PISA: Petta verspricht die schlechten Resultate schnellstmöglich umzukehren

Asuncion: Der Bildungsminister Eduardo Petta versicherte, sie würden sich bemühen die schrecklichen Ergebnisse, die Paraguay bei den PISA-Tests erzielt hätte, durch eine gezielte Schulung der Lehrer aufzuheben.

Er kündigte eine Verstärkung auf dem Gebiet der Mathematik und die Wiedereinführung des „Lehrerhandbuchs“ an.

Der Leiter des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft (MEC) wurde zu den Ergebnissen der jüngsten PISA-Bewertung für Entwicklung (PISA-D) befragt, die diese Woche veröffentlicht wurden.In diesem Zusammenhang erklärte er, dies sei unsere Realität und erwähnte, dass der ehemalige Bildungsminister Raúl Aguilera ihn gewarnt hätte, dass die Bildung in Paraguay in einer Krise steckte und noch mehr die Fähigkeit zu lernen.

„Wir können nicht zurückschauen und nach den Schuldigen suchen. Das System hat versagt, es ist an der Zeit das einzusehen. Lasst uns nicht warten, dass ein Minister Aladdins Wunderlampe auspackt und das Mathematikproblem unserer Jugendlichen löst“, sagte Eduardo Petta.

Er betonte, dass in dem Fach Mathematik Paraguay im Vergleich zu allen anderen lateinamerikanischen Ländern an letzter Stelle stehe.Nach Angaben des Nationalen Systems zur Bewertung des Bildungsprozesses (SNEPE) bestehen 7 von 10 Schülern nicht in Mathematik. In Bezug auf das Lesen wurde gleiche Versagen erfasst, jedoch mit dem Unterschied, dass sie diesen Test bestehen. „Sie lesen, aber sie verstehen nicht , was sie lesen“, so Petta selbst.

Auf Grund der besorgniserregenden Ergebnisse bei den PISA-D-Tests würde schon am Freitag ein „Aktionsplan“ ausgearbeitet, der darauf abziele, die im Bildungsbericht dargestellte Situation umzukehren, versprach der Bildungsminister.

Des Weiteren erwähnte er, dass bereits die Lehrer ausgemacht worden seien, deren Schüler die Mathematikprüfungen nicht bestanden hätten. Für sie sei eine spezielle Fortbildung geplant, die im März nächsten Jahres in Zusammenarbeit mit der Universität UNA starte, welche von dem Bildungsministerium strengstens überwacht würde.

In Bezug auf das Lesen sprach er über die Möglichkeit, das Programm „ich lese, ich denke und ich lerne“ landesweit einzuführen, nachdem es in Caazapá schon mit großem Erfolg angewandt wurde.

Der Leiter des MEC informierte auch darüber, dass das „Lehrerhandbuch“, ab dem nächsten Jahr den weg zurück in die Bücherregale der Lehrer finden werde. Dieses Material diente bereits in der Vergangenheit den Lehrkräften als Leitfaden, bis es in den 90er Jahren von der Bildfläche verschwand.

„Die Bildung ist richtungsweisend für alles“, stellte Petta fest. Aus diesem Grund bat er alle, denen es möglich sei, an der Verbesserung der selbigen zu arbeiten.

Wochenblatt / HOY

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10 Kommentare zu “PISA: Petta verspricht die schlechten Resultate schnellstmöglich umzukehren

  1. Die PIZZA-D Prüfungen sind wahrscheinlich nicht so schwer wie die PIZZA-A Prüfungen, mit Schinken und Käse, sonst wäre man wenigstens nur dort in den hinteren Rängen.
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    „Wir können nicht zurückschauen und nach den Schuldigen suchen, die letzten 20 Jahre haben viele Krähen viele Millionen USDollar in den Sand im eigenen Patio gesetzt, denen will ich kein Auge auspicken, sondern wünsche frohe Frühpensionierung für außerordentliche Dienste fürs Land.“
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    „Der ehemalige Bildungsminister Raúl Aguilera ihn gewarnt hätte, dass die Bildung in Paraguay in einer Krise steckte und noch mehr die Fähigkeit zu lernen.“ Dieser ehemalige Bildungsminister wird schon wissen, was er über all diese Jahre als Jefe getan hat: An seiner Unfähigkeit zu lernen gefeilt. Dann musste er gehen wie jeder gehen muss, wenn ein neuer Präsident kommt und die Amigos des alten gegen diejenigen des Neuen ausgetauscht werde.
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    „Das System hat versagt, es ist an der Zeit das einzusehen.“ Ja, wird wirklich langsam Zeit. Ich als dummer Gringo habe das schon nach sechs Monaten seit meinem Ausstieg aus dem Flugzeug erkannt und ich bin kein Minister, nur Mister.
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    „Lasst uns nicht warten, dass ein Minister Aladdins Wunderlampe auspackt und das Mathematikproblem unserer Jugendlichen löst.“ Ja, die Richtung in die es geht hat er uns klar gemacht: Auch er ist unfähig das Problem zu lösen. Weil er keine Wunderlampe hat.
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    Immerhin wurde am Freitag schon in minutenlanger Arbeit ein „Aktionsplan“ ausgearbeitet. Ja, so ein Aktionsplänchen auszuarbeiten kann schnell gehen, so kurz vor dem Feierabend.
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    „…bereits die Lehrer ausgemacht worden seien, deren Schüler die Mathematikprüfungen nicht bestanden hätten.“ Hat der gute Mann überhaupt begriffen, dass es sich bei der PIZZA-Studie um eine Auswahl von Schüler geht, die einen Durchschnitt repräsentieren sollen? Diese zwei – drei Mathegenies schickt er nun in eine spezielle Fortbildung. Wie fabelhaft ist das denn?
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    „Lehrerhandbuch“. Unglaublich.
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    Ja, gut, mein Fazit: Ich glaube die Maßnahmen sind zwar echt gut gemeint und entsprechen den hiesigen Fähigkeiten eines Ministers,
    aber, ja, ok, lassen wir das, mein letzter Abend mit Internetanschluss. Weiterhin viel Spaß bei 360 Tagen Sonnenland. Für mich dankend die letzten.

