“40 Jahre schlechte Gewohnheiten zu ändern dauert“

Drei Wochen nach der Einführung der neuen Bushaltestellen in Asunción sind zwar die Bemühungen der Passagiere und Busfahrer erkennbar, aber nicht alle Beteiligten halten sich daran. Auf der Transchaco Straße, Primer Presidente und Avenida Artigas sind seit dem 25. April insgesamt 45 Bushaltestellen durch das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) errichtet worden.

In den ersten Tagen nach der Einführung gab es eine große, positive Resonanz in der Öffentlichkeit und bei den Fahrern der Verkehrsmittel. Nun allerdings stehen die Passagiere wieder an irgendwelchen Stellen und halten die Busse wahllos an. „Wir befinden uns in einem Lernprozess. 40 Jahre schlechte Gewohnheiten können nicht von heute auf morgen geändert werden. Es wird wohl 30 Tage oder mehr dauern bis sich alle Beteiligten an das System gewöhnt haben“, sagte Cesar Ruiz, Leiter der Cetrapam.

Nach Ablauf einer Monatsfrist kann eine Geldbuße in Höhe von 4,9 Millionen Guaranies verhängt werden. Sie betrifft die Busfahrer, die die Regeln nicht einhalten. Doch an Regentagen können viele Passagiere nicht an den Haltestellen warten, weil immer nach Schutzdächer fehlen. Noch dazu kommen weitere Änderungen auf die Pendler zu, wenn in den kommenden Monaten das elektronische Ticket eingeführt wird. Das öffentliche Transportwesen bewegt täglich eine Summe in Höhe von 2.500 Millionen Guaranies, was aber nicht bedeutet, dass dieser Betrag das Nettoeinkommen darstellt.

Quelle: Hoy.com.py