Gewerkschaften beantragen Anhebung des Mindestlohns auf 3 Millionen Gs.

Asunción: Die wichtigsten Gewerkschaften des Landes forderten die Regierung am Montag auf, eine Lohnanpassung zu erörtern, die den Mindestlohn um 39,2% auf 3 Mio. Gs. erhöht. Dies halten sie für notwendig, damit ein Arbeitnehmer seiner Familie ein würdiges Leben bieten kann.

Nach dem ersten Treffen von Präsident Mario Abdo Benitez mit den Gewerkschaftsvertretern sagte der Leiter der Central Nacional de Trabajadores (CNT), Miguel Zayas, im Regierungspalast den Medien, dass eine Gehaltsanpassung dringend erforderlich sei.

Er erklärte jedoch, dass, obwohl sie der Exekutivgewalt keine Zahlen nannten, zwischen 2,8 und 3 Millionen G. der notwendige Betrag sei, damit ein Arbeiter es schaffen kann, eine Familie mit drei bis vier Kindern zu ernähren.

Zayas versicherte, die am Treffen anwesende Arbeitsministerin Carla Bacigalupo habe sich verpflichtet, ernsthaft und verantwortungsvoll daran zu arbeiten, eine mögliche Erhöhung des Mindestlohns noch vor Juni 2019 zu analysieren. In diesem Monat wird der Mindestlohn, der derzeit bei 2.112.562 Gs., jährlich neu justiert.

Er betonte, dass Treffen sei sehr positiv verlaufen, auch wenn keine Daten und Zahlen genannt wurden.
Der Gewerkschafter gab außerdem bekannt, dass er die Exekutive gebeten habe, das Arbeitsministerium mit einer größeren Anzahl von Inspektoren zu stärken, die die Einhaltung der Arbeitsgesetze kontrollieren würden.

Bacigalupo wiederum erinnerte daran, wie wichtig es sei, den hohen Prozentsatz (65%) der Schwarzarbeit im Land zu reduzieren.

An dem Treffen nahmen neben dem Leiter der CNT auch der Präsident der Central Unitaria de Trabajadores (CUT) Aldo Snead und die Vertreterin der Central General de Trabajadores (CGT), Sonia Leguizamón, teil.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Gewerkschaften beantragen Anhebung des Mindestlohns auf 3 Millionen Gs.

  1. Die immer gleichen Forderungen von einen Bündnis von Habenichtsen . Leute die sich was aufgebaut haben und die Finanziell und Wirtschaftlich gut da stehen sollen für ihren Fleiß bezahlen ,dabei sollten die Faulenzer Dankbar sein das sie Arbeit bekommen ,Dankbar das die Fleißigen Arbeitsplätze erst geschaffen haben. Denn der liebe Gott hat nicht eine Lotterie veranstaltet wo der Eine einen Gewinn gezogen hat, Der oder die Anderen nur Nieten ,nein hier ist nur Fleiß die treibende Feder.Diese Forderungen sind Sozialisten und Kommunisten immer entsprungen und haben nur zu Chaos und Staats Armut geführt. In keinen Land auf dieser Welt hat dieses System funktioniert. IN KEINEM!!!! Venezuela ist das jüngste Beispiel des Versagens dieser Politik.Klar sehen solche Freunde dieser Systeme wie dieser Albert es anders . Tagträumer ohne Realität Bezug..

  2. Noch ein Nachtrag . Vielleicht sollten sich diese Gewerkschaften lieber Gedanken machen an die viel zu hohen Lebenshaltungskosten .

    1. Ich gebe Dir völlig recht. außerdem sollten Gewerkschaften auch klar regeln, das der Arbeitstag dann auch 8 Stunden der Produktion ( Arbeit ) erfordert, nicht 6 h Terere trinken, weil zu warm zu kalt, oder Regen ist. Diese Unsumme, kann sich kein Privater leisten. Die öffentlichen, wo Geld eh keine Rolle spielt, die können.