    1. Höllenhund, ich wünsche Ihnen aufrichtig einen guten Abflug und, dass Sie irgendwo die Sonne einmal wieder „richtig geniessen“ können.

  2. Ein extrem rückständiges Land mit gierigen Menschen, die nicht beriet sind für das, was sie haben könnten, hart zu arbeiten.

    1. Gibt es in Paraguay Mathelehrer? Hab noch nie etwas gehört von denen, Nur den Calc und die App im Handy, die sie besitzen. Aber ansonsten hast Du fast Recht. Nur fast, weil keine Ecke hat hier bei dem gebauten 90°, Was ein Winkel ist, wissen die hier nicht, schon garnicht, wie man diesen berechnet. Hier ist alles pi*Daumen*Fensterkreuz+ 10cm, das passt immer, wenn nicht, wird 3 h nachgehobelt.

        1. Leider hat er Recht, man sollte überlegen ob man nicht Stellenangebote in Spanien auslegt.

          Ich möchte keinesfalls sagen das ich die „Lehrer“ heutzutage allzu sehr Respektiere, aber das wäre für mich ein Sinnvoller versuch etwas an der „kleinen“ Wissenslücke zu verbessern.

          Ich glaube auch noch nicht einmal dass diese Idee schlecht wäre, es gibt genug Menschen die von Europa die Schnauze voll haben.

  3. Die Lehrer sollen nachgeschult werden.
    Da lache ich laut!
    Denn dafür wollen sie dann Freizeitausgleich, noch ein drittes Mindestgehalt oben drauf und das Geld, das sie für das Dokument bezahlen müssen, in dem ihnen bestätigt wird, wie gebildet sie sind wie toll sie abgeschnitten haben.
    Denn kostenlos bekommen sie das nicht. Ein wenig Coima muß schon sein.
    Nachschulung in was?
    Noch mehr Feste vorbereiten?
    Noch mehr freie Tage um sich von diesen Festen zu erholen?
    Das Beten und Absingen der Hymne auf eine Stunde ausdehnen?
    Das korrekte Zelebrieren der Tereré Pause?
    Fakt ist, daß gut 80% der Schüler und Studenten funktionale Analphabeten sind.
    Sie können mühsam Buchstabe für Buchstabe einfache Sätze vorlesen.
    Fragt man sie dann, was in dem Text stand, schauen sie einen mit großen Augen an und verstehen schon diese Frage nicht.
    Zum Zusammenrechen von 100 + 32 brauchen sie einen Taschenrechner.
    Wenn ich in der Ferreteria stehe und 34 000 + 17 000 + 31 000 + 9 000 im Kopf schneller zusammenrechnen kann als der Chef mit dem Taschenrechner und ihm das Geld schon abgezählt auf den Tresen lege, bevor er mit dem Eintippen fertig ist, dann kommt die Frage: Wie hast du das gemacht?
    Es gibt sie hier, die engagierten Lehrer, die sich wirklich weiterbilden und alles tun, um ihren Schülern etwas beizubringen.
    Aber man muß sie mit der Lupe suchen.

    1. TejuJagua, stimmt ich lach mich auch immer schlapp, wenn ich im Kopfrechnen
      schneller bin als die „Eingeborenen“ mit ihren Taschenzählern, und eben diese Beschulten mich dann blödsinnig anglotzen.

  4. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Wenn man bedenkt dass so ein lateiner Lehrer 1/4 des Gehaltes bekommt als sein mennonitischer Pendant dann verwundert es nicht dass den mennonitischen Lehrern die Kroeten „Fluegel wachsen lassen“ wohingegen das niedrige Gehalt bei den paraguayern die „Federn runterhaengen laesst“.
    Geld befluegelt halt die Leute. Das musste der Kommunismus bitter herausfinden.
    Besteuert die Reichen mehr und gebt den Lehrern mehr Gehalt, so wachsen ihnen in baelde die Bildungsfluegel.
    Abdo Benitez hatte heute zum Kooperativisten Gustav T. Sawatzky gesagt auf der UIP Sitzung dass „der Produktive Sektor nicht hoeher besteuert wird…um die Wettbewerbsfaehigkeit zu erhalten“. Will heissen die reichen Viehzuechter verbleiben bei ihrem 1% Steuerdruck und 2500% Margen Gewinn die sie dank der hohen Europreise den Europaeern abknoepfen (fuer 20 Cent koennte der Viehzuechter nocht rentabel sein Fleisch in Europa verkaufen).
    Die Hunde bellen, und die Karavane zieht weiter… wen juckt’s was in der Zeitung steht – die Mennoniten wenigstens nicht.
    https://www.youtube.com/watch?v=XUJUTPi702o

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