Gesundheitsminister schlägt vor, eine staatliche Krankenversicherung einzuführen

Asunción: Dr. Julio Rolón, der stellvertretende Gesundheitsminister, sagte, es sei an der Zeit, eine nationale Krankenversicherung als mögliche Alternative zur Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen des Landes zu diskutieren.

Rolón schlägt die Einführung einer staatlichen Krankenversicherung vor, deren zentrale Idee es sei, die Gesundheitsversorgung zu vereinheitlichen und koordiniert zu arbeiten. „Wenn zum Beispiel die soziale Fürsorgeanstalt IPS in einer Stadt eine Niederlassung hat, könnte das Ministerium die Ausstattung stellen“, sagte er.

„Wir müssen eine Möglichkeit schaffen, dass alle Paraguayer in irgendeiner Weise zu einer staatlichen Krankenversicherung beitragen, die einen Finanzfluss garantiert, der es ermöglicht, die Kosten für eine professionelle Behandlung zu decken“, sagte der Arzt. „Wir müssen uns zum Ziel machen, dass allen Menschen eines Tages die Leistungen, egal welcher Institutionen, zur Verfügung stehen und durch eine Versicherung abgedeckt sind“, fügte er an.

Rolón erklärte, dass ein System mit einem inkrementellen Budget, wie das jetzt Bestehende, nicht funktionsfähig sei, weil die für die Gesundheit zugewiesenen Beträge von Jahr zu Jahr zunehmen, die Nachfrage nach Dienstleistungen jedoch auch steigen und deren Kosten nicht gleichmäßig verteilt würden.

In seinen Aussagen sprach der Arzt auch über die Möglichkeit einer Änderung der Finanzierung von Gesundheitszentren. Dazu erklärte er, dass sie an einem dezentralisierten Modell arbeiten, in dem jede große Gesundheitseinrichtung die Prozesse für den Einkauf von Verbrauchsmaterialien und Medikamenten selbst steuert. „Durch Dezentralisierung wird das Geld nicht verteilt, damit die jungen Menschen es ausgeben, für was sie wollen, sondern um Verantwortung zu übernehmen und um die Verteilung zu verbessern“, betonte er in diesem Punkt.

Des Weiteren versicherte er, dass nächste Woche die bestellten Utensilien die staatlichen Gesundheitszentren erreichen werden. Er sagte, sie würden nicht zulassen, dass ein Krankenhaus leer ausgehe. „Diese Woche haben wir eine Vielzahl von Medikamenten erhalten, um sie den Krankenhäusern bereitzustellen „, sagte der Arzt.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Gesundheitsminister schlägt vor, eine staatliche Krankenversicherung einzuführen

  1. Schoener Plan, aber undurchfuehrbar. Selbst das IPS-System funktioniert ja hinten und vorne nicht. Ausserdem, wenn die Leute was bezahlen sollen, dann klappt das nicht, Ich bin der einzige hier in der Strasse der immer seine Grundsteuer bezahlt und fuer das Gewerbepatent, die Hiesigen scheren sich einen Dreck darum, meckern aber staendig ueber die Zustaende.

  2. Die Paraguayer haben bekanntlich immer viele Ideen, manchmal auch sehr gute Ideen. Doch leider fehlt es meist an der Umsetzung, am Organisationsgeschick, am Durchhaltewillen und vor allem am Verantwortungsbewußtsein. Kaum wird etwas begonnen, verliert sich schon schnell wieder das Interesse. Mitarbeiter denken i.d.R. schon früh morgens an den Feierabend und betrachten die Arbeit eher als ein geselliges Zusammensein. Natürlich gibt es auch andere, doch die sind wirklich in der Minderheit. An einer solchen Einstellung scheitert eben so vieles im Land und niemand ist da, der diese eingefahrenen Verhaltensmuster endlich mal klar und selbstkritisch benennt und ihnen den Kampf ansagt. Was Medikamente in den Gesundheitszentren wie IPS usw. betrifft ist es bekanntlich auch so, daß das Personal bis hinauf zu den Ärzten die Medikamente in großem Stil beiseite räumt und privat verscherbelt. Es ist einfach ein Graus!

  3. Vielleicht sollte man doch besser beim Bildungssystem anfangen, denn wenn Menschen auch eine Bildung erhalten, so können sie später auch etwas arbeiten, produzieren, erfinden, leisten. Dann verdienen sie auch etwas Geld und die Menschen würden einsehen, dass jeder früher oder später das Gesundheitssystem beanspruchen wird. Es müssen ja nicht gerade Monatsbeiträge von hunderten Euros monatlich sein.
    Das wäre eine Idee von mir, doch ich glaub die Ömer habens erfunden oder vom Griechen abgekupfert.
    Ok, nun fängt man also beim Gesundheitssystem an. Nur, Menschen, die am liebsten Nichtstun und dann halt auch nichts verdienen, Detail ist aber egal, können ja immer noch den Grill aufstellen und in Schwarzarbeit ein paar totgegrillte Lederhäppchen verkaufen, natürlich Steuerfrei, um sich damit das Notwendigste – Bier und Streichhölzer zu kaufen.
    Sie können mit dem Moto zur Bodega um 10 Pack Bier auf dem Moto nach hause zu transportieren und sie dann in Schwarzarbeit zu verkaufen, um sich damit das Notwendigste – Bier und Streichhölzer zu kaufen. Dafür muss man einen halben Tag einberechnen, aber egal, Zeit hat man ja.
    Sie können mit dem Bus nach Argentinien um 10 Säcke mit Schmuggelware nach hause zu transportieren und sie dann in Schwarzarbeit zu verkaufen, um sich damit das Notwendigste – Bier und Streichhölzer zu kaufen. Dafür muss man einen ganzen Tag einberechnen, aber egal, Zeit hat man ja.
    Sie können mit den Beinen ums Viertel laufen um Selbst-gekochtes/-gebackenes in Schwarzarbeit zu verkaufen, um sich damit das Notwendigste – Bier und Streichhölzer zu kaufen. Dafür muss man einen ganzen Tag einberechnen, aber egal, Zeit hat man ja.
    Man kann auch auf eine gute Idee kommen, eine Eisenwarenhandlung zu eröffnen, vor allem dann, wenn der Nachbar diese Idee hatte. Dem dritten Nachbarn kommt dann diese Idee auch und nach einem Jahr schließen alle drei.
    Alle diese „Geschäftsideen“ natürlich am Wohnort, irgendwo in einem Viertel. Da verkaufst das Zeugs deinen Nachbarn. Aber die haben ja auch keine Plata.
    Fazit: Das einzige was ich von den Meisten hier an Können gesehen habe ist Bier zu saufen und Feuerchen zu machen. Wie bitte schön werden sie von ihrem monatlichen Einkommen zwischen 0 und – wenns hoch kommt – 200 Euro, auch nur einen Cent in ein Gesundheitssystem stecken, vor allem, wenn man selbst nicht krank ist? Wer hier kann einem Kranken mehr als 20 Cents abtreten? Wer hier vertraut einer staatlichen Institution, allfällig gespendetes bzw. bezahltes Geld nicht irgendwo in der Korruption versickert?
    Nie und nimmer wird das zur heutigen Zeit mit einer staatliche Krankenversicherung klappen in diesem Lande! Vielleicht in 500 Jahren nochmal erfinden.

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