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Wie 3D bei der Verbrechensaufklärung behilflich ist

Asunción: Mit der Benutzung von Beweisen, technischen Studien und Zeugenaussagen kann man ein Verbrechen digital nachstellen. Bei diversen Arten von Morden, Entführungen und Unfällen kam dieses noch neue Instrument zum Einsatz.

Was in anderen Ländern der Welt schon seit Jahren zum Handwerkszeug eines Kriminalisten gehört kommt nun auch langsam in Paraguays Regale der auszuwählenden Methoden, ein Verbrechen aufzuklären.

Zum Beispiel konnte anhand der Beweise und der Zeugenaussagen im Fall Cecilia Cubas die Entführung und die Zeit im Haus wo sie gefangengehalten und ermordet wurde nachgestellt werden. Das Horrorhaus, wie es unter Paraguayern genannt wird, kam im Gerichtsprozess gegen die Beschuldigten zum ersten Mal digital zum Einsatz.

Diese Methode, genannt Digitalisierung von Beweisen, ist eine Animation am Computer, um zu sehen ob die Aussagen korrekt sind und das ein Verbrechen tatsächlich mit den physikalischen Gesetzen vereinbar ist. Die Staatsanwaltschaft ist dankbar über das nützliche Instrument, um einigen Zeugen auch zu beweisen, dass sie nicht wahrheitsgemäß ausgesagt haben und sie eventuell so zum wahren Tathergang führen.

Für den Designer Luis Fernando González Zucchini war eine Fernsehserie ausschlaggebend für seine Art von Arbeit, zu der er heute als einziger im Land im Stande ist. „Es gibt da die Fernsehserie „CSI“ wo ein Verbrechen am Computer nachgestellt wurde. Da dachte ich mir, dass kannst du auch“, erklärte der 39 jährige Mann.

„So arbeite ich: Wenn zum Beispiel eine Entführung stattfindet fahre ich mit dem Staatsanwalt zu den Zeugen und den Opfern. Nach den gegebenen Daten erstelle ich in 2 oder 3D eine Animation. Die letzte war die eines 10 jährigen Jungen aus Caaguazú“, so González.

Jedoch hört hier nicht die Arbeit auf. Nach dem mehr und mehr Details bekannt werden, editiere ich die Animation. Neue Fotos oder geänderte Zeugenaussagen können z.B. Grund dafür sein.

„Mit dieser Fähigkeit habe ich erfolgreich für die Staatsanwaltschaft, das Anti-Drogen Sekretariat und sogar die DEA (aus den USA) gearbeitet. Sein Berufszweig müsste stärker genutzt werden, um noch effizienter zu sein“, so González.

Der Einsatz der neuen Technologie hängt jedoch vom eingeteilten Staatsanwalt ab. Laut des Designers kann man schnell erkennen ob sie dafür oder dagegen sind wenn man ihre Ausstattung ansieht. Eine solche Animation herzustellen dauert ungefähr einen Monat und kann ausreichend Grund sein, einen Täter zu überführen. Trotz alle dem hatte González dieses Jahr noch nicht viele Fälle.

Neben dem Fall Cecilia Cubas und dem Jungen in Caaguazú wurde auch der Mord an des Lehrer Hugo Ortíz in Sidepar nachgestellt, bei dem die EPP im Rampenlicht steht.

(Wochenblatt / Última Hora)

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4 Kommentare zu “Wie 3D bei der Verbrechensaufklärung behilflich ist
  1. Beobachter schrieb am :

    Was nützt die ganze Technologie, wenn bei einem Ernstfall die Polizei als Letzte beim Tatort eintrifft und wichtige Spuren bereits vernichtet wurden!

    • susanne schrieb am :

      Was nützt gute Polizeiarbeit, wenn die Justiz völlig unfähig und verblödet scheint ? Das ist hier der normal Fall.

  2. Pingback: Criminal Content 3D «

  3. Bonsaj Rambo schrieb am :

    Ja, im Konstruieren von (virtuellen) 3D-Elektroautos und -Animationen sind sie echt gut.

    Vereinfacht dargestellt kann man 4 Sichtweisen unterscheiden:
    1. real = ich bin da und man sieht mich.
    2. nicht real = ich bin weder da und man sieht auch nichts.
    3. unsichtbar = ich bin da, man sieht mich aber nicht
    4. virtuell = ich bin nicht da, aber man sieht mich

    Beachten sie besonders Punkt 4!

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