Frau ohrfeigt Verkehrspolizisten

Asunción: Die Backpfeife, die eine Frau einem Verkehrspolizisten vor laufender Kamera erteilte, verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken.

In dem Video ist zu sehen, wie die Frau mit dem Beamten diskutierte. Der Polizist betitelt die Dame als unverschämt, worauf diese ihm mit der flachen Hand so fest ins Gesicht schlugt, dass dem Mann die Brille davon flog und dass Klatschen auf der Aufnahme bestens zu hören ist. Darauf hin wurde sie von ihrem männlichen Begleiter weggezerrt, rief aber noch dem filmenden Passanten zu: „Damit du es weißt und tue was du willst!“

Warum es zu dem Streit kam, geht aus dem Video nicht hervor.

An der Flut von Kommentaren, die das Video in den Netzwerken auslöste, ist zu erkennen, dass diese Geste die Allgemeinheit bewegt. Die einen machen sich einfach nur über die Situation lustig und scherzen, Andere stellen das Thema Gewalt von Frauen gegenüber Männern in den Raum.

Einige kritisieren die Gewaltbereitschaft der Frau, wobei viele entschuldigen, „Er hätte wohl was angestellt, dass man ihn schlägt“.

Der Journalist Rodrigo Rivarola vom Radio 1000AM stellte sich die Frage, was passiert wäre, hätte der Beamte reagiert?

Gewalt kann nie eine Lösung sein und es sollte einem schon zu denken geben, wie viele Menschen das Verhalten einer Mitbürgerin für lustig oder gar für gut befinden, die einen Mann tätig angreift.

Auch Männer leiden nicht zu selten unter häuslicher Gewalt. An wen soll sich jedoch ein Mann in einer Gesellschaft wenden, in der diese Gewalt belächelt oder sogar für gut befunden wird?

Kann es sein, dass sich für die Frau leichter Befürworter finden, da der Mann, der ihr gegenübersteht, uniformiert ist? Auch das sollte uns zu denken geben. Denn wenn dem so sei, lebten wir in einer Welt, in der man sich freue, wenn dem “Freund und Helfer“ mal eine geklebt würde.

Wochenblatt / Hoy

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15 Kommentare zu “Frau ohrfeigt Verkehrspolizisten

  1. – Nicht „Freund und Helfer“. sondern „Ausführende GEWALT“ (Executive) des „Staates“. Das lernt man schon in der Schule (GEWALTenteilung. Da sollte man sich schon Gedanken machen).
    – Nicht „Freund und Helfer“, sondern Gelderpresser.

    1. was hat denn das mit erpressung zu tun? regeln sollten für alle gelten und konsequent durchgesetzt werden. ich musste auch diese woche strafe zahlen, für fahren ohne licht. und? ist wohl kaum die schuld der verkehrspolizei sondern eigene datteligkeit. im übrigen, wie man in den wald ruft….. ich hab bisher immer den preis erfolgreich drücken können. durch freundlichkeit, eine nette unterhaltung, einsichtiges verhalten. natürlich sind 55€ strafenkatalog-listenpreis ne stange geld für fahren ohne licht, erst recht für die meisten paraguayer. aber was solls, wenn man nichts bezahlen will sollte man die regeln befolgen und als gutes beispiel für die vielen rücksichtslosen ar….. vorangehen. also tranquilo….

  2. Die Dame hat meine volle Sympathie und hoffentlich kommen noch mehr aus der Reserve gegen diese Widerlinge! Der Film lag mir schon beim Mittagessen vor und es mundete mir gleich viel besser.

  3. Gewalt ist keine Lösung, weder für Frauen noch von Männer!
    Die Frau wird wohl ihren Grund haben, das sie den Beamten einen anständigen Watschen verpasst hat.
    Wer weis mit was er darum gebettelt,vielleicht ist er so veranlagt das es Braucht.
    Dann bruchen er etwas samfte Haue aber etwas. Billiger als im SM- Studio
    Die „Freunde und Helfer“. sind frech wie Gossendreck, benehmen wie die Axt im Walde.
    Wegelagerer,Gelderpresser,Räuber sind noch für viele dieser Beamten harmlose Bezeichnungen.

