7 Millionen Rinder durch Überschwem-mungen bedroht

Im nächsten Jahr könnten die Fleischpreise stark anziehen, denn Millionen Rinder seien durch das Hochwasser in akuter Gefahr. Ñeembucú, Concepción, San Pedro und Alto Paraguay sind die am stärksten betroffenen Departements. Jorge Gattini, Minister für Landwirtschaft und Viehzucht, schätzt, dass mindestens 7 Millionen Rinder Gefahr laufen, verloren zu gehen. Den Tieren stehe buchstäblich das Wasser bis zum Hals und sie könnten unmöglich Futter zu sich nehmen.

Auch German Ruiz, Präsident der Assoziation Rural Paraguay, bestätigte die Lage. Die Situation sei für viele Landwirte kompliziert, denn Flüsse und Bäche würden Felder überschwemmen. Sie könnten auch nicht zu den Tieren gelangen, denn Zufahrtswege seien ebenfalls unter Wasser. Ruiz fügte an, einige Landwirte versuchen ihre Rinder auf höher gelegen Orte zu bringen, andere müssten aber auf eine Verbesserung der Situation warten. „Der Verlust der Tiere ist eine Sache, des Weiteren können diese aber auch nicht verkauft werden, das bringt finanzielle Verluste für die Besitzer. Viele haben Schulden bei den Banken, wir werden versuchen, einen Aufschub zu erzielen“, sagte er.

In wenigen Wochen soll die Impfung gegen Maul- und Klauenseuche erfolgen, am 19. Januar startet die Kampagne offiziell, aber es gibt einige Besorgnis darüber, wie die Tiere überhaupt erreicht werden können. Das Amt für Tiergesundheit (Senacsa) denkt darüber nach, die Impfungen aufgrund der Hochwasserlage zu verschieben.

Quellen: Hoy.com, ABC Color