  3. In den 70er Jahren hat die IG-Metall eine Lohnerhöhung von 15 % durchgesetzt ohne auf all zu großen Widerstand der Arbeitgeber zu stoßen.
    Danach folgte die Automatisation. Wo früher 300 an einer Fertigungsstraße standen waren es dann nur noch 3.

  4. Erstens müsste dann die Schwarzarbeit bekämpft werden, denn die Paragauyer verdienen mehr als der heutige Mindestlohn von zwei Millionen Gs., indem jeder einem Zweit- und Drittjob nachgeht (Grundtücke säubern, Asaditos, Bier, Selbstgekochtes, Schmuggelware etc. verkaufen und vermutlich noch sonstige Geschäftchen).
    Zweitens sind viele Ausführungen der Handwerker auch nicht mehr viel Wert als das sie dafür bekommen (äußerst mangelhafte, nicht umfassende Bildung, schlichter Pfusch, man gibt sich den ersten Tag Mühe, dann ist aber fertig mit sich Mühe geben, außer Plata wollen, es wird nicht das gemacht, was abgemacht war, sondern nach eigener Interpretation etwas zurecht gebogen).
    Bsp. Maurer kommen mit einem Eimerchen, Kelle, Meter. Das wars.
    Bsp. Willst Gelenkwelle ersetzen lassen, schraubt das auseinander und wieder zusammen, verrechnet neue Gelenkwelle.
    Bsp. Willst Bremsbeläge japanisch, halten doch nur ein Jahr bevor sie kristallisieren, weil Korea in Japan liegt.
    Bsp. Willst Preis für Arbeit wissen, kann natürlich nur sagen was ER bekommt, sagt aber nicht, dass noch 2 bis 3x Material hinzu kommt.
    Bsp. Die Arbeiten hier noch mit Gerätschaften der Ömer.
    Bsp. bis 999 Erspare ich uns (darf jeder seine Erfahrungen machen).
    Naja, der Einheimische kann nichts schlechtes dabei empfinden, er kennt ja nichts anderes.
    Und Drittens: Die Lebensmittel im Super kosten Durchschnittlich etwa wie in Europa (Fleisch und Mandioka natürlich viel billiger). Das impliziert, dass bei einem Salär eines Super-Angestellten von 150 Euro monatlich die Super recht gut verdienen (naja, ständig auf 22 Grad zu kühlen kostet natürlich auch). Der Bau und das Grundstück des Supermarktes billig. Das heißt weiter, wenn der Mindestlohn ansteigt, die Supermarktbetreiber nicht auf ihre Gewinnmarche verzichten möchten, die ich für weitaus größer halte halte als diejenige in Europa.

  5. Die spinnen, die Gewerkschafter!
    Zum einen wird das sicherlich rund 20 % der Beschäftigten den Arbeitsplatz kosten, zum anderen werden die Preise entsprechend anziehen.
    Dieser Automatismus griff schon in Europa, auch hier ist es nicht anders.

  6. Es bringt doch nichts, den Minimallohn anzuheben, weil sofort alles teurer wird, vor allem Dienstleistungen und Waren des täglichen Bedarfes, weil die Bosse auf keinen Fall weniger in ihrem Geldbeutel haben wollen. Wenn man statt 50.000 Dollar nur 45.000 Dollar im Monat verdient, gibt es sofort ein Meeting in einer branchenspezifischen Asociacion. Dank Preisabsprachen gibt es dann sofort eine Erhöhung der Produkte oder der Dienstleistung.
    Wissen das diese Gewerkschafen etwa nicht? Dann sind sie richtig dumm.
    Woran man anknüpfen muss, sind eben diese Preisabsprachen zu unterbinden bzw. gewisse Waren mit einem Maximalpreis zu regeln, wenn es nicht anders geht. Wenn ich sehe, wie viel für Obst und Gemüse verlangt werden – und diese Waren schnell verderben und weggeschmissen werden, dann läuft hier definitv was falsch.

