Abgründe tun sich auf

Es ist für keinen Minister leicht sein Amt korrekt auszuführen. Einige mussten schon ihre Sessel unter der Amtszeit von Horacio Cartes räumen. Die Gründe dafür waren unterschiedlicher Art und Weise. Nun scheint sich ein neuer Skandal anzubahnen.

Zu verdanken hat das Volk dies dem Generalkontrolleur der Republik. Die Behörde hat schon oft die “schwarzen Löcher“ mehrere Ministerien aufgedeckt. Ebenfalls den Missbrauch von öffentlichen Geldern, wie zum Beispiel beim Fond Fonacide. Nun geriet die ehemalige Bildungsministerin Marta Lafuente noch weiter in die Schusslinie interner Untersuchungen. Sie ist eigentlich schon entlassen, aber nun kommen erst weitere Einzelheiten an das Tageslicht. Sie scheinen wohl die Absetzung durch den Präsident Horacio Cartes zu bestätigen.

Insgesamt fand die Kontrollbehörde Unregelmäßigkeiten bei der Geldervergabe während der Amtszeit von Lafuente in Höhe von mehr als einer Billion Guaranies. Ende 2014 seien Gelder in Höhe von mehr als 190 Milliarden Guaranies für Bautätigkeiten geflossen, die aber nicht den Fortschritt der Arbeiten widerspiegeln würden. Auch bei den Lehrmitteln, wie Bücher und weitere Materialien wären Gelder genehmigt worden, die aber nur bedingt in den Schulen angekommen seien. Auch eine Überbewertung von Gebäudetiteln fiel dem Kontrolleur auf.

Nun hat Enrique Riera das Ruder beim Bildungsministerium in der Hand, aber auch schon einen schweren Stand. Laut einer Umfrage von IBOPE CIES, die von der Ultima Hora und Telefuturo in Auftrag gegeben wurde, sollen 20% der Befragten in der Hauptstadt sowie 16% der Landbevölkerung seinen Rücktritt fordern.

Quelle: Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Abgründe tun sich auf

  1. Die Scham dass hier durch Korruption die eigenen Landsleute extrem geschädigt werden, nur aufgrind der eigenen Gier, ist bei Paraguayern wohl nicht vorhanden?
    Und wofür das Ganze? Um noch einen Camionetta zu kaufen, wo doch schon 3 in der Garage stehen?

    1. Genau so ist es. Das gleiche Prinzip wie in der ersten Welt auch, Beispiel Hoeness und Bankers. Nur dass hier eine hohe Mehrheit der Politiker durch und durch korrupt ist, und ein Kontrolleur, der seine Arbeit tut, eigentlich eine kurze Lebenserwartung hat. Dass dieser noch seine Arbeit tun kann, ist der Regierung Cartes hoch anzurechnen.

  2. Schamlos sie kriegen den Hals nicht voll, Sie haben alles! Das Land braucht noch mehr Kontrolleuere dieser Art.