Bitte zahlt uns den Urlaub!

Asunción: In einem Antrag, der ungewöhnlich klingen mag, aber echt ist, baten Beamte des Ministeriums für soziale Entwicklung, dass diese Einrichtung, die sich für die Armen und Bedürftigen des Landes einsetzen soll, ihnen eine „Urlaubshilfe“ für diesen Sommer gibt.

In einer Mitteilung an Mario Varela, dem Leiter des Ministeriums für soziale Entwicklung, beantragten die Beamten dieses staatlichen Portfolios, dass ihnen eine Zahlung, in Form einer „Urlaubshilfe“ aufgrund der erreichten Ziele und Errungenschaften während des Jahres, gewährt würde.

Bei diesem Antrag handelt es sich um eine Sonderzahlung für Urlaube, der ihrer Meinung nach als Prämie für die im Laufe des Jahres entwickelte Arbeit zu vergeben sei und unter Berücksichtigung, dass die Institution über die nötigen Mittel verfüge.

Die Antragsteller begründen den Antrag damit, dass das Ministerium sich durch seine exzellenten Leistungen und qualitativen Dienste auszeichne, stets die Ziele erreicht würden und durch die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 seien die Errungenschaften bestätigt.

Ein Teil der Mitteilung, die sich bereits im Ministerkabinett befindet, drückt aus, dass Qualitätsstandards in das gesamte institutionelle Management eingeführt werden konnten und die Erwartungen von Familien, die in Armut und extremer Armut leben erfüllt wurden.

Es ist schon ironisch, dass die Verantwortlichen gerade dieser Abteilung, die für die Unterstützung von Familien in wirtschaftlich gefährdeten Situationen zuständig sind, eine Prämie fordern, die finanzielle Mittel beansprucht, obwohl derzeit mehr als 7.500 Familien auf Grund des Hochwassers umgesiedelt werden müssen und viele der Betroffenen beklagten, dass die Hilfen die sie erreichten unzureichend wären.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Bitte zahlt uns den Urlaub!

  1. Das ist ja hierzulande keine Unverschämtheit sondern gutes Recht. Und man ist gut beraten Unverschämtheiten, pardon, Rechtsmäßigem folge zu leisten, etwa wenn Ihr Handwerker auf sein Recht besteht Vorschuss zu beziehen. Sonst gibt es dann noch andere Mittel auf sein Recht zu kommen. Also: Recht auf Vorschuss gewähren, sonst ist Ihr herumstehender Müll plötzlich verschwunden, aber trotzdem schauen, dass vor Ende des abgemachten Betrages in Form von Vorschuss keine zu erledigende Arbeiten mehr ausstehend sind. Sonst sieht man keinen Grund mehr die zu erledigenden Arbeiten aus dem Ausstand in ein Ende zu überführen.

  2. Den letzten Absatz kann man wirklich unterstreichen. Einige Beamte meinen also, sie hätten exzellent gearbeitet und verdienen sich daher Urlaubsgeld. Und dann noch im Sozialministerium. Realsatire pur. Aber ich hab das schon in meiner Mopc-Zeit erlebt – es ist nicht selten, dass einige Beamte ernsthaft glauben sie „arbeiten“ hervorragend, also zum Beispiel alle Briefe im Ordner chronologisch geordnet, und verdienen sich ein Direktorengehalt plus alle Vorzüge eines Beamten. Total verzerrtes Weltbild.
    Was passiert denn, wenn man denen kein Urlaubsgeld gibt? Fangen die dann an zu streiken?

  3. Das haut einen Um!
    An Frechheit,Unverschämtheit nicht zu überbieten.
    Der Beschäftigte braucht viel mehr Arbeit, er ist nicht Ausgelastet, sonst würde er anders Reden,sich anders Verhalten.

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