Krankenhaus wird zum No-go-Areal

Itauguá: Das Terrain des Nationalen Krankenhauses von Itauguá ist zum Niemandsland geworden. Kriminelle rauben bewaffnet die Patienten aus und überfielen sogar die Krankenhauskantine.

Ein Mann mit halb bedecktem Gesicht trat in die Kantine ein und forderte vom Besitzer den gesamten Inhalt seiner Kasse.

Wie berichtet wurde wird das 60 Hektar große Gebiet des Nationalen Krankenhauses von Itauguá immer gefährlicher. Praktisch ist die gesamte Zone in den Händen Krimineller, die die Patienten und auch die Anwohner in Angst und schrecken versetzen. Nicht wenige wurden schon Opfer bewaffneter Überfälle.

Der Direktor des Nationalen Krankenhauses, Dr. Hernán Martínez sagte, er sei in großer Sorge. Das Problem bestünde darin, dass das riesige Grundstück nicht eingezäunt sei und zu allem Überfluss sei es von kleinen Läden umgeben, an denen Alkohol verkauft würde, und von diesen Bars gingen dann diese betrunkenen Verbrecher direkt ins Krankenhaus und trieben dort ihr Unwesen.

Der Direktor beklagte, dem Institut würden die nötigen finanziellen Mittel fehlen, um einen Sicherheitszaun zu errichten und weitere Maßnahmen zu ergreifen um die Sicherheit auf dem Gelände zu gewährleisten.

Erst vor kurzem wurden der Einrichtung vom Gesundheitsministerium 5 Millionen US-Dollar als erste Zahlung zugesichert, dann würde eine weitere in der selben Höhe folgen
.
„Es scheint viel zu sein, aber die zu errichtende Infrastruktur ist enorm und dann werden von den umliegenden Geschäftsleuten die Beschwerden kommen, dass man ihnen die Arbeit nehme“, kommentierte der Direktor.

Er verneinte, dass ein Bewohner bei einem Angriff verletzt worden wäre, räumte jedoch ein, dass zwei junge Ärzte mit einem Messer bedroht und dann um ihr Hab und Gut gebracht wurden.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Krankenhaus wird zum No-go-Areal

  1. Es ist so schade um das schöne Paraguay. Ohne die Banditen zu verteidigen, aber wer nimms ihnen übel? Von Kranke und Schwache Geld rauben, das ist wirklich allerletzte Schublade. Aber sie machen nur das, was man ihnen von der Obrigkeit vorlebt. Ich hoffe, unsere ach so armen notdürftigen Paraguayer erwachen noch mal eines Tages und richten ihre Bedürftigkeit, ihre Not und ihre Wut gezielt an denen, wer an diesem ganzen Dilemma Schuld trägt. Und zwar das ganze koruppte Regierungspack!!!

  2. Was ist denn zu erwarten von dieser – grösstenteils – unmanierlichen/unkultivierten/antisozialen (gegenüber der Familie Aussenstehenden) paraguayischen Bevölkerung?

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Wenn man die paraguayer kennt dann weiss man eines genau. Krank sind die in den seltensten Faellen.
    Sondern die Diebe wissen dieses: wenn der paraguayer das Gehalt kassiert hat, so wird er ploetzlich „krank“ und sitzt im Hospital bis das Geld alle ist (auch bekannt als „alle-alle“). Jedes Husten – man faehrt zum Krankenhaus und fragt den Boss vorher nach einem Gehaltsvorschuss, jeder gerinste Temperaturanstieg (mit der Hand an die Stirn halten subjektiv „gemessen“) – ab gehts zum Doktor.
    Man spart sich so das muehsame Ausspaehen der bewaffneten Geldtransporter, denn die Hospitalbesucher haben immer Geld dabei. Ein 5000der reichen schon aus fuer einen Tres Leones und ein paar von den 5000dern reicht aus fuer ein „Crack“ (aka ehemals Pervitin oder Crystal Meth) um fuer ein paar Stunden high zu werden.

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