweisen können. Sie kann Sie bei den Nachbarn verleumden, ihnen in Ihr Essen spucken oder Ihnen einen toten Käfer unters Kopfkissen legen. Die Ameisen würden Sie spätestens nachts im Bett besuchen, um den Käfer zu fressen.

    Seit unserer Putzteufelchen weiß, dass wir es bemerken, wenn “Kleinkram” fehlt oder sich verändert, sind die Fronten geklärt und es läuft prima.

  2. Victoria schrieb am :

    Das war von der Architektin mehr als leichtsinnig, am ersten Arbeitstag die “Putzfee” alleine zu lassen, erst recht, wenn der Gatte in eine anderen Etage arbeitet.

    Eine Falle, falls es eine sein sollte, hätte man auch anders stellen können.
    Und vor allem, wie kann man solche Werte unverschlossen lassen Fazit? Selber mit daran schuld

    • Lilo schrieb am :

      Werte…..
      Nun ja es ist viel Geld weg gekommen.
      Viel schlimmer finden wir es, dass die Familie einer völlig fremden Frau ihr Kleinkind anvertraut hat, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, wie diese mit dem Kinbd umgehen würde.

  3. mike schrieb am :

    Wir haben die Ratschläge beachtet. Der Capatz (der bereits 2 1/2 Jahre für uns arbeitet) brachte uns nach einem Jahr seine “Schwiegertochter” als Putzfee, die 1 Tag pro Woche bei uns ist. Wir kannten die ganze Familie recht gut und waren auch mehrmals bei ihnen zu Hause als Gäste eingeladen wie auch sie unsere Gäste waren und auch weiterhin als Gäste eingeladen werden. Das Verhältnis zu Familie scheint mir enorm wichtig und besonders die “Behandlung” der Angestellten. Es ist aber auch uns klar: “Führe mich nicht in Versuchung etwas falsches zu tun”. Also bleiben Bargeld und Wertgegenstände nicht offen herumliegen. Auch sind wir meistens im Hause, oder nur für kurze unbestimmte Zeit weg. Wir dürfen uns glücklich schätzen dass unser Vertrauen bis jetzt noch nie missbraucht wurde und wünsche euch allen das auch.
    Ich kann nur empfehlen, vor Einstellung einer Kraft, die Familie zu besuchen und mit ihnen zu sprechen.

  4. 9mm schrieb am :

    Da es sich bis jetzt keiner getraut hat anzusprechen:

    Es ist nicht weise für uns Männer eine Reinigungskraft mit der Arbeit einer Prostituierten zu betrauen.
    Auch wenn sie willig ist und dies offen zeigt.

    Finger (und andere Körperteile) weg von solchen Angeboten!

    • Sukowsky schrieb am :

      ­—–Bitte mehr positive ­Einstellung—-
      Also 9mm, Sie enttäuschen mich, alle Hausgehilfen hier so pauschal als Prostituierte zu bezeichnen, da kann ich nur vermuten, dass sie enttäuscht sind über Paraguay. Unsere weiblichen Hausangestellten waren immer ehrlich. Ich gebe zu durch gute Menschenkenntnisse kann man die Spreu vom Weizen trennen. Möglicherweise hatten wir deshalb niemals Probleme.

      Ansonsten ist der Kommentar von Lilo zu empfehlen.
      Es ist eine sehr gute Anleitung um materiellen Schaden zu vermeiden und Angestellte bei Laune zu halten.

      Übrigens ohne Disziplin als Mann durchs Leben zu schreiten, besonders in Paraguay, kann böse enden. Man sollte nicht die Schuld auf andere schieben… und bei Schwäche meinen alle weibliche Angestellte sind Liebesdienerinnen!

  5. El Tucan schrieb am :

    Führe mich nicht in Versuchung, am besten ist es, wenn man keine fremden Leute ins Haus lässt, weder Eingeborene noch Zugezogene. Draussen ist es fast immer warm genug und der Platz ist auch vorhanden. Den Staubsauger kann ich auch noch selber bedienen und mit allem anderen komme ich auch zurecht. Vorbeugen ist besser als nachher jammern.

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