  4. Adurah hat recht, die Frau hat die Uniform aufs groebste beleidigt und sowas darf nie gut geheissen werden. Sonst haben wir schnell eine Lage wie in der links regierten Stadt Bern CH wo linke Demonstranten den Polizisten ueber das Bein ab pinkeln duerfen und der Poizist darf nicht mal das Bein wegheben, sonst wird es als Gewalt von der Polizei an friedlich demonstrierenden Demonstranten ausgelegt. So eine Verdrehte Lage wollen wir hier doch nicht!
    Klar die Polizei hier ist schlecht und korrupt, doch der Fehler ist weiter oben zu suchen und nicht nur am Uniformierten wo an der Strasse steht, denn der muss wie mir gesagt wurde ein fester Betrag von seinen „Einnahmen“ seinem Vorgesetzten abgeben. Wie ich hoehrte koennen manche Vorgesetzte den fehlenden Betrag der „Einnahmen“ dem Untertanen in Uniform sogar vom Lohnkonto abziehen.
    Wenn das so ist so begreift man wieso Uniformierte vielfach so aufdringlich sind. Leider.

    1. Wenn das so ist, dann sollen die Uniformierten beim Oberchef das denunzieren, der soll ja angeblich so ehrlich sein – machen sie aber nicht, da die Kohlen wichtiger sind.

      Ich würde allerdings auch gerne so einen Verkehrspolizisten auf die Schnauze hauen, wenn sie mich abermals sinnlos anhalten und mir nur meine Kohle abnehmen wollen, während 100 m weiter Rinder auf der Strasse spazieren.
      Aber ich darf das nicht, weil ich ein Mann bin und weiss – und die glauben, ich schei*e Geld. Im Gegensatz zu einer dunkelhäutigen Frau.

    2. bei der erwähnten strafe handelt es sich um ein gesetzliches bußgeld, davon hat der verkehrspolizist nix und ist bei jedem muni einsehbar. erst wenn du ohne factura willst würde deine behauptung zutreffen

  5. Ein Chemnitz Video welches 7 Sekunden dauert. Alle Achtung. Den Regeln entsprechend weiß man auch nicht worum es ging oder verheimlicht es mit Absicht obwohl dies die wesentliche Information wäre um überhaupt darüber zu philosophieren. Ebenfalls wäre interessant wo das passiert ist, wer hat es aufgenommen, wer und wo zuerst publiziert?
    Wegen Gewalt an Männern? Das kommt wohl etwas spät. Die gesetzliche Lage wurde ja gezielt so gemacht, dass Frau immer Opfer ist. Da gibt es genau wie bei Illegalen und anderen Minderheiten einen internationalen Organisations sowie Beamtenapparat, der eifrig darüber wacht. Zumeist bestehen diese Apparate sogar quasi zu 100 % aus Frauen welches die Objektivität und das wir sind alle gleich sein fördert.
    Sei es wie es sei, heute kann man allgemein sagen, in jedem Fall ein Problem welches künstlich erschaffen wurde aufgrund von moderner Denkweise und daraus resultierender Gesetzgebung nach dem Motto: So schaffen Sie sich selber ab und bezahlen noch dafür.

  6. Ein gut gemeinter Rat an die Wochenblattredaktion: Ich finde es nicht gut wenn Teilinformationen veröffentlicht werden die dann nur dazu verleiten das kreuz und quer Kommentare geschrieben werden und jeder sich sein eigenes Bild malt…
    In den nationalen Medien kann man leicht nachlesen was passiert ist: Der Polizist hatte dieser „Dame“ einen Strafzettel geschrieben weil sie in ihrem Auto fuhr ohne den Sicherheitsgurt anzulegen. Reguläre Strafe sind 8 Tagessätze, also 800.000.- PYGs.
    Darüber war sie erbost. Und vor allem da der Uniformierte sich offensichtlich nicht hatte bestechen lassen.
    Eine Strafanzeige gegen die „Dame“ wurde eingeleitet und ihre Tat wird nicht ohne unangenehme Folgen bleiben…
    Ich bitte die Wochenblattredaktion meine obige Einleitung als gutgemeinte positive Kritik zu werten.
    Danke

    1. Carl
      vielen dank für ihre information, sehr aufschlussreich. das finde ich sehr gut, dass so ein primitives verhalten geahndet wird.
      kann man nur hoffen, dass dies eine lehre für die „dame“ ist.

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