Zwei Riesentukane konnten gerettet werden

Encarnación: Am vergangenen Freitag konnten Mitarbeiter des Umweltministeriums (Mades) zwei Riesentukane retten, die in einem Pappkarton zum Verkauf angeboten wurden.

Der Riesentukan (Ramphastos toco) ist ein Vogel der im Südosten des Landes sehr selten geworden ist. Diese Art misst bis zu 53 cm und ist für seinen enormen gelben Schnabel bekannt. Die Tiere leben in Gruppen, nisten in hohlen Bäumen und ernähren sich von Früchten und Insekten.

Die Vermarktung dieser Tiere ist verboten. Das Gesetz 96/92 verbietet generell den Handel mit Wildtieren.

Und doch wurde am Freitag die Umweltbehörde von Verkäufern einer Einkaufsmeile in Encarnación auf die hilfsbedürftigen Vögel aufmerksam gemacht. Worauf Mitarbeiter der Mades die zwei Jungtiere, aus den Händen eines Indianers, befreien konnten. Der Ureinwohner hatte die beiden Vögel in einem Karton zum Verkauf angeboten.

Die Riesentukane wurden von der Behörde in das Wildtierreservat Atinguy nach Ayolas gebracht.
Dr Gregorio Miguel Leiva brachte die überaus gestressten Tiere in das Reservat.

Währenddessen wurde der indigene Händler über die gesetzliche Lage aufgeklärt. Die Ureinwohner des Landes dürfen zwar Wildtiere für ihren eigenen Konsum jagen, jedoch nicht mit ihnen Handel treiben. Ansonsten wurden gegen den Mann keine weiteren Maßnahmen ergriffen.

Es ist darauf hinzuweisen, dass sich jeder, der ein Wildtier kauft, strafbar macht. Oft werden diese Käufe angeblich aus Mitleid getätigt. Man sieht das Tier in einer schrecklichen Verfassung und möchte ihm ein schönes Leben bieten. Doch auf diese Weise animiert man nur dazu, dass der Verkäufer loszieht und das nächste Opfer sucht. Richtig ist es, in so einer Situation, die Behörden zu informieren, wie es diese Verkäufer aus Encarnaciòn getan haben. So konnten diese eingreifen, aufklären und den beiden Vögeln wirklich eine lebenswerte Zukunft sichern.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Zwei Riesentukane konnten gerettet werden

  1. Mir ist aufgefallen, daß seit einiger Zeit die Indigenen wieder damit anfangen, Wildtiere auf Veranstaltungen zum Verkauf anzubieten, nachdem es einige Jahre nicht mehr so gewesen war.
    Meist sind es Blaustirnamazonen, die in wirklich erbärmlichem Zustand feilgeboten werden.
    Leider kaufen die Leute diese Tiere.
    Die Wenigsten tun das aus Mitleid, sondern weil sie es schön finden, so ein Tier in einem ( viel zu kleinen ) Käfig zu halten.
    Kaum einer hat Ahnung davon, wie diese Tier alimentiert werden müssen.
    Jeder Vogel, egal ob Vegetarier oder Omnivore, bekommt eine halbe Orange und ein Stück trocken Brot.
    Und dann wundern sie sich, wenn die Tiere bald kümmern und sterben.
    Igual nomás. Dann kaufen sie halt ein neues.
    Und die eingewanderten Ausländer sind nicht besser als die Einheimischen.
    Kaum sind sie hier, scheinen sie alles, was sie über Artenschutz wußten, vergessen zu haben.
    Da werden dann all die Tiere gekauft und gehalten, die man in ihrer Heimat nicht bekommen kann oder halten darf.
    Und sie haben genauso wenig Ahnung davon, was so ein Tier ißt und braucht, wie die Einheimischen.
    Wie oft hörte ich dann: Das sind keine Wildfänge, der Verkäufer hat mir versichert, es sei eine Nachzucht.
    Sie sollten es besser wissen.

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