    Auch diese Importfirmen muss man sich vorknöpfen. Die verdienen sich für eine völlig anspruchslose Arbeit dumm und dämlich.

    1. Philipp, ich kann Ihnen nur beipflichten. Noch mehr bezahlen für absolut schlechte Erzeugnisse und Leistungen ist einfach indiskutabel.

  7. Gewerkschaften sind etwa das was ein Pickel am Hintern ist. Niemand will oder braucht das heute noch. Nur die Mitesser verdienen dabei noch ihren Lohn durch aussitzen.

    Weg mit diesen Parasiten!

  8. Nein, Philipp, die Gewerkschaften sind deshalb nicht dumm. Sie wissen das bestens, daß nichts von nichts kommen kann. Daß der Betrieb eine seinem Personal zu bezahlende Lohnerhöhung auch irgendwie finanzieren muß, und noch viele Dinge mehr. Gewerkschaften nennt man in Paraguay „Sindicados“. Eine Gewerkschaft, wie wir es von Deutschland kennen, ist für eine bestimmte Berufssparte zuständig. Da gibt es z.B. die IG Metall, die IB Bau, Steine, Erden, die IG Druck und Papier und die IG kacken. In Paraguay ist die Gewerkschaft (sogenanntes Syndikat) betrieblich. Da gibt es z,B. das Syndikat der Beschäftigten der Bäckerei XXY oder das Syndikat der Beschäftigten der Schreinerei Gonzalez. Nun stellt sich irgend ein unglücklicher Freiberufler, der keine oder zu wenig Arbeit hat, den armen Beschäftigten einer Firma aus Auskunftei zur Verfügung. Dieser muss aber vorher bei einem Dach-Syndikat (Dach-Gewerkschaft) desselben Berufszweigs die Genehmigung erlangen, die Beschäftigten der Firma AAA zu beraten. Ich lernte mal ein Beispiel kennen, wo in einer Firma bei Arbeitsschluss die den Betrieb verlassenden Angestellten unter sich mauschelten: Wir treffen uns nachher beim Zahnarzt. Ich bekam nach Nachprüfung heraus, daß es sich tatsächlich um eine Zahnarztpraxis handelte, wo sich die Angestellten nach Arbeitsschluss trafen. Es handelte sich um einen jungen Zahnarzt, der noch zu wenige Patienten hatte, um überhaupt von seiner Arbeit überleben zu können. So beschäftigte er sich intensiv mit dem Arbeitsrecht und bot sich an für einen ansehnllichen Monatbeitrag pro Person, um dort Fragen zu beantworten, z.B. was man alles tun könne, um den Arbeitgeber zu schädigen, um ihn kleinzukriegen, damit er mehr bezahlt und lauter solche schweinischen Dinge. Und mit diesen Beiträgen der ratsuchenden Beschäftigten eines Kleinbetriebs kam er dann bestens über die Runden. Das ist das Problem der Gewerkschaften, die jeweils eine für einen Betrieb gegründet werden. Und wer dann innerhalb eines Betriebs der Gewerkschafts-Chef oder etwa dessen Vertreter oder Deligierter in einer außerbetriebllichen Versammlung der Dach-Gewerkschaft ist bzw. von der Dach-Gewerkschaft als solcher ernannt ist, ist automatisch als Arbeitnehmer in dieser Firma unkündbar, wie es z.B. normalerweise bei Beschäftigten mit mehr als 10 Jahren Betriebszugehörigkeit der Fall ist. Ein sogenannter „Unkündbarer“ kann natürlich in Ausnahmefällen trotzdem gekündigt werden, nur sind dann die zu bezahlenden Abfindungen weit höher als im Normalfalle. bei den sogenannten „Kündbaren“. Es gibt ganz einfach Dinge, die die Gewerkschaften sehr wohl wissen, aber nicht wissen wollen. Die richtige Beurteilungen der Gewerkschaften in Paraguay ist hier erfolgt durch „Hartgeld_com-Leser“. Gratuliere!!!!